Willkommen auf meinem Blog

Auf dieser Seite findet ihr -in den verschiedenen Rubriken unter dem Titelbild- viele nützliche Infos rund um das Thema Vietnam und zudem jede Menge lustig-bis spannende Anekdoten aus meinem Alltag, als Schwiegertochter einer vietnamesischen Familie..

Sonntag, 20. Januar 2013

Aufbruch in ein neues Leben

Wow! Jetzt ist es soweit. Mit einem Schlag ging auf einmal alles wesentlich schneller, als erwartet.
Innerhalb der letzten 24 Stunden standen zwei kleinere Familienkonferrenzen an, in denen beratschlagt, besprochen, durchgewaeltzt und letztlich entschieden wurde:

Naechsten Sonntag ist unser offizieller Einzugstermin in unserem neuen Zuhause in Mỹ Đình, Hà Nội!


Unsere künftige Wohnung befindet sich im 25.Stock des FLC Landmark Tower, umfasst 124qm,
ein 1 Wohnzimmer, 2 Schlafzimmer, Küche, 1 Essbereich, 2 Baeder und 2 Balkone.

Nachdem es vor wenigen Stunden noch hiess, es würde erst ein Innenarchitekt und Wohnraumdesigner angeheuert werden und anh Tùngs Mutter würde, sobald sie Zeit dazu haette (vorraussichtlich erst nach Neujahr welches dieses Jahr am 10.Februar stattfindet) sich um den Einbau einer Küche kümmern,
ging es heute Vormittag plötzlich Schlag auf Schlag und anh Tùngs Tante, die aeltere Schwester seiner Mutter entschied in unserem Sinne, dass all das hinten angestellt werden könne und wir kommenden Sonntag die Wohnung bereits beziehen sollten.


Was für eine unerwartet zackig Wendung! Damit hatten wir nun wirklich nicht im geringsten gerechnet und sind hin und hergerissen zwischen freudig überrascht und einer Art Schockzustand, weil alles so ploetzlich kommt. ;)

Zwar freuen wir uns irrsinnig auf unser brandneues Domiziel, allerdings schwingt dieser Vorfreude auch ein riesengrosser Wermutstropfen ob unseres Zuhauses Hải Phòng mit, dass wir nunmal dafür aufgeben müssen.


Hier sind unsere Freunde, hier ist unsere Tochter, hier kennen wir uns aus und hier kennt man sich.
Es hat lange Zeit gedauert, bis ich hier tatsaechlich Fuss fassen konnte und man mich nicht mehr als "Fabelwesen" ansah, sondern mich die Leute als normales Mitglied ihrer Gesellschaft in ihrer Mitte aufgenommen haben. Es war ein harter, steiniger Weg bis hierhin.
Heute kann ich auf die Strasse gehen, ohne angestarrt zu werden, als haette ich grüne Haut, ohne das mir mind. 50 Kinder nachlaufen und "Hello" rufen oder mich anfassen wollen, ohne beim Einkaufen 20 Leuten um mich herum Rede und Antwort stehen zu müssen, wer oder was ich bin, wie ich lebe, wie alt ich bin, ob ich verheiratet bin, ob ich Kinder habe, wieviel ich verdiene...usw, usw...


Hải Phòng ist im Grunde ein grosses Dorf und die meisten kennen mich einfach schon.
Die Frage und Antwort Spiele habe ich lange hinter mir gelassen und ich kann auch mal nen schlechten Tag haben und ein Gesicht ziehen und weiss, niemand wird mir auf die Nerven gehen und ich kann offen sagen, was mir auf den Sack geht ohne laechlen- und irgendwelche bescheuerten Sachen auf Englisch beantworten zu müssen.

Keiner versucht mich über den Tisch zu ziehen, ich kenne die Preise und muss nicht mehr feilschen, ich weiss wo die Post ist, die Bank, die Schule meiner Tochter, der Markt, die Tante Emma Laeden..
Kurzum: Ich bin angekommen. Ich bin hier Zuhause. Hải Phòng ist mein Zuhause und ich fühle mich hier wohl.

Das wird mir sehr fehlen und es wird sicherlich erneut ein steiniger Weg.
Einzig der Vorteil, dass ich mich diesmal von Anfang an verstaendigen kann und dass anh Tùng dieses Mal mit mir neu anfangen muss und sich selbst auch nicht auskennt, ist ein kleiner Trost für mich.

Aber mal sehen, dass wird schon. Hà Nội bietet uns immerhin auch eine Reihe von Vorteilen, die die Verluste vermutlich zum Teil aufwiegeln werden.
Im Moment richtet sich der Focus ohnehin erstmal nur auf naechsten Sonntag.
Dann werden wir nach Hà Nội fahren, fürs erste die neue Küche und ein Bett aussuchen und unseren ersten Schritt in ein neues Leben in der Grossstadt machen.

Samstag, 12. Januar 2013

Neues Jahr - Neues Glück

Hallo ihr Lieben,
ich nehme meinen Neujahrsvorsatz wahr und melde mich mal eben hier aus der Versenkung, um euch einen kurzen Zwischenbericht abzugeben.

Die Anzeichen verdichten sich, dass ein Umzug in die Hauptstadt Ha Noi so ziemlich fix ist.
Heue Abend steht noch eine kurze Lagebesprechung mit der "Chefin" an und dann reisen wir wohl vorraussichtlich zum naechsten Wochenende ins "Neubauviertel" My Dinh, dass scheinbar in unmittelbarer Naehe zum Stadion liegt, falls das Kennern von euch etwas sagt.

Mir zumindest nicht, denn ich habe bislang in Ha Noi noch nicht wirklich viel Zeit verbracht.
Staedte-technisch, Wohnraums-technisch und Arbeits-technisch wird das dann für uns beide, also diesmal auch für anh Tung absolutes Neuland.
Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn wir alle beide einen Neustart hinlegen und uns komplett neu orientieren müssen. Dann stehen wir sozusagen auf gleichem Level und keiner muss gegenüber dem anderen zurückstecken - oder nur wenig.

Ich bin einen Sturz ins Ungewisse und die Aufgabe alter Lebensweisen ja bereits gewohnt -quasi ein alter Hase in diesem Geschaeft- bin gespannt, wie mein Gutster sich da schlagen wird. ;)
Denn der hat sich bislang Zeit seines Lebens nur in gewohnten Gewaessern aufgehalten und sich hauptsaechlich in gemachte Nester gesetzt. Seinem Geburtsjahr nach, ist eine Entfernung zum Elternhaus allerdings notwendig, um sich zu veraendern und im Leben und Beruf weiterzukommen.

So ganz ungemacht ist das neue Nest dort dann ja ohenhin auch wieder nicht, denn die Wohnung die wir evtl. beziehen werden, gehört Muttern. Rund 130 qm gross, derzeit 2 Schlafzimmer (vielleicht demnaechst dann auch als Kinderzimmer, wer weiss), Küche, Wohnzimmer und 2 Baeder soweit mir bekannt ist.
Klingt schon mal nicht schlecht. Einzig die Tatsache, dass das ganze angeblich im 24. Stockwerk liegen soll, macht mir ein wenig zu schaffen. Mal sehen, wie "schlimm" es tatsaechlich ist.

Bislang haben wir beide ja immer nur in Haeusern gewohnt und das wird demnach ne echte Umstellung für uns und auch für King Kong werden, für den ich eigentlich ja als naechstes Domizil auf ein nettes Haeuschen mit kleinem Vorgarten hier in Hai Phong gehofft hatte. Bleibt zu hoffen, dass die Hanoier wenigstens ordentlich mit ihren Vierbeinern Gassi gehen, damit er auch dort weiterhin Kammeraden zum spielen und ihr wisst schon was ;) findet. Ansonsten würds ein bisschen blöd werden, denn er ist diesbezüglich von hier ziemlich verwöhnt.

Ich bin aktuell wirklich sehr gespannt, wie`s wird, wann`s wird, wo`s wird usw..
Im Moment haben wir ja von den meisten der Fragen noch so überhaupt keine Vorstellung.
Einzig, dass wir vorraussichtlich beide neben dem arbeiten für einen angenehmen Unterhalt erstmal nochmal die Schulbank drücken wollen, steht fest. Der Rest ist noch sehr ungewiss. Eventuell wird anh Tung dort die Chance auf einen guten Posten in der Bank haben. Vitamin B und genug Kapital machens möglich.
In gewisser Weise leider, denn diese Art der Jobverteilung ist für alle diejenigen, die eben nicht das nötige Vitamin B oder Eigenkapital mitbringen, aber eigentlich genug im Oberstübchen haetten sehr, sehr ungerecht.

Was mich anbelangt, bin ich nun gerade dabei, endlich saemtliche Grundsteine zu legen, um anstaendig Fuss fassen zu können. Damit haben wir sowieso schon viel zu lange gewartet und ich freue mich ehrlich, dass in diese Richtung nun etwas passiert und hoffe, dass die deutschen Stellen, von denen der Grossteil der Entwicklung meines zukünftigen Standes hier in Vietnam abhaengt, positiv für mich entscheiden und sich all das nicht allzu lange ziehen wird. Jedoch das es sich ziehen wird, steht ausser Frage und auch, dass es eine ganze Stange Geld kosten wird, aber wenn es dann geschafft sein sollte und ich in Haenden halten kann, wonach ich mich schon so lange sehne, steht einer gesicherten und zufriedenen Zukunft für uns alle beide hier in Vietnam eigentlich nichts mehr im Wege.

Viel Zukunftsmusik bei uns also zur Zeit und ich kann es kaum abwarten, bis es losgeht, aber bis dahin, muss ich mich in Geduld üben, denn die vietnamesischen Mühlen, mahlen bekanntlich nicht sonderlich schnell.. ;)
Ich freue mich, dass Veraenderung in Aussicht ist, auch wenn wir sehr an Hai Phong haengen und nur ungern diese Stadt verlassen um ins Wespennest Ha Noi überzusiedeln.
Für mich ist Hai Phong, in den letzten, mehr als vier Jahren wirklich neue Heimat geworden und ich habe meinen festen Platz in der Gesellschaft der Stadt gefunden. Das nun wieder aufzugeben, um nochmal neu anzufangen, ist gar nicht so unschmerzlich für mich. Ich liebe die Ursprünglichkeit die sich Hai Phong bewahrt hat und das gewisse Kleinstadtflair, dass seinen Charme ausmacht. Man kennt sich. Die Leute kennen mich und wissen um meine Geschichte und die teils laestigen "Frage und Antwort Spiele" über meine Person habe ich schon lang hinter mir und kann hier meinen Müll raustragen oder zum Einkaufen gehen, ohne dass mir 50 Leute ein "Hello" hinterher rufen, oder versuchen ein paar Saetze mit mir auf Englisch zu wechseln ;)
Getrübt wird die Vorfreude auf Neues auch dadurch, dass wir mindestens fürs Erste unsere kleine Prinzessin zurücklassen müssen. :( Das ist etwas, was ich nie-, nie wollte, nachdem sie ja bereits in so jungen Jahren schon den Weggang ihrer leiblichen Mutter überwinden musste, bzw ihr ganzes Leben überwinden müssen wird. Fest steht allerdings, dass wir sie nachholen, sobald wir uns eingelebt haben und dort fest im Sattel sitzen, wenn sie das dann möchte.

Am 31. Januar steht nun ersteinmal ihr 11. Geburtstag an und die Vorfreude auf diesen Tag, ist selbstverstaendlich riesig bei ihr und ich möchte diese auch nicht trüben, indem sie erfaehrt, was da gerade in Planung ist. Deshalb habe ich der gesamten Familie -die in solchen Dingen nicht besonders sensibel ist- angewiesen, in Bi`s Gegenwart kein Sterbenswörtchen von Ha Noi zu erwaehnen.
Ich möchte das selbst mit ihr und ihrem Vater in Ruhe besprechen können und die Gelegenheit haben, ihr das auch schonend und quasi "kindgerecht" beizubringen. Ich war immer für sie da. Ihr wohl stand für mich von Anfang an im Mittelpunkt und allein darum schon, standen irgendwelche Deutschland-Plaene für mich immer ausser Frage. Es tut mir so leid, dass wir letztlich doch fortgehen, wenn auch mit der Möglichkeit, sie vorlaeufig wenigstens an den Wochenenden oder Schulferien zu uns zu nehmen und sie auch regelmaessig hier besuchen zu können. Im Grunde bleibt uns einfach keine andere Wahl, denn früher oder spaeter, wird mein Mann seine Stellung hier verlieren und weil das "früher oder spaeter" inzwischen schon eher lediglich ein "früher" geworden ist, sollten wir langsam aber sicher daran machen, uns für die Zukunft umzuorientieren und unseren Weg zu ebnen. In Hai Phong sind die Aussichten dafür einfach nicht mehr gut genug, bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in Vietnam.

Jetzt heisst es ohnehin erstmal abwarten und genug Geduld aufbringen, bis der Stein auch tatsaechlich ins Rollen kommt. Davor ist es sowieso zwecklos, die Pferde scheu zu machen..
Ich halte euch jedenfalls auf dem laufenden und sobald wir in Ha Noi waren und uns umgesehen haben, gibts natürlich auch ein paar schöne Bilder für euch, von der Wohnung und unserer vermutlich zukünftigen Umgebung. Drückt mir solange die Daumen, dass das Schicksal es gut mit uns meint und alles einigermaßen nach unseren Wünschen und Vorstellungen verlaeuft.
Ich hoffe auf euer Verstaendnis, dass hier auf dem Blog deshalb in letzter Zeit etwas tote Hose ist und verspreche euch aber für die Zukunft umso mehr spannende Infos und Bilder, was hier so los ist und wie sich alles entwickelt :)

Liebe Grüsse und euch allen ebenfalls viel Spannendes und die allerbesten Wünsche von uns für dieses neue Jahr!

Dienstag, 25. Dezember 2012

Frohe Weihnachten

Meine lieben Leserinnen und Leser,
ich wünsche euch allen und euren Familien und Liebsten ein wunderschönes und friedliches, glückliches Weihnachtsfest und ein paar herrliche Tage, die ihr hoffentlich im Kreise eurer Naechsten verbringen könnt.
Leider komme ich gerade nicht so richtig dazu, euch regelmaessig neue Geschichten, Nachrichten oder Erlebnisse zu posten.
Bei uns geht es gerade drunter und drüber. Wir stehen vor einigen weitreichenden Entscheidungen und sind gerade daran unser Haus zu verkaufen und haetten dann die Möglichkeit, eventuell nach Ha Noi zu gehen und dort nochmal ganz von vorne anzufangen.
Das waere eine ziemliche Umstellung und will gut überlegt sein.

Ich hoffe ihr versteht, dass ich deshalb nicht die Zeit und die nötige Ruhe für neue Eintraege finde.
Selbstverstaendlich werde ich euch aber sofort berichten, sobald es etwas neues gibt und versuche euch auch zwischendurch etwas auf dem laufenden zu halten.


Mein inzwischen 5.Fest fern von meinen Eltern und meinen Geschwistern habe ich darum dieses Jahr auch ausfallen lassen. Es kam einfach nicht die richtige Stimmung dazu auf, ein Weihnachtsfest auszurichten und so blieb der Baum dieses Jahr auch oben neben dem Ahnenaltar, wo auch die restliche Weihnachtsdeko liegt und auch die Kerzen auf dem Adventskranz blieben unangezündet.

Bis zur naechsten Adventszeit hat sich aber sicherlich alles wieder eingespielt und wir können unser Weihnachtsfest dann hoffentlich wieder in aller Ruhe und in neuen, schönen vier Waenden geniessen...
oder zur Abewechslung auch mal mit der Familie in Deutschland, was natürlich nach so langer Abewesenheit am allerschönsten waere.

Euch und euren Lieben aber trotzdem eine wunderschöne Zeit mit viel Liebe, vielen Leckereien und tollen Geschenken! Frohe Weihnachten euch allen! Ich melde mich bald zurück!

Viele liebe Grüsse

Eure Keo!

Dienstag, 4. Dezember 2012

Tragisches Unglück in Vĩnh Long

Bevor ich mich wieder dem Alltaeglichen zuwende, möchte ich euch kurz eine traurige Meldung nicht vorenthalten:

In der Provinz Vĩnh Long sind am 02.12 gegen Mittag vier kleine Kinder zwischen 6 und 11 Jahren von einem Blindgaenger ums Leben gekommen.
2 weitere arglose Kinder wurden schwer verletzt. Ebenso 2 Erwachsene.

Die Stelle, an der sich das Unglück ereignete
Laut einem vietnamesischen Online-Nachrichtenportal, fand Herr Nguyễn Văn Luật(49), bei Kanalarbeiten an seinem Haus eine Mörsergranate, die er in einem Bambusdickicht entsorgte.
Am Sonntag dann wurde im Haus von Herrn Nguyen`s Nachbarin zu einem Totengedenktag geladen, an dem sich nach Aussagen der Zeitung auch reichlich Besucher eingefunden hatten.

Ein Vater haelt seine tote Tochter in Armen
Als diese gerade beim Essen waren, gab es einen lauten Knall aus Richtung des Bambusdickichtes,
in dessen Naehe der elfjaehrige Nguyễn Hải Đăng, die siebenjaehrige Phạm Đăng Khoa und die erst 4 und 6 Jahre alten Nguyễn Thị Ngọc und Lê Minh Thành sowie der zwölfjaehrige Nguyễn Văn Trường und der fünfjaehrige Nguyễn Ngọc Duy nach Zeugenberichten gerade beim Spielen gesichtet worden waren.

Solch eine Mörsergranate löste die Explosin aus
Die 11, 7 und 4 Jahre alten Kinder waren auf der Stelle tot. Der 6 jaehrige Thành verstarb wenig spaeter im Krankenhaus.
 Zwei jeweils 42 Jahre alten Erwachsenen, die sich ebenfalls nahe der Explosion befunden hatten und die beiden 12 und 5 Jahre alten jungen überlebten die Detonation schwer verletzt.

Eltern, die um ihre toten Kinder trauern
Die Polizei versucht nun die naeheren Umstaende des aeusserst tragischen Unglückes zu ermitteln, um festzustellen, wie genau es zur Explosion kommen konnte.

Leider sind dies nicht die ersten Opfer von Blindgaengern seit Ende des Vietnamkrieges in den 1975iger Jahren. Seither mussten schon sage und schreibe rund 42.000(!) weitere Menschen ihr Leben lassen.

Bleibt lediglich zu hoffen, dass dies einer der letzten schrecklichen Unfaelle dieser Art sein wird. :(

(Bilderquelle: http://laodong.com.vn)

Montag, 3. Dezember 2012

Eine Geschichte aus "Scam City" zum 1.Advent ;)

Damals als ich unterrichtet habe, habe ich eine ganze Reihe anderer Auslaender hier kennengelernt,
von denen einige ebenfalls in Hai Phong geblieben sind und zu denen ich sporadischen Kontakt
(meist lediglich über Facebook) halte.

Die überwiegend "Jungs" beschweren sich allesamt regelmaessig darüber, wie extrem sie hier tagtaeglich abgezockt und ausgenommen werden.
Ich kann ihren Frust gut nachvollziehen - allerdings mangelt es mir entschieden an Mitgefühl diesen hauptsaechlich Amerikanern und Australiern, weil sie sich den Schuh meiner Meinung nach im Grunde leider selber anziehen müssen.

Erfahrungen wie ihre, naemlich im Normalfall zum Beispiel den 2-10-fachen Preis bei saemtlichen Waren zahlen zu müssen, Dienstleistungen, die -obwohl vorher abgemacht- am Ende doch wieder einen enormen und ausserordentlichen Preisanstieg erfahren und sich wiederholende Bittgesuche habe ich persönlich gar nicht, bis max. in meinen ersten Monaten hier gemacht.

Um genau zu sein, wurde ich exakt 2 Mal in meiner über 4-jaehrigen "Laufbahn" in Vietnam übers Ohr gehaun. Schuld war ich da selber, weil ich zum Ersten die Sprache noch nicht richtig konnte und zum Zweiten keine Ahnung von den verschiedenen Kosten und Preisen hatte.

So habe ich einmal in meinem ersten Jahr für eine Baby-Ananas, die den Einheimischen in der Regel lediglich um die 10.000 Dong kostet, 50.000 Tausend gezahlt, worüber ich mich hinterher tödlich aufgeregt habe (ich hab`s ja auch bis heute nicht vergessen) ;) und ein andermal wurde mir ebenfalls beim Einkaufen ein viel zu hoher Preis genannt.

Seither wird es aber nicht mal überhaupt erst versucht. Klappen würde es ohnehin nicht mehr, da ich die echten Preise zwischenzeitlich kenne, oder zumindest jemanden nach diesem Frage wenn was unklar ist, bevor ich mich zum Einkaufen bewege und ausserdem weil etwas für mich ganz wundervolles passiert ist und zwar das die Menschen mich dadurch, dass es mir gelungen ist die Sprache normal verstaendlich und fliessend zu sprechen, als gleichwertig betrachten.
Sie sehen in mir nach dem ersten Satz nicht mehr die wohlhabende "Tay" (Westlerin u. Allgemeinbegriff für alle Auslaender hier), die ja sowieso alle stinke-reich sind und die man deshalb ein bisschen ausnehmen kann, sondern jemanden ihres gleichen.

Das freut mich natürlich wenn ich ehrlich bin ungemein, denn wie man an den anderen Auslaendern bei mir in der Stadt sieht, ist das auch nach jahrelangen Aufenthalt hier nicht gleich selbstverstaendlich.
Die sind und bleiben einfach die "Tays", waehrend man mir einraeumt auch nur ein Mensch zu sein, der sich freut wenn er irgendwo vielleicht mal was sparen kann oder der auch nur normal seine Familie umsorgt und wie sie auch mal seine Sorgen und Nöte hat und für den nicht vermeintlich immer nur die Sonne scheint und der sein Geld vom Baum im Garten pflückt. ;)

Unser selbstgemachter Adventskranz

Das war durchaus nicht von Anbeginn so und ich weiss es druchaus zu schaetzen, dass man mich nun zu schaetzen weiss, weil ich mir als eine der wenigen die Mühe gemacht habe um die Sprache wirklich zu erlernen um einen echten Zugang zu den Leuten in meiner Stadt zu finden.

Waehrend für die anderen, nach eigenen Aussagen jeder Tag aufs Neue wieder wie ein Spiessrutenlauf erscheint und sie sich die ganze Woche über abplagen und herumaergern müssen, weil man sie eins ums andere Mal über den Tisch zieht und abzockt wo`s nur geht, sammle ich in regelmaessigen Abstaenden fortlaufend neue, schöne Erfahrungen, die mir ein Gefühl der Zugehörigkeit und gegenseitigen Anerkennung und Sympathie vermitteln.

Allein von gestern kann ich bereits 2 Beispiele nennen. Die erste Geschichte ereignete sich auf der Post.
Schon vorgestern gabs von der einen Anruf, eines unserer Paeckchen waere da. Mein Mann ist also hin und wollte es abholen, aber es war plötzlich nirgends mehr zu finden und er musste unverrichteter Dinge wieder abziehen. Weil es sowieso ursprünglich hiess, dass wir es gestern gegen 8 Uhr Morgens holen sollten, bin ich dann gestern alleine nochmal hingefahren um zu sehen ob ich es eben jetzt bekomme.

Nach Benennung des Namens und der Anschrift, dem Herkunftsland des Paeckchens und dem zeigen unserer Ausweise ging die Dame hinterm Schalter kurz suchen und kam etwas ratlos zurück, weil da nichts zu finden war. Für alle anderen waere vermutlich an dieser Stelle dann Schluss gewesen.
Bei uns ist "nicht da" eigentlich ein "nicht da" und fertig. Riesige Umstaende oder grossartige Mühe macht man sich hier sonst für gewöhnlich danach eigentlich nicht mehr.

Auf meine Auskunft das es den Tag zuvor allerdings schon hiess es sei da und mein enttaeuschtes und ratloses Gesicht, schien sich jedoch was zu regen in ihr und sie überlegte fieberhaft, was man noch tun könnte. daraufhin schickte sie mich in den "Sicherheitsbereich" im Hinterhof der Post, wo mir zunaechst ein erfreuter Wachmann den Weg wies und ich anschliessend vor diesmal rund 20- und erstaunten Gesichtern stand. :)

Dieser Bereich ist für Kunden wohl eher nicht der übliche Aufenthaltsbereich - schon gar nicht für "Kartoffeln" :) Ich brachte kurz mein Anliegen vor und es wurde sich ebenfalls anfaenglich kurz auf die erneut auf die Suche gemacht. Unterdessen wurde ich mit Frage durchlöchert und meine Haare bestaunt, mein "unglaubliches" Vietnamesisch wurde gelobt und ein kleiner Verkupplungsversuch gestartet, der aber ein jaehes Ende fand, als ich von meinem Mann und meiner Tochter erzaehlte.

Das Paeckchen allerdings, war nach wie vor unauffindbar. Scheinbar wollte man mich aber nicht so geknickt wieder nach Hause schicken und man versuchte gemeinsam herauszufinden, was schief gelaufen sein- und wo das Ding denn nun letztlich stecken könnte.
Ganzes Szenarion übrigens bereits Samstag Mittags, wo eigentlich schon lang Feierabend in dieser Abteilung ist in Sachen Kundenservice.
Zudem erstreckte sich die Suchaktion inzwischen schon über eine gute halbe Stunde.

Wer von euch den vietnamesischen Beamtenverkehr kennt, weiss das so viel Engagement mit Sicherheit nicht die Norm ist - erst recht nicht ohne das im Vorfeld ein paar Scheinchen den Besitzer gewechselt haben.
Der interessante "smalltalk" mit einer echten vietnamesischsprachigen Deutschen war scheins Entlohnung genug.

Und endlich, tatsaechlich: zauberte eine Angestellte das Paeckchen nach einer weiteren Rückversicherung über Namen und Adresse, das von mir heiss ersehnte Paket aus einem Schrank hervor, als sie realisierte, dass sich vielleicht ein Fehler in der Anschrift eingeschlichen haben könnte.
Dem war auch wirklich so. Statt der richtigen Hausnummer 7/101 hatte meine Mama versehentlich nur eine 7/10 geschrieben, was bei einer Strasselaenge wie der unseren jedoch gleich einen Unterschied von einem ganzen Stadtteil ausmacht.

Allein der unüblichen Hilfsbereitschaft des Personals ist es zu verdenken, dass meine Post nicht in den weiten Gefilden des Postamtes auf nimmer Wiedersehen verschütt gegangen ist.

Am spaeten Nachmittag bin ich an diesem Tag noch einen Film kaufen gegangen.
Eine einzelne DVD kostet bei uns 10.000 Dong. bezahlt habe ich vermeintlich mit einem 50.000 Tausend Dong Schein. Ich war schon wieder auf der Strasse und wollte gerade aufs Motorrad steigen, als mir der noch recht junge winkend nachgelaufen kam und mir meinen 50.000er Schein zurückgab.
Als ich ihn etwas verdutzt angesehen habe, da er mir bereits zuvor ja schon das passende Rückgeld von 40.000 Dong gegeben hatte, zeigte er mir einen zweiten 50ig Tausender Schein und meinte dann, dass da zwei Scheine von mir zusammengeklebt waren.
Ich bedankte mich überschwaenglich für seine Ehrlichkeit und fuhr ein weiters Mal mit einem Laecheln auf dem Gesicht nach Hause. Haette er nichts gesagt, waere mir das im Leben nicht aufgefallen und er haette sich ein dickes "Trinkgeld" dazu verdient.

Die Menschen hier sind also bei weitem nicht diese gierigen, skurpellosen Abzocker, die einem auch noch das letzte Hemd ausziehen würden, so wie fast all meine "Mitstreiter" sie bezeichnen.
Wenn man bereit ist sich wirklich auf die Leute hier einzulassen und sich die Mühe macht, ihre Sprache zu lernen und die Flinte eben nicht nach ein paar gescheiterten Versuchen, der zugegeben für westliche Zungen doch sehr schweren Sprache zu erlernen, bekommt man mit der Zeit unglaublich- oder besser unbezahlbar viel von den Menschen Vietnams zurück!

Morgen will ich übrigens etwas verspaetet einen neuen Adventskalender für meine kleine Prinzessin basteln,
nachdem ich eine recht schöne Bastelidee gesehen habe und der, den ich Bi vor einigen Jahren gemacht hab, ist wenn ich ehrlich bin kein wahrhaft künstlerisches Meisterwerk geworden :)

Obwohl er -wenn man bedenkt, dass es mein erster Versuch war- gar nicht sooooo übel geworden ist,
dafür das er aus rosa Mülltüten zusammengeschnibbelt wurde ;)

Drückt mir die Daumen, dass der Neue diesmal was ordentliches wird.
Sollte er das, dann gibts für euch zur Belohnung fürs Daumen drücken  auch ein paar Fotos des fertigen Kalenders mit der passenden Bastelanleitung von mir dazu, damit ihr ihn naechstes Jahr nachbasteln könnt, falls er euch gefaellt. :)

In dem Sinne..Alles Liebe von mir für euch und eure Familien an diesem frostigen 1.Advent.

P.s.: Hier findet ihr übrigens eine kurze Mitteilung über die Problematik mit der Verschleppung junger Maedchen und Frauen als Braeute nach China, über das ihr hier ausführlich lesen konntet. Die Nachricht darüber findet ihr unter hier.

Samstag, 1. Dezember 2012

Sind wir nicht alle ein bisschen kaeuflich?! :)

Hallo meine Lieben,
ich hoffe ihr seid nicht allzu erschreckt, beim Anblick des neuen, grossen, animierten Werbebanners auf der Seite. Keine Angst, ich pflastere euch künftig auch nicht mit Werbung auf dem Blog zu.
Dieser Link zu einem Online-Asiashop wird wohl die Ausnahme bleiben.

Das Sortiment und die Angebote auf "ASIATASTY.DE" haben mich allerdings überzeugt und ich denke,
dass sicher der eine oder andere von euch diesen Link ganz gut gebrauchen kann und nützlich findet,
da der Shop Waren aus Vietnam und vielen anderen asiatischen Laendern importiert und bequem und wie ich finde auch recht kostengünstig zu euch nach Hause liefert.

Nicht jeder hat einen Asiamarkt in der naeheren Umgebung, oder das Sortiment in diesem laesst ein wenig zu wünschen übrig. Da ist der Online-Shop von "Asiatasty" glaube ich eine ganz gute Alternative.

Die bieten euch saemtliche Marken an, die das Herz begehrt. Von vietnamesischen Kaffees (selbstverstaendlich auch die No 1 unter den Kaffees aus Vietnam: Trung Nguyen), Tees, frischen, fertigen und eingelegten Lebensmitteln über Meeresfrüchte, Geschenk-und Dekorationsartikel und jede Menge Dingen, die man zum zubereiten und kochen in der asiatischer Küche braucht.

Kuckt am besten einfach selber mal rein.
Die meisten Artikel werden auf Nachfrage auch extra für euch mit ins Sortiment genommen oder befinden sich bereits in diesem und sind lediglich noch nicht mit auf der Seite verzeichnet, weil das Warenangebot staendig erweitert wird.

Ihr könnt dem Anbieter hier einfach kurz eine Email schicken und bekommt dann auch umgehend Antwort, falls ihr euch nicht sicher seid, ob der Shop das von euch gesuchte führt.

Vielleicht ist die Seite ja auch eure Rettung und der eine oder andere findet dort noch ein passendes Geschenk für Weihnachten :)

Schaut euch einfach mal um und sagt mir, wie ihr die Seite findet:

http://asiatasty.de/

Viel Spass euch beim stöbern und finden und einen guten Start ins Wochenende :)

Freitag, 30. November 2012

In geheimer Mission ;)

Eben war ich wie so oft auf der Bank und wie so manch anderes Mal auch,
fielen mir erneut ein bis zwei andere Kunden "in geheimer Mission" auf. ;)

In geheimer Mission heisst soviel wie sie haben Tüten voll Geld dabei,
dass sie abzaehlen und auf irgendwelche Konten einzahlen lassen.

Das Obskure an diesen Begegnungen sind stets: schwarze Plastik-Einkaufstaschen,
da jeder, aber auch wirklich JEDER, der in Vietnam vorhat viel (und damit meine ich wirklich
viel - sprich-bzw wortwörtlich ganze Berge voll Geld) Bares auf die Bank zu bringen,
tut dies in dieser mehr schlechten als rechten Tarnung, da wie gesagt JEDER das so macht!

Komplett entgegen der eigentlich beabsichtigten Wirkung das Geld so zu transportieren,
dass am besten niemand mitbekommt, dass man da gerade eine hohe Summe unterm Arm geklemmt hat,
ist ein Vietnamese mit schwarzer Plastiktüte unterm Arm demnach wie eine überdimensionale Leuchtreklame die in blinkenden Laettern: "Achtung! Hier wird gerade eine unvorstellbar grosse Summe Bares transportiert!", für alle projeziert.

Es scheint jedoch sehr, sehr schwierig zu sein, aus diesem gewohnten Verhaltensmuster auszubrechen und grössere Betraege einfach in ein anderes Transportbehaeltnis zu packen. :)

Um die "Tarnung" perfekt zu machen, wird die schwarze Tasche zudem noch dicht an den Körper gepresst, mit beiden Armen fest umklammert und sich aengstlichen Blickes, hastig und nervös nach allen Seiten umgesehen. Ein wahres Eldorado für Taschendiebe und Kleinkriminelle ;)

Die Bankangestellte war dann auch hoch erfreut mich nach einer laengeren Pause einmal wiederzusehen und sie erkundigte sich freundlich wo ich so lange gesteckt hatte.
Wir kennen uns inzwischen schon und sind uns nicht ganz unsympathisch. Die Sympathie beruht wohl auch auf saemtliche der etwas aelteren Damen in den Chefsesseln, denn jedes Mal wenn ich die Bank betrete, komme ich mir vor wie in einer Vermittlungsagentur und mir werden etliche Söhne und Neffen feil geboten und alle stossen immer ein lautes, enttaeuschte "oooh wie schade" aus, wenn sie daran erinnert werden, dass ich bereits glücklich verheiratet und Mutter eines wundervollen Maedchens bin.

Jedenfalls ist mein Ego jedesmal gleich ein Stückchen gewachsen, wenn ich die Bank wieder verlasse und ich fühle mich richtig wohl :)
Vielleicht sollte ich künftig für einen guten Start in den Tag nach dem Aufstehen erstmal kurz in diesem Geldinstitut vorbeischaun ;)

Nach einem kurzen Plaeuschchen und dem taetigen der Bankgeschaefte für die ich ja eigentlich gekommen war, kam dann mein persönlicher kleiner Renner: Die berüchtigte Tuppa-Box.
Die gibt es schon eine ganze Weile lang. Sicherlich bald über ein Jahr für jeglichen Kram, den ich dort erledige, als Werbegeschenk.
Keine Ahnung, warum, wieso, weshalb, aber ich habe zwischenzeitlich an die 6-7 Stück bei mir Zuhause angesammelt und konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, als die nette Angestellte heute erneut damit ankam.

Als sie mein Gesicht sah, blickte sie kurz auf die runde, gut verschliessbare Plastikbox in ihrer Hand und musste dann selbst grinsen wie ein Honigkuchenpferd und meinte dann: "Na, wieviele hast du denn schon? Ich finde die ganz toll."
"Bei mir sind bereits saemtliche Gegenstaende, die es gibt darin verpackt. Kaffe, Zucker, Cd`s (die Form passt pefekt), Teebeutel, einfach alles. Ich sammle noch ein paar und fange dann an, sie zu verkaufen! :)" war meine lachende Antwort. "Wenn du möchtest, darfst du sie gerne haben" bot ich ihr daraufhin an.
Sie sah mich freudig erstaunt an und fragte: "Wirklich, meinst du das ernst?"
"Na klar. Behalte sie ruhig, wenn sie dir so gut gefallen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich ehrlich gesagt nur wegen der Tuppaboxen herkomme. Ich bitte zu jeder Gelegenheit die sich mir bietet meine Schwiegermutter mich ihre Bankangelegenheiten regeln zu lassen und frage so oft es geht bei meiner Familie in Deutschland nach, ob sie mir nicht ein bisschen Geld überweisen können, damit ich herkommen und so ne Tuppabox abstauben kann."

Das wir beide uns da gerade so köstlich amüsierten blieb auch den anderen Arbeiterinnen nicht verborgen (irgendwie arbeiten in Banken ausschliesslich Frauen) und neugierig informierten sie sich, was wir denn so komisch finden würden. Danach bog sich das gesamte Personal lachend in seinen Sesseln und auch meine "Mitstreiter" in geheimer Mission lockerten den angespannten Griff um ihre schwarzen Tüten etwas und entschlossen sich schliesslich ebenfalls zu einem leicht irritierten Laecheln..

Schön zu sehen, dass selbst ein so gewöhnlicher Gang zur Bank einem den ganzen restlichen Tag versüßen kann! In dem Sinne wünsche ich auch euch heute einen wundervollen Tag den ihr hoffentlich ebenfalls mit einem Laecheln auf dem Gesicht verbringen könnt.