Willkommen auf meinem Blog

Auf dieser Seite findet ihr -in den verschiedenen Rubriken unter dem Titelbild- viele nützliche Infos rund um das Thema Vietnam und zudem jede Menge lustig-bis spannende Anekdoten aus meinem Alltag, als Schwiegertochter einer vietnamesischen Familie..
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Samstag, 20. Juni 2015

Wissen ist Macht - Kiến thức là quyền lực

Eine alte Weissheit bewahrheitet sich seit geraumer Zeit in
meiner Wahlheimat und schafft einen schier unglaublichen
Wandel!

Noch vor wenigen Jahren, als ich die ersten Male im Land
war, war es Gang und Gebe, dass die Bevoelkerung sich
vor einer aeusserst korrupten und wilkuerlichen Polizei
duckte, die wie am Fliessband Motorraeder einkassierte,
die man hinterher freikaufen musste und die gerne auch
mal die ein oder andere Schelle verteilte...



Aber wie alles andere in Viet Nam, hat sich auch dieses
Bild komplett gewandelt und solche Vorgaenge und Bilder
sind heute eher die Ausnahme.

Was fuer Vorgaenge und Bilder derzeit hingegen viral die
Runde machen und "en masse" auf Youtube und Co zu
finden sind, sind selbstgedrehte Videos von aufgebrachten
Buergern, die -angehalten von der Verkehrspolizei-
(kurz CSGT= Cảnh Sát Giao Thông) wie wild mit irgend-
welchen Paragraphen, Beschluessen und Gesetzen um sich
werfen und auf ihr Recht pochen.

Welches sie -und dass ist das fuer mich sehr beeindruck-
ende daran- zwischenzeitlich in der Regel am Ende auch
bekommen! Die Polizei gibt mittlerweile meist klein bei
wenn sie merkt, dass sie im Unrecht ist und der
Aufgehaltene ueber sein Recht bescheid weiss und dies
auch wortgewandt zum Ausdruck bringt.


Ins Rollen gebracht hat diesen Wandel einzig und allein das
vietnamesische Volk, dass einer ueber die Straenge geschla-
genen Exekutive ueberdruessig geworden war und anfing
sich dagegen zu wehren.
Etwas, wovon Deutschland mit seinen lethargischen Ein-
wohnern bestimmt noch laaaange, laaange nur traeumen
kann.. >:)

Im Viet Nam von Heute muss kaum noch jemand fuerchten,
dass er mit einem Knueppel vom Motorrad geholt wird oder
voellig grundlos irgendwelche Scheine ihren Besitzer
wechseln.

Die Polizei im modernen Viet Nam gruesst und traegt die
Beweispflicht am Vergehen des Beschuldigten. Natuerlich
ist das Ganze noch verbesserungsbeduerftig, aber nicht
einmal hier - in einem Land das binnen Kuerze so viel
an positiver Veraenderung und Fortschritt hingelegt hat,
geht sowas ueber Nacht.

 
Doch jetzt, wo das Wissen und Handeln der Bevoelkerung
eine Reformation der Polizei ins Leben gerufen hat,
sollte vielleicht auch die Bevoelkerung selbst an sich
arbeiten und selbst lernen, sich ans geltende Recht und
Gesetze zu halten und beispielsweise bei Rot auch wirklich
stehen zu bleiben, nicht mehr in den Gegenverkehr zu
fahren, weil dort die Spur gerade frei ist, sich
anzuschnallen, oder in Einbahnstrassen auch die
vorgegebene Richtung einzuhalten etc.. ;)

Und: wer Recht haben will, sollte auch im Recht sein! ;)
Viele debattieren voellig gegenstandslos obwohl sie
tatsaechlich gegen eine Regel verstossen haben und
stellen ihre Aufnahmen danach stolz ins Netz und teilen
sie auf den Social Media Plattformen. Hierfuer kassieren
sie jedoch nicht selten "regelrechte" Shitstorms wie man
so schoen sagt von ihren Mitmenschen.

Auch die "der Bruder vom Schwager meines Vaters ist der
oberste So-und-so"-Typen, die bisweilen durch Ansehen,
Reichtum, Beziehungen oder aehnlichen, etwaigen Re-
pressalien entgangen sind, sollten sich kuenftig warm
anziehen, denn eine Polizei die absolut gesetzmaessig
handelt, wird nicht nur ihre negativen Eigenschaften ein-
stellen, sondern auch die, die fuer einige Buerger der
besser gestellten Bevoelkerungsschicht durchaus recht
positiv zu bewerten waren.


Diese mussten naemlich fuer gewoehnlich lediglich einen
Namen nennen, einen Anruf taetigen oder einen Rang
angeben und wurden dann mit einer "Entschuldigung fuer
die Stoerung", unbehelligt weitergeleitet.
Allerdings war dies wie gesagt nur den bessergestellten
vorbehalten und trotz allem eine Ungerechtigkeit, die
jedoch ebenso schon bald der Vergangenheit angehoeren
wird.

Ich ziehe tief meinen Hut vor den stetigen Veraenderungen
und Neuerungen, die Viet Nam jeden Tag auf's neue durch-
laeuft und bin stolz darauf zu sehen, wie viel Aktionismus
dabei auch die Bevoelkerung selbst an den Tag legt und
wie aktiv sie sich daran beteiligt, dass das Viet Nam von
Morgen auch ihren Wuenschen und Vorstellungen fuer das
Land und dem Miteinander der Menschen darin entspricht.

Die Polizei dein Freund und Helfer...in meiner Wahlheimat
kein allzu weiter Weg mehr..

Mittwoch, 11. Juni 2014

Das Ende der grossen Pause

Die war diesmal aus gutem Grunde: Die Gesundheit laesst die
letzte Zeit bei mir naemlich sehr zu wuenschen uebrig.
Im Moment lasse ich wirklich nichts aus. So habe ich mich
beispielsweise wochenlang von einem ziemlich widerlichen Virus
niederstrecken lassen-, mir den Finger gefaehrlich tief aufgeschnitten-,
und meine neueste "Errungenschaft" aus der Sammlung illustrer
Krankheiten und koerperliche Einschraenkungen ist eine gleicher-
massen (entschuldigt bitte das fehlende, scharfe "s") schmerzhafte-, wie
laestige-, bakteriell-bedingte Mittelohrentzuendung. (yeeeeeey!!) :) :)

Diese zieht sich wie der Virus zuvor schon seit einigen Tagen hin und
beeintraechtigt mein Allgemeinempfinden immens, da ich kaum etwas
hoere und ein permanentes Gefuehl von "raschelnder" Watte im Ohr habe.
Ihr wisst schon..so wie wenn man nach dem Baden Wasser im Ohr hat.
(Selbstverstaendlich nur vieeeel, vieeeel schlimmer!) ;)

Dieser miese, miese Umstand macht mich gelinde gesagt so wahnsinnig,
dass ich mich zwischenzeitlich sogar verhalte wie ein Mann-, sprich:
ich heule und jammere was das Zeug haelt -und das haelt derzeit
ununterbrochen (sehr zum leidwesen des echten Mannes im
Hause nebenbei bemerkt) ;) Waere ich nicht so sehr damit beschaeftigt
mich selbst zu bemittleiden, wuerde er mir richtig leidtun, der Arme..

Nicht einmal den alljaehrlichen -leider stets sehr kurzen- Besuch meiner
geliebten Mama habe ich diesmal unbeschadet ueberstanden. :(
Auch da lag ich bereits mit fortwaehrenden Schuettelfrost, Fieberschueben,
Schmerzen in der Leber (sofern die da tatsaechlich sitzt) ;) , Appetitverlust,
trockenem Mund, usw...usf.., flach und konnte nur schwerlich aufrecht
sitzen. Das hat dazu gefuehrt, dass meine Mama sich das Gro' der Zeit
allein mit ihrer Freundin (die sie gluecklicherweise mit dabei hatte)
durchschlagen musste.

Zumindest hatte dies den entscheidenden Vorteil, dass meine Mama auf
diese Weise Dinge sehen- und selbst erleben konnte, die sie unter unserer
"Aufsicht" so sonst nie zu Gesicht bekommen-, oder erfahren haette.
Denn fuer gewoehnlich bringen wir meine Leute von A nach B, versorgen
sie rundum und besonders mein Mann gibt sich normalerweise die grosste
Muehe, sie vor allen moeglichen Anblicken abzuschirmen, die wie er meint
nicht fuer ihre -oder im allgemeinen westliche Augen bestimmt sind.
Er ist da ein wenig eigen was seiner Auffassung nach unschoene Eindruecke
fuer andere sind..

Jedenfalls haben wir ihnen durch all dies ueber die Jahre aber scheinbar das
Gefuehl vermittelt, sie koennten hier keinen Schritt ohne uns tun.
-Ist natuerlich voelliger Quatsch! Warum auch nicht. Schon seit jahr-
zehnte stroemen -einzig mit Rucksack u. Reisefuehrer bewaffnete-,
ansonsten aber mindestens genauso "aufgeschmissene" Touristen ins Land,
deren Sprachkennstnisse ebenso wie die meiner Familie gerademal auf ein
"ich hab Hunger", "ich hab Durst", "Hallo" und "wie geht es dir"
 hinauslaufen. Wenn selbst solche Leute hier ueberleben-, sich sogar eigen-
staendig von Ha Noi bis runter nach Sai Gon durchschlagen koennen, dann
muessten laut Adam Ries(e) meine Leute ja wenigstens im Stande dazu sein,
sich hier gleich gegenueber allein ein Baguette kaufen zu gehen ;)

Was, -wie der etwas ungewollte, diesjaherige "Abenteuerurlaub" meiner
Mutter gezeigt hat-, im Uebrigen auch ganz wunderbar klappt. Komplett
ohne Tote, ohne Verletzte. Niemand wurde ausgeraubt und keiner ueberfallen
 oder aufs Kreuz gelegt. (Ich glaube so sagen wir in Bayern fuer "ueber den
Tisch ziehen", "auf's Ohr hauen" oder einfach jemanden reinlegen.)

Achtung Insider: "Macht ihr den Laden heut nochmal auf?!" ;)
Und so hat meine Mama diese Jahr im Grunde zum ersten Mal das echte
Leben in Viet Nam gesehen. Anders als Tungs Befuerchtungen:
Es hat ihr riiiichtig, riiiichtig gut gefallen!
Zum ersten Mal ist sie mit Farbe aus ihrem Urlaub bei uns gekommen.
(War das Resultat der unzaehligen -zu Fuss zurueckgelegten- Kilometer
aufgrund meiner krankheitsbedingten "Motorrad-Lenkens-Intoleranz" ).
Sie hat Kontakte zu meinen Nachbarn geknuepft (die noch nicht mal
Tung und ich haben) und zarte Marktfreundschaften geknuepft.
Kein Mensch hat versucht sie abzuzocken (worueber ich mich insgeheim
am meisten freue, da Abzocke bei anderen Expats, die genau wie ich
schon lange Zeit hier leben, offensichtlich an der Tagesordnung zu sein
scheint.

Geschieht denen aber ehrlich gesagt recht, denn wer so viele Jahre in
einem anderen Land lebt und sich dann nichtmal die Muehe macht ein
ordentlich-verstaendliches"Xin Chao" (geschweige den Hoeheres) auf
die Reihe zu kriegen, der wuerde von mir persoenlich auch (achtung
die eben gelernte-, bayerische Passage folgt) uebers Kreuz gelegt werden!
Jawoi'! Kreiz'kruazi'fix'nochamoi! So schaugts' naemi' aus!
(Ebenfalls eine bayerische Passage die sich jedoch aus Gruenden des
Jugendschutzgesetzes nicht uebersetzen laesst)      
Der diesjaehrige Aufenthalt hat jedenfalls betraechtlich dazu beigetragen,
dass meine Mama sich ein Leben hier bei uns immer mehr vorstellen kann.
Das waere natuerlich unser groesster Wunschtraum, der dann in Erfuellung
ginge. Heute haben wir uns sogar schon darueber unterhalten, welche
Maschine Mama denn dann kuenftig unter den Hintern kriegen
wuerde, weil da hat sie sich bei diesem Urlaub auch gemacht. :)

Waehrend sie bei ihrer ersten Reise zu uns stocksteif und angstverspannt
hinter mir auf dem "Sozius" sass und ausser verkniffenen "Aaahs" und
"Oooohs -das war jetzt aber knapp", keinen Ton ueber die Lippen gebracht
hat, ging das heuer ohne weitere, nennenswerten Verhaltensauffaelligkeiten
von statten. Teilweise hat Mama nicht mal noch registriert, dass wir
gerade auf dem Zweirad mitten durch den Feierabendverkehr duesen-
und mir darum munter und realaxed sitzend, irgendwelche Geschichten
erzaehlt. Falschfahrer, Gegenverkehr, falsch gesetzte Blinker und fast-
Zusammenstoesse dabei voellig ausser Acht lassend.  :))

So nun bin ich etwas abgeschweift, war der eigentliche Zweck des heutigen
Beitrages doch urspruenglich euch lediglich von den Gruenden der letzten,
langen Abwesenheitsperiode in Kenntnis zu setzen.. ;)

Ereignet hat sich auf alle Faelle trotz Krankheit eine ganze Menge in der
Zwischenzeit. Von daher gilt fuer den aktuellen Blogeintrag:

To be continued soon....

(Ich nehm' jetzt aber erstmal meine Litanei an Arzneien. Darunter zum X-
ten Male irgendein Antibiotika, dass ich klugerweise durch die Start-
einnahme um 13 Uhr Mittags plus der 12-Stunden Faustregel die fuer
Antibiotika in der Regel gilt, folglich immer erst um 1 Uhr nachts
einwerfen kann. Wo ich jedoch schon eine gute Dreiviertelstunde drueber
bin, weil ich mich nach so langer Blogpause heute restlos mit euch
verplappert hab..) ;)

Fuer all diejenigen, die's bis hierher geschafft haben: euer Durchhaltever-
moegen ist bemerkenswert! Habt ne gute Nacht und eine schoene restliche
Woche. Geniesst die hochsommerlichen Temperaturen (der Winter kommt
frueh genug wieder!) und: auf bald ihr Lieben und treuesten Leser, die ein
so unzuverlaessiger Blogschreiber wie ich ueberhaupt haben kann!

P.s.: Dickes Ehrenwort das irgendeiner der kommenden Beitraege endlich
auch die Bilder unseres neuen Zuhauses beinhalten wird!

Over und out aus Hai Phong (bei schlappen 28 von 34 Grad Deutsch) ;) :p

Mittwoch, 20. März 2013

Der grausame Tod zweier Studentinnen (Wichtig: dieser Beitrag ist nicht für Kinder u.Jugendliche geeignet!)

Hallo ihr Lieben,

(Hinweis: Dieser Beitrag enthaelt Medien -Fotos und Videos-, die nicht für Kinder,
Jugendliche oder zart beseitete Personen geeignet sind, da auf ihnen getötete 
Personen und Leichenteile fast völlig unzensiert zu sehen sind!)

der Fall von dem ich euch heute berichte, liegt zwar schon rund 2 Wochen zurück,
trotzdem möchte ich euch diese Sache nicht vorenthalten, denn grausame Unfaelle
wie dieser sind hier leider nach wie vor an der Tagesordnung.

Regelmaessig kommt es zu Unfaellen mit Transportern
Besonders macht die Geschichte für mich die Tatsache, dass sie sich an einer Stelle
ereignete,die mir aeusserst gut bekannt ist, da ich sie selbst haeufig befahre und sie
zudem zwei blutjungen Maedchen widerfuhr, die scheinbar einige meiner Freunde
kannten.

Die Strasse ist gesaeumt von Rosenblaettern..
Haette ich das nicht als Auswahlkriterium gewaehlt, gaebe es eine ganze Reihe
anderer Fallbeispiele.Youtube ist voll mit solchen- oder aehnlichen Clips in denen
es Vater und Sohn, Mutter und Tochter, oder wie hier 2 Freundinnen oder Freunde
erwischt hat.

Die beiden Maedchen hatten keine Chance..
Trẩn Thị Hoa und Trần Thị Trang, beide erst zarte 20 und aufgewachsen in Nam Định,
studierten zur Zeit als sich die Tragödie ereignete beide an der Universitaet in
Hải Phòng. In den frühen Morgenstunden, des 07. Maerz diesen Jahres befanden sie
sich gerade auf dem Rückweg ihres Besuches vom "Đằng Hải"-Blumenmarkt im
Bezirk "Hải An", bei dem sie eben ein paar der schon rar gewordenen Rosenstraeusse
erworben hatten, um diese Tags darauf, am "Ngày Quốc Tế Phụ Nữ"
(dem Welt-Frauentag) zu verkaufen.

Nach fast 4 Stunden wurde der LkW mit einem Kran angehoben um die 2.Leiche zu bergen
Damit, so hatten sich die zwei aus aermeren Verhaeltnissen stammenden Maedchen
erhofft, würden sie für sich und ihre Familien, ein paar Dong hinzuverdienen können.
Doch dazu kam es leider nicht mehr, denn als sie kurz vor der Kreuzung
Nguyễn Bỉnh Khiêm-/Lê Hồng Phong Strasse-, in unmittelbarer Naehe des Big C-
Centers waren, schlug das Schicksal gnadenlos zu.



Falls das Video bei euch nicht angezeigt wird, könnt ihr es evtl. unter: http://www.facebook.com/photo.php?v=354840027954559 sehen

Ein LkW, beladen mit einem 40 Fuß-umfassenden Container erfasste das Motorrad
der beiden Freundinnen. Sie gerieten unter die riesigen Raeder des knapp 100 Tonnen
schweren Gefaehrtes-, wurden laut Aussage der Polizei dann rund 50 Meter weit
mitgeschliffen und waren auf der Stelle tot.

Nur wenige Tage vor ihrem Tod
Die maechtigen Reifen zerquetschten ihre Rippen, zermalmten buchstaeblich ihre
Schaedel und trennten sogar einer von ihnen einen Arm ab.
Beim Zusammenstoß mit einem so übermaechtigen "Gegner", kann selbst der beste
Helm der Welt nichts mehr bezwecken.

Sie wurde nur 20 Jahre alt: Trẩn Thị Hoa
Besonders tragisch ist der Umstand, dass der ebenfalls noch sehr junge Fahrer des
Transporters, Cao Huy  Hoàng (27), die Maedchen Hoa und Trang  in einem Bereich
der Strasse überfuhr, in dem er mit dem Lastwagen eigentlich überhaupt nichts zu
suchen gehabt haette, da dieser dem Zweiradverkehr vorbehalten- und für Personen-und Lastkraftwagen gesperrt ist.

Brutal aus dem Leben gerissen
Zudem fuhr er mit überhöhter Geschwindigkeit und hatte zu allem Überfluss
scheinbar nicht einmal einen Führerschein, weshalb dieser Fall mit Sicherheit auch
besonders streng geahndet wird. Das es genau an dieser Kreuzung und dem
unmittelbar folgenden Kreisverkehr in regelmaessigen Abstaenden zu vergleichbaren
Unfaellen kommt, dürfte auf das Strafmaß allerdings keinen Einfluss haben.

Die Umstehenden haben Raeucherstaebchen für die Toten entfacht
In einer Mitteilung auf Facebook ist von mind. 290 Mio. Đồng die Rede, die er
zusaetzlich zu einer vermutlich sehr hohen Haftstrafe jeweils -als sogenannten
"Ausgleich"- an die Familien seiner Opfer entrichten müssen wird.

Der Schaedel ist völlig zermahlen, gegen die schweren Reifen hatten die Maedchen keine Chance
Umgerechnet waeren das immerhin mehr als 20.000 Euro und das ist ein Betrag,
den bestimmt weder er, noch seine Angehörigen auf der hohen Kante haben.

Die Trauerfeier für Trẩn Thị Hoa
Hoa und Trang, die beide dem christlichen Glauben angehörten und die erst wenige
Tage vor ihrem grausamen Tod auf einem Ausflug noch ein gemeinsames
Erinnerungsfoto geschossen hatten, wurden bereits kurze Zeit nach dem
bedauerlichen Unfall beigesetzt.

Mittwoch, 21. November 2012

Allein fahren verboten! ;)

Auf vietnams Strassen gibt es ein neues Verbot und das heisst: Alleine fahren!

Wer keinen Sozius hat muss demnach zumindest waehrend der "Rush-hour" und in der Innenstadt damit rechnen angehalten zu werden und eine Strafe zu kassieren.

Der Hintergrund der sich hinter dieser Aktion verbirgt ist eigentlich gar nicht so schlecht gedacht.
Auf diese Weise sollen naemlich beispielsweise Studenten, Arbeitskollegen usw dazu gebracht werden, sich künftig zu Fahrgemeinschaften zusammen zu schliessen.

So ist`s künftig falsch (Bildquelle: http://giadinh.net.vn)
Wer schon mal zu Stosszeiten auf den Strassen der Grossstaedte unterwegs war wird verstehen welchen Nutzen das Ganze haben soll.
So will man versuchen die Vielzahl an Motorraedern einzudaemmen, auf denen jeweils nur eine Person pro Maschine sitzt.

In der Theorie nicht schlecht. In der Praxis wird dies allerdings meiner Meinung nach nur schwerlich umzusetzen sein, was auch die ersten Kommentare zum Thema in den diversen vietnamesisch sprachigen
Foren unterstreichen.

Da ist beispielsweise davon die Rede, dass sich der Dienstleistungssektor nun sicherlich bald um einen "Rent a Mitfahrer"-Service erweitern wird, oder es bestimmt bald Puppen zum umschnallen geben könnte.

und so richtig ;) (Bildquelle: http://giadinh.net.vn)
An anderer Stelle z.B. die berechtigte Frage wie man denn nach Hause kommen soll, auch wenn man ursprünglich wie gewünscht zu zweit war, den Mitfahrer inzwischen aber schon zu Hause abgeliefert hat?!

Glücklicherweise scheint sich dieses Projekt derzeit lediglich auf die Nord-Süd Metropolen Ha Noi und Sai Gon zu beschraenken.
Ich denke aber ohnehin nicht, dass sich dieser Versuch nach ersten Ergebnissen aus der Praxis sonderlich lange halten wird.

Hier gibt es den Artikel zum Thema (leider ausschliesslich in vietnamesischer Sprache):

http://giadinh.net.vn/cam-gai-e-trai-co-don-ra-duong-gio-cao-diem.htm

Freitag, 2. November 2012

Flughafen Cat Bi

Und wieder rückt die Welt ein Stückchen naeher zusammen, was unter Umstaenden diesmal sehr erfreulich für uns sein könnte, denn der Flughafen "Cat Bi" -quasi direkt vor unserer Haustüre- in Hai Phong wird künftig nicht mehr nur Ziele innerhalb Vietnams ansteuernd, sondern sich dem internationalen Flugverkehr öffnen.

Das Geld zum Ausbau des Flughafens, das geschaetzte 5 Milliarden Euro verschlingen wird, soll wohl zu einem grossen Teil aus Einnahmen durch die Flugbetriebe und der Haushaltskasse der Stadt Hai Phong stammen. Vorerst wird das Megaprojekt aber über die Staatskassen finanziert.

Die offizielle Verkündungsfeier (Bildquelle: timnhadat.com)
Geplant ist, dass der Cat Bi Flughafen bereits bis 2015 den internationalen Flugverkehr entsprechend dem Standard 4E nach Vorschrift der ICAO (International Civil Aviation Organization) aufnimmt und somit dann unter anderem von Fliegern wie der B747, B777, dem A300 und A321 angesteuert werden kann.
Zudem erhaelt Cat Bi noch eine Heraufstufung zum Militaerflughafen des Levels 1.

Für uns, die wir gut rund 3 Stunden Autofahrt vom naechsten internationalen Flughafen in Ha Noi, dem Flughafen Noi Bai entfernt sind ist das natürlich eine mehr als erfreuliche Nachricht, -sparen wir uns so doch in Zukunft die haessliche und nicht ungefaehrliche, stundenlange Anreise mit dem Auto nach Ha Noi, da der Flug von Hai Phong nach Ha Noi zuletzt wegen King Kong für uns ja auch gar nicht mehr in Frage kam.

Darüber hinaus wird sich Hai Phong so sicherlich ein wieder ein Stückchen mehr der Welt öffnen..

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Trauriger Aberglaube

Hallo Leute,

tut mir leid, dass der letzte Eintrag schon wieder etwas laenger her ist, aber ich habe derzeit Schwierigkeiten auf die Seite zu kommen.

Der Eintrag mit den Anredefloskeln zieht sich von daher auch noch ein wenig in die Laenge, weil er doch recht ausfürhlich wird und ich haeufig nicht auf die Seite zugreifen kann um daran weiterzuarbeiten.

All zu lange wird es aber trotzdem nicht mehr dauern, denn rund 2 Drittel des Beitrages sind immerhin schon fertiggestellt.

Bis es soweit ist und ihr ihn lesen könnt, gibt es nochmal Neuigkeiten aus meinem taeglichen Leben.

Da hat sich vorletzten Sonntag oder Montag-Nacht schreckliches zugetragen.

King Kongs beste Freundin wurde vor unseren Augen überfahren.

Das schlimmste daran ist, dass dieser Zusammenstoss vermutlich pure Absicht war und sie es ansonsten sicher noch geschafft haette, da sie schon fast auf der anderen Strassenseite angelangt war.

Scheinbar gibt es aber den weit verbreiteten "Aberglauben", dass es Glück bringen soll,
einen Hund mit dem Auto zu überfahren und sich viele Autofahrer von daher gar nicht erst die Mühe machen auszuweichen, wenn ihnen ein Vierbeiner vor den Wagen laeuft, - sondern ganz im Gegenteil, dann erst recht noch draufhalten..

Ein völlig grausamer und sinnloser Einfall wie ich finde und ich frage mich ernsthaft,
wer auf so einen kranken Unsinn kommt..

Die kleine Maus (auch eine Chihuahua-Hündin von 2 Jahren) hatte jedenfalls keine Chance.
Der schwarze Jeep hat sie bei voller Fahr mit dem rechten Vorderreifen erwischt.

Einzig das Glück hatte sie, dass sie wohl auf der Stelle tot war.

Nicht auszudenken, was gewesen waere, wenn sie -schwer verletzt- noch gelebt haette.
Von einem "Tierkrankenwagen" oder einer "Notaufnahme" für Kleintiere können wir hier in Hai Phong noch nicht mal traeumen.
Wir haetten demnach rein gar nichts für sie tun können, waere sie noch am Leben gewesen.
Einzig vielleicht einen schweren Stein suchen, den man ihr auf den Schaedel trümmert um ihr Leiden
zu verkürzen, aber wer bringt sowas schon fertig..

Ich danke also dem lieben Gott (sofern es den überhaupt gibt, woran ich ohnehin so meine Zweifel habe..) dass ihr wengistens das erspart geblieben ist und sie innerhalb des Bruchteiles einer Sekunde, mit einem Schlag aus dem Leben gerissen wurde.

Ist schon ein recht seltsames Gefühl, wenn so ein Leben ausgelöscht wird.

Besonders traurig daran ist, dass die ganze Aktion so fürchterlich sinnlos war..
Sie haette es noch rechtzeitig geschafft, haette der Fahrer nicht gezielt auf sie zugesteuert.

Als ich den Wagen anrasen sah, habe ich einen kurzen Augenblick die Augen geschlossen und ein Stossgebet zum Himmel geschickt, dass sie es schaffen möge..
Aber schon vor dem wieder-öffnen der Augen war mir klar, dass dem nicht so ist :(

Ihr Besitzer ist total am Boden zerstört, auch wenn er versucht es sich nicht anmerken zu lassen und King Kong, der an diesem Abend stundenlang neben der Kleinen hergelaufen ist und mit ihr gespielt hat, haelt seitdem jede Nacht dort Totenwache.

Würde ich ihn nicht nach einiger Zeit zum nach Hause gehen zwingen, würde er dort sicher nicht mehr weggehen. Ein wirklich herzzerreissender Anblick, dass kann ich euch sagen :(
Umso schlimmer zu ertragen mit dem Wissen, dass sie vermutlich Kinder von ihm erwartet hatte..

Ich hoffe Tung behaelt recht und auch dieser Kerl wird irgendwann für das zahlen müssen, was er angerichtet hat..

Samstag, 1. September 2012

Wenn Engel fliegen

-Würde das so an und für sich sicher klasse aussehen.
Nicht aber, wenn sie es hier in Viet Nam tun, denn mit "Engel" meine ich unsere Kinder.
Unsere Kleinen, unsere Herzen, unser Ein und Alles,....unsere Engel eben!

Bildquelle: news.zing.vn
Und mit fliegen, meine ich in diesem Fall vom Motorrad - und zwar wenns einmal so richtig kracht.
Bei einem "ordentlichen" Unfall zum Beispiel.
Da sieht das dann sicherlich alles andere als klasse aus.
Ganz im Gegenteil!
Zumal die Kids hier nicht im Ansatz gegen sowas geschützt sind, wie ich heute zum ersten Mal seit langem erneut feststellen musste.

Väter oder Mütter stehen sich in der Unverantwortlichkeit in nichts nach (Bildquelle: news.zing.vn)
In der Regel registriere ich das durch den täglichen Anblick über Jahre hinweg bereits gar nicht mehr.
Heute saßen wir jedoch beim gemeinsamen Essen mit Freunden im Restaurant.
Dort konnte ich von meinem Sitzplatz aus einen herrlichen Blick auf eine unserer Haupstrassen in Hai Phong werfen, was ich dann auch einige Zeit tat.

Weil es bereits um Mittag herum war, war so gut wie jedes zweite oder dritte Motorrad von Müttern mit Kindern besetzt.

Gewöhnlicher Anblick vor einer Schule (Bildquelle: tinngan.vn)
Ansich ja nichts aussergewöhnliches in Viet Nam. Entsetzt war ich trotzdem darüber - oder besser gesagt über die Tatsache, dass von rund 60 von mir gezählten Halbwüchsigen auf dem Sozius, lediglich exakt 3 einen Helm trugen.

Alle anderen hatten gar nichts, oder maximal ein "Kappi" also eine Kappe auf dem Kopf, was zwar nett aussehen mag und vor der Sonne schützt, vor sonst allerdings nichts.
Erst recht nicht vor den schlimmen Kopfverletzungen, die sich so ein Sprössling zuziehen kann,
sollte es beispielsweise zu einem Zusammenstoss kommen und das Kind dabei vom Roller gerissen werden.

Die Kappe schützt zwar vor der Sonne, sonst aber vor nichts (Bildquelle: news.zing.vn)
Ich hatte früher schon mal auf dem Blog von solch einem schrecklichen Unfall berichtet, bei dem ein junges Mädchen -etwa in Bi`s Alter- tragischerweise mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen war.
Sie hatte keinen Kopfschutz getragen.
Ich weiss nicht was aus ihr geworden ist, aber die Tatsache, dass sie bewusstlos war und sich eine Blutlache auf der Erde unter ihrem Gesicht ausgebreitet hatte, lassen nichts Gutes erahnen und nichts Gutes erahne ich darüber hinaus im Hinblick auf eine baldige Änderung im Bewusstsein der Einwohner meiner Wahlheimat.

An "kindgerechten" Modellen, mangelt es sicher nicht (Bildquelle: giadinh.vcmedia.vn)
Zwar besteht nun schon seit rund 4 Jahren eine Helmpflicht, die bereits Kinder ab dem 6.Lebensjahr umfasst, aber das jemand aufgrund des fehlenden Helmes für seinen Nachwuchs angehalten wurde,
hab ich in all den Jahren noch nicht erlebt.
Hier drücken aber nicht nur die Hüter des Gesetzes, sondern auch die wirklich Verantwortlichen - nämlich die Eltern oft mehr als nur ein Auge zu.

Eher noch die Ausnahme (Bildquelle: news.zing.vn)
Es werden ja schon die eigenen Kopfbedeckungen ohne Einsicht für deren Sinn und Zweck- und eher aus purer Angst vor der Polizei getragen und sind von daher meistens auch gleich entsprechend nachlässig -wenn überhaupt- auf dem Haupte befestigt.

Die Gurte, die die Dinger im Zweifelsfalle dort halten sollten wo sie sind, hängen ein bisschen übertrieben gesagt schon halb am  unten am Asphalt, Verschlüsse sind wenn dann oft nur kaputt vorhanden und auch sonst würde z.B. mehr Wert auf eine angesagte Optik, als auf Funkionalität gelegt.

Der Staat engagiert sich u.a. durch Aktionen an Schulen und Werbung (Bildquelle: cand.com.von)
Wenn den Erwachsenen aber sogar das leiseste Verständnis für den Aspekt der Sicherheit und Verhütung von eventuell schwerwiegenden Kopfverletzungen im Bezug zu einem Helm fehlt,
ist nicht weiter verwunderlich, wenn man auf Situationen trifft,
wo angestrengt versucht wird für einen unerwarteten Sozius einen Helm aufzutreiben- oder man selber fast schon beschworen wird, man müsse seinen "mũ bảo hiểm" (der Schutzhelm in der Landessprache) afusetzen, während kleinen Kindern, die munter "ohne" auf die Maschinen klettern nicht die geringste Beachtung geschenkt wird.
-Auf die achtet die Polizei ja immerhin nicht so genau.. :/

(Bildquelle VnExpress)
Auch der Versuch seitens der Regierung, die Leute durch abschreckende Werbungen zu sensibilisieren, blieb bislang weitestgehend erfolglos, wie ich heute ja nun erneut feststellen konnte.

Vielleicht vier- und fünfjährige Kids werden zwischen Lenker und Sitz gestellt, richtige Kleinkinder -so ungefähr gerade mal dem Säuglingsalter entwachsen- sollen sich hinten an Mamas Rücken festkrallen und wenn der Papa, der das Motorrad steuert vielleicht mal einen zuviel hinter die Binde gekippt hat,.....
Ist`s auch ok. Da wird schon nix passieren.

Zumindest das Kind, das gestzl. dazu verpflichtet ist trägt einen (Bildquelle: news.zing.vn)
Ich fühle mich den Vietnamesen zwischenzeitlich sehr verbunden und akzeptiere, toleriere und verstehe ihre Art eigentlich komplett, habe vieles von ihnen übernommen und hüte mich normalerweise stets davor, ihre Denkweise und Sicht der Dinge in Frage zu stellen oder gar anzuprangern, nur weil sie sich unter Umständen von den westlichen unterscheiden, aber was dieses Thema hier anbelangt, frage ich mich teilweise schon, wie es sein kann, dass sie hier so tutto completto anders zu ticken scheinen und wie es sein kann, dass sie sich ebenfalls scheinbar so gar keine Sorgen um ihre Kinder machen, oder das hohe Risiko schlicht nicht sehen können.

Kurzum: Totales Unverständnis meinerseits!
Hoffen wir, dass bald ein Umdenken stattfindet.

KEO


Donnerstag, 24. Mai 2012

Unser prima "Badewetter" (Achtung Ironiealarm)

Schon die ganzen letzten Tage hat es uns nicht schlecht erwischt.
Es regnet ohne Ende!


-Und das so stark, dass wir im 3. Stock (!) unseres Hauses im Flur wieder unsere "Rutschbahn" eröffnen konnten!  Mr. Green


Diese Rutschbahn würde meiner Meinung nach sogar den Wasserrutschen in deutschen Erlebnisbädern wie dem "Alpamare" oder dem Rutschparadies in der "Therme Erding" bei München Konkurrenz machen!
Das Wasser steht knöchelhoch und mit so einem kleinen Badezimmer-Fussboden-Plastikvorleger-Fussabstreifer-Dings (keine Ahnung, wie man die eigentlich genau nennt?!) lässt es sich hervorragend durch die Wasserrinne im Gang schlittern.  Cool


Der Clue dran ist, dass das Wasser dadurch, dass wir wohlgemerkt im dritten Stock sind, eine Strömung hat Richtung Treppe hat, weil es ja logischerweise hier nach unten abfliesst.
Der Regen der von oben nachkommt, ist aber so heftig, dass sich das Regenwasser schneller sammelt- als es abfliessen kann und somit unser Flur (der ähnlich einem Balkon ist) die guten 10-15 cm hoch zum Flurgeländer komplett geflutet ist.


Eine Fetzengaudi, dass sag ich euch!  Sehr glücklich


Auch eine kleine "Freiluftdusche" haben wir an einer Stelle dort oben, wo das Dach den Wassermassen nicht standhält und hereinstörmen lässt...


Im Erdgeschoss wäre sicher ein Schlauchboot von Vorteil.
Mindestens aber eins zum Paddeln, um vom Wohnzimmer in die Küche, oder das Bad zu gelangen.


Glücklicherweise ist unser Hauptwohnraum, dass Wohnzimmer -in dem wir auch schon seit geraumer Zeit schlafen- nicht ebenerdig und bleibt so einigermaßen trocken (geschlossene Fenster und Türen selbstverständlich vorausgesetzt! Winken )


Wo aber bestimmt kein Fuss mehr trocken geblieben ist, ist die "nördliche Hauptstadt" Hà Nội.


Den Medien zufolge müssen gestern gegen Nachmittag bis zum frühen Abend, stellenweise die Fluten einen Jahresrekord von bis zu 50 mm erreicht haben!!  Geschockt


Die anderen Messergebnisse: Vân Hồ 43mm, Đồng Bông 27mm, Thanh Liệt 40mm, Trúc Bạch 23mm, Yên Sở 14mm, Hồ Tây 27mm, sind allerdings auch nicht von schlechten Eltern.  Winken 


Bei einem so starken Regenfall, dem zudem bereits einige Tage heftigen Regens vorausgegangen sind, machen hier natürlich die Abflüsse schlapp und sind innerhalb kürzester Zeit dicht.
Es dauert Stunden, bis das Wasser wieder einigermaßen abgeflossen ist - und so lang heisst es dann eben:
Land unter!


Das sind die Vietnamesen jedoch schon gewohnt und das Leben steht deswegen nicht still.
Da streift man sich ein -angesichts des teilweise hüfthohen Wassers- ganzkörper-Kondom (=ein Regencape) über und lenkt seine Honda oder Szuzuki dann halt stur durch die neu entstandenen Seen und Flüsse.  Lachen
(Gemäß dem Falle, der Motor macht nicht schlapp, was aber durchaus mal vorkommen kann.)
Schieben ist ja auch noch eine Möglichkeit..
Irgendwie muss man immerhin von A nach B kommen.  Auf den Arm nehmen


Ist zwar jetzt alles recht lustig und nett geschrieben, allerdings sind solche Sturzbäche die vom Himmel kommen und ihre Folgen mit Sicherheit nicht ganz ungefährlich und richten ausserdem mitunter erheblichen Schaden an.


Letzten Sommer hat uns das Gewicht des angesammelten Regenwassers zum Beispiel das Dach eingedrückt und auch die Böden und Wände erleiden regelmässig Wasserschäden.
Die Liste der Dinge, die nach so einem "Monsun" einer Reparatur bedarfen ist lang und bei vielen fehlt einfach das Geld die Schäden ständig auszubessern.
 Das ist dann selbstverständlich nicht mehr lustig..   Neutral


Wenigstens ist es jedoch soweit mir bekannt ist, dieses Mal bei abgestorbenen Motoren, feuchten Häusern und überfluteten Strassen geblieben.


Hoffen wir, dass es das bei nächsten mal auch tut.

Bilderquelle: http://vietbao.vn

KEO