Willkommen auf meinem Blog

Auf dieser Seite findet ihr -in den verschiedenen Rubriken unter dem Titelbild- viele nützliche Infos rund um das Thema Vietnam und zudem jede Menge lustig-bis spannende Anekdoten aus meinem Alltag, als Schwiegertochter einer vietnamesischen Familie..

Dienstag, 12. März 2013

Eine allzu schwere Entscheidung

Hallo meine Lieben,

ist ja leider schon wieder einige Zeit her, seit ich geschrieben habe.
Sicher fragt ihr euch schon ganz eifrig, was denn nun ist und ob wir schon in Ha Noi sind.


Das sind wir nicht. Im Moment befinden wir uns nach wie vor in Hai Phong, allerdings nicht mehr im eigenen Haus, sondern sind derzeit wieder in unserem schönen Reich im Haus meiner Schwiegermutter.
Das liegt daran, dass der Zustand unseres einstigen Wahlzuhauses langsam aber sicher mehr als zu wünschen übrig laesst und eigentlich dringend einer Renovierung bedürfte, zu der wir aber nicht bereit sind, weil wir ja ohnehin nicht mehr dort leben wollen.


Für Ha Noi sind wir beide allerdings auch noch nicht bereit :)
Vor diesem Schritt haben wir noch etwas Bammel und sind uns gar nicht mehr so sicher, wie vor Neujahr, als wir einige Tage dort waren um die Wohnung zu besichtigen und schon mal einige Sachen dort vorzubereiten.


Das wir aktuell nun wieder zurück in unserem Ausgangsdomizil sind, ist auch der Grund dafür, dass es in letzter Zeit für euch nichts zu lesen gab, denn meine Schwiegermutter ist eine echte Powerfrau und es ist schwerlich mit ihr und ihren Anforderungen Schritt zu halten - dabei aber gleichzeitig auch noch Kontakt zu meiner eigenen Familie in Deutschland zu pflegen und anderen Dingen wie dem Blog nachzugehen, die ja mitunter doch recht zeitintensiv sind.


Wieder hier zu sein hat aber auch einen Vorteil, den ich schon ganz vergessen hatte nach den langen Jahren in unseren eigenen Vier-Waenden, in denen ich mich einst ja bewusst gegen eine Hausangestellte entschieden hatte. Die gibt es hier natürlich nun wieder und ich muss sagen: eigentlich hat`s doch auch was, wenn man von vorne bis hinten bedient wird :D


Ist schon ganz nett, wenn man 5 Mal am Tag die Kleidung wechseln kann und weiss sie haengt am naechsten Tag trotzdem frisch gewaschen wieder im Schrank oder wenn man keinen halben Nervenzusammenbruch mehr bekommt, weil Mann und Tochter 20 verschiedenen Teller und Besteckteile aus den Schraenken holen und verdrecken, weil man`s ja hinterher nicht selber spülen muss, usw... :D


Was Ha Noi anbelangt ist nun jedoch wieder alles offen...Irgendwie wollen wir gehen, irgendwie aber auch bleiben. Heute Abend werden wir anh Tungs Cousin treffen und uns mit ihm beratschlagen, ob es Sinn für uns Dreie macht, vielleicht eine Cafe/Bar zu eröffnen.
Falls nicht, oder falls meine Schwiegermutter nicht von diesen Plaenen zu überzeugen ist um sie zu sponsoren,
dann wird es wohl doch bei Ha Noi bleiben.


Im Grunde waere das wohl nach wie vor die beste Lösung, da sich dort für mich Möglichkeiten eröffnen, die sich mir hier in Hai Phong als Auslaender leider noch nicht bieten. :/
Aber warten wir mal ab, was die naechsten Tage und Wochen bringen.
Sollten wir uns am Ende doch noch für Ha Noi entscheiden, ist zumindest sicher, dass meine Schwiegermutter bei der Einrichtung nicht kleckern wird.
Ein Architekt war bzw ist bereits engagiert und ich habe volle Entscheidungsgewalt.


Mein Elektorherd und Wunschküche waeren schon gebongt und allein für diese maßgefertigte Wunschküche von mir sind die fast 70 Mio Dong, die anfallen bereits abgesegnet und auch die Glastrennwaende bzw Türen in den Badezimmern die ich wollte sind genehmigt. Aber auch den Rest der Wohnung wollte seine Mutter "generalüberholen" lassen :)
Waeren zumindest schon mal ein paar gute Punkte, die Wahl letztlich doch auf Ha Noi zu legen...
Es bleibt jedenfalls nochmal spannend...
In Rund 2 Wochen kommen nun erstmal aber mein Bruder und seine Freundin. Das werden wir sicherlich noch abwarten, bevor eine endgültige Entscheidung faellt, denn mein Bruder ist auf alle Faelle lieber hier. :)

Dienstag, 19. Februar 2013

Besuch in der Pagode und wie Đậu zu ihrem Namen kam

Vorgestern haben wir es nun endlich, endlich auch noch in die Pagode geschafft.
Eigentlich macht man das eher in den ersten paar Tagen nach Neujahr und nicht wie unsere Familie erst rund eine Woche nach Beginn des neuen Jahres.
Aber immerhin haben wir es ja nun auch noch hinter uns gebracht.

Đậu mit ihrer Oma
Unser Ziel war eine Pagode in Thuy Nguyen, dass etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit von Hai Phong entfernt liegt. Vorgeschlagen hat dies unsere Tante und sowohl Tung als auch seine Mutter und ich waren dort zum ersten Mal.

Bei Gebet fürs neue Jahr
Ich muss aber sagen, dass die Wahl nicht schlecht war, denn die Pagode dort ist wirklich sehr schön und auch recht grosszügig -entlang einem Fluss(?)arm- angelegt.
Alles in allem war es ausnahmsweise mal eine schöner, entspannter Familienausflug ohne üblichen Gehetze und Pflichtprogramm..Vielleicht empfand ich das diesmal aber auch nur so, weil ich vorher die nötige Zeit hatte um in aller Seelenruhe ein Zigarrettchen zu rauchen und 2 Tassen frischgebrühten Kaffee dazu zu trinken..Da bin ich dann allgemein stets etwas wohlwollender gesinnt ;)

Ein bisschen posieren für die Kamera ;)
Mit von der Partie waren ausser unserer Tante (eine der aelteren Schwestern meiner Schwiegermutter), meinem Mann, seiner Mutter und mir noch der Schwiegersohn und die aelteste Tochter der Tante, mit deren kleinen Sohn und dem "Frischling" unserers Clans: die jünste Tochter des Sohnes und der Schwiegertochter unserer Tante, deren Eltern allerdings an diesem Tag in Ha Noi unterwegs waren.

"Phat Ba" sozusagen die "Maria" im vietn. Glauben :)
Unser Frischling in der Sippe wird von allen nur "Đậu" gerufen, was eigentlich ja nicht der richtige Name ist, sondern lediglich ein Kosename, wie wir unsere Tochter auch für gewöhnlich nur "Bi" rufen, obgleich sie eigentlich Công Hân mit echtem Namen heisst.
"Đậu" bedeutet dabei soviel wie "Erbse", "Bi" ist sowas wie "Murmel, Kugel" in der Richtung.

Aufstieg zum Berg"schrein"
Diese Kosenamen werden meist aufgrund eines bestimmten aeusserlichen- od. charakterlichen Merkmales des Kindes ausgewaehlt. Manchmal haben diese Rufnamen aber auch andere Hintergründe.
Der aelteren Schwester von "Đậu" wurde beispielsweise der Name "Bắp" gegeben, was widerum soviel bedeutet wie Kohl (Nicht wie der Ex-Bundeskanzler von Schland, sondern wie Weisskohl, Rotkohl usw) . Den Namen der Jüngeren hat man darum schlicht ebenfalls nach einem Gemüse gewaehlt. :)

In den reich gezierten Tempelgaerten
Es freut mich jedenfalls sehr, dass die ganzen Kids der Familie mich zwischenzeitlich nicht mehr als etwas exotisches betrachten, sondern ganz normal als ihre Tante ansehen, wie all ihre anderen Tanten vietnamesischer Herkunft auch und mich auch nicht irgendwie "Cô Tây" (was in etwa Westler-Tante bedeuten würde), sondern mich auch mit meinem "richtigen" Namen den ich auf Vietnamesisch habe, also "Cô Keo" ansprechen.

Mit meiner Schwiegermutter
Viele von ihnen kenne ich ja seit frühester Kindheit und manche auch schon von ihrer Geburt an.
Sie sind einfach mit mir aufgewachsen und das ihre Tante eine lange Nase hat, ist für sie das normalste auf der Welt. Ist natürlich für mich um einiges angenehmer als noch zu Zeiten, wenn einer oder eine von ihnen in Traenen ausgebrochen ist, weil ich sie halten sollte und sie Angst vor mir hatten, weil ich so anders aussah. :)

Đậu gewaehrt mir eine "Traegerpause"
Jetzt kommen die kleinen Scheisser allesamt am liebsten zu Tante Keo wenns was gibt, weil sie ganz genau wissen, dass ich die gutmütigste von allen Tanten bin :)
Unser Zwerg "Đậu" hat das wohl auch schon spitz gekriegt mit ihrem einen Jahr und paar Zerquetschten und krabbelt mir staendig auf den Schoß oder will von mir durch die Gegend getragen werden.

...da nicht mehr ;)
Das freut dann natürlich auch wieder den Rest der Familie wenn die sehen, dass ich nicht nur King Kong durch die Gegend tragen kann, sondern auch -wie es sich für Frau gehört- artig Interesse an kleinen Kindern zeige ;)

Oben auf dem Berg
Apropos kleine Kinder..Mein Mann hat sich bevor wir zur Rückfahrt ins Auto gestiegen sind mit seiner Cousine unterhalten und die hatte wohl da was in den falschen Hals gekriegt und war scheinbar der Meinung, wir waeren schon in freudiger Erwartung wie man so schön sagt und gab mir daraufhin im Auto über den Kopf meiner Schwiegermutter (die ja durch die Gerüchteküche von Bi`s Familie mütterlicherseits nach wie vor noch denkt, ich könne keine bekommen) hinweg Tipps, was ich fortan essen und trinken sollte..

Mit dem aeltesten Sohn meines "soz.Schwagers und meiner Schwaegerin"
Hahaha mit so weit aufgerissenen Augen hab ich Tungs Mutter bislang noch nicht gesehen, das sag ich euch! :) Will gar nicht wissen was die für ein Gesicht macht und wie die aus dem Haeuschen sein wird, wenn wir ihr sagen, dass es wirklich soweit ist und sie ihren Enkel kriegt :D :D

Anh Tung zur Abwechslung auch mal "vor" der Kamera
Aber warten wir erstmal noch. Jetzt steht ja zunaechst noch der Umzug und der Besuch meines Bruders mit Freundin an und dann...mal kucken was das Jahr dann noch so bringt ;)
Angeblich soll in ca 2 Wochen (allerdings nach vietnamesischer Zeitrechnung, was somit auch gut und gerne mitunter bis zu 2 Jahren dauern kann) ;) unsere neue Küche fertig sein und geliefert werden.

Im Hintergrund der Papa des Kleenen und der Fluss-, See-, whatever.. ;)
Spaetestens ab da würde dann auch dem festen Umzug nach Ha Noi eigentlich nichts mehr im Wege stehen.. :)

Samstag, 16. Februar 2013

Schaffe, schaffe, Haeusle baue :) Das Arbeitsleben der Vietnamesen

Fast haben wir es geschafft..Langsam aber sicher kehrt wieder Ruhe ein.
Die Familie ruft nicht mehr alle 5 Minuten, die Laeden machen langsam wieder auf, die Strassen füllen sich wieder und gegen Montag werden dann auch so ziemlich die letzten Nachzügler noch zurück an ihre Arbeitsplaetze kehren.

Ein herrliches Gefühl für mich als bekennende Tet-Hasserin ;)
Klingt für alle Vietnam-Liebhaber sicher fies, ist aber leider so. :)

Tet ist für mich definitiv einfach zu viel Stress.

Durch den eigenen Haushalt und die Tatsache, das dieser aber nur wenig Meter vom Haus meiner Schwiegermutter entfernt liegt, muss ich alle Aufgaben -die an Neujahr in Vietnam ohenhin schon nicht wenig sind- mal Zwei erledigen.
Das gestaltet das Ganze leider ein wenig nervenaufreibend für mich als Schwiegertochter und es bleibt im Grund keine Zeit, um die schönen Dinge an Tet zu geniessen.

Valentinstag <3
Ich bin so zumeist nur damit beschaeftigt zu rödeln und zu machen und sollte dabei noch möglichst darauf achten, dass nichts und niemand zu kurz kommt- und vor allem: ich waehrenddessen so aussehe, als gaebs nichts auf der Welt, was mir mehr gefallen würde ;)

Das sich das Prozedere zudem über eine Woche zieht, machts nicht leichter.

Ich muss hier jedoch anmerken, dass ich gaaanz, gaaanz tief meinen Hut vor vielen der Vietnamesen ziehe, für die eine 6-Tage-Woche eigentlich ganz normal- und eine 7-Tage-Woche ebenfalls nichts sonderlich aussergewöhnliches ist.
Darüber hinaus ohne den üblichen Jahresurlaub, den wir in Laendern wie Deutschland für ganz selbstverstaendlich halten und ohne den bei uns dann gar nichts mehr geht und denen es dann zu Neujahr -den naemlich einzig wirklichen "Urlaubstagen" in Vietnam- es normalerweise ja nicht gross anders ergeht wie mir.

Eine nicht geringe Zahl von ihnen buckelt und ackert das komplette Jahr durch (selbst wenn dabei mitunter nicht so viel rumkommt wie bei gleicher Arbeitszeit beispielsweise in Deutschland, aber stellt euch das mal vor! Das schlaucht wie Hölle, wenn man wirklich nie auch nur mal einen einzigen Tag dasitzen und die Füsse hochlegen kann!) und dann...die lang ersehnten Feiertage: denkste!
Da gehts gleich mit 3-4 facher Anforderung weiter!
An Tet legt hier keiner die Füsse hoch! Es sieht toll und friedlich aus und alle machen fröhliche Gesichter, aber dahinter steckt ein immenser Arbeitsaufwand!

Meine Schokolade..leider viel zu schön um sie aufzuessen ;)
Meckern und sich beschweren, hörst du hier aber niemanden!
Da hörst du keinen Ton. Aber der neue Trend, dass diejenigen, die es sich leisten können sich inzwischen zu Neujahr auf machen in die Nachbarlaender wie Thailand, Kambodscha, Singapur und Co zeigen glaube ich ein bisschen, dass es so manchen doch auch etwas zu viel wird.

Hierzu faellt mir gerade ein, dass auch meine Schwiegermutter angekündigt hat, dass sich unsere Familie naechstes Jahr dem Trubel entziehen- und Urlaub im Ausland machen wird. :)
Yeehaaw da freu ich mich schon!
Bleibt zu hoffe, dass das nicht wie so vieles anderes im letzten Moment wieder über den Haufen geworfen wird. ;)

Mitten in den Jahreswechsel ist dieses Jahr übrigens noch ein weiterer Feiertag gefallen, den wir in Vietnam bereits seit einigen Jahren gross begehen: Der Valentinstag. :)
Und den hat mein Schatz (ok, zugegeben diesmal mit Bi`s Hilfe) wie schon in all den gemeinsamen Jahren zuvor auch nicht vergessen. (vermutlich auch schwer, bei all der Werbung) ;)

Bislang hat er noch keinen einzigen Tag vergessen.. :)
Unternommen haben wir zwar nichts, war aber um ehrlich zu sein auch in beidseitigen Interesse :)

Ich hoffe ihr hattet ein paar schöne Tage, die ihr vielleicht mit euren Lieben in Hannover oder der Pagode in Leipzig, zusammen mit der vietnamesischen Gemeinde in Deutschland gefeiert habt und habt euch ausserdem einen gemütlichen, oder romantischen Valtentinstag gemacht.

Jedem von euch nochmal ein glückliches, erfolgreiches und vor allen Dingen gesundes neues Jahr der Schlange!

Ab Montag muss mein Göttergatte wieder ins Büro und ab 17 (nach dem Mondkalender), können wir dann auch endlich wieder ein Lieferfahrzeug zum Transport einiger Möbelstücke und unserer restlichen Sachen nach Ha Noi anheuern. Darauf freuen wir uns schon wie kleine Kinder, denn im Moment haben wir ein total seltsames Gefühl von Heimweh nach der neuen Wohnung und das obwohl die noch komplett leerstand als wir dort waren und das ingesamt ja auch lediglich 2-3 Tage gewesen sind.

Hoffentlich wird unser neues Heim noch ganz fertig, bevor dann Mitte-Ende Maerz rum die ersten Besucher (mein Bruder mit Freundin) aus Deutschland für dieses Jahr anstehen. :)

Montag, 11. Februar 2013

Der verhasste Pflichbesuch

In wenigen Stunden naehern wir uns dem fast letzten Teil, der Neujahrs Trilogie:
Der Fahrt zur buckeligen Verwandtschaft auf dem Dorf.

Dies ist definitiv der verhassteste Teil von allen, seit ich weiss, dass wir dieses Jahhr
nicht mehr zu anh Tung Ex-Stiefpapa fahren "dürfen", weil dieser eben ein weiteres
Mal frisch geheiratet hat und es sich bei der Braut natürlich nicht um Tungs Mutter
handelt.

Damit hat er sich zu einer "als Besuchsperson nicht mehr schicklichen Person"
degradiert, da hier trotzdem immernoch viele Gefühle im Spiel sind und das widerum
heisst nun für uns, dass wir den heutigen Tag komplett bei Tungs Verwandtschaft
mütterlicherseits verbringen müssen.

Müssen tatsaechlich deshalb, weil ich mich irgendwo verstecken würde, um nicht
fahren zu müssen, wenn ich könnte. Kann ich aber leider nicht. Es gibt kein entrinnen!
Einzig das Wissen, dass es meiner kleinen Schnecke Bi genauso geht wie mir,
tröstet ein wenig. Aber nicht viel..

Tungs Familie stammt ursprünglich ja aus Hung Yen und Bac Giang.
Das sind die laendlichen Gebiete etwas ausserhalb von Ha Noi und da schafft es ein
einziger aus der Sippe, mir Jahr für Jahr alles zu verderben und sogar hin und wieder
zu Wuttraenen zu veranlassen.

Der hat naemlich ein echtes Problem mit mir, weil ich Auslaender bin und er denkt
wohl für sich darum, dass ich mich für was besseres halten würde,
ohne dass ich selbst das im Gegenzug jedoch auch taete..

Nun ist deshalb in seinen Augen alles was nicht passt, natürlich meine Schuld.
Anh Tung hat es selber nicht unbedingt so sonderlich mit den Familienbanden
und faehrt von daher nicht alle paar Wochen rauf um die Verwandtschaft in
Bac Giang zu besuchen: Ist natürlich meine Schuld!
Weil ich Auslaenderin bin und wir Auslaender ja alle eh das Wort "Familie"
überhaupt nicht kennen!

Tung und ich haben uns bislang gemeinsam und bewusst noch gegen Nachwuchs
entschieden, aus diversen Gründen, aber: Ist natürlich allein meine Schuld,
weil ich Auslaenderin bin und die ja eh nichts von Ehe und Familiengründung
halten..

Ich kenne die Frauen aus diesem Teil der Familie nicht sonderlich gut und
wüsste auch nicht wirklich über was ich mit ihnen reden soll und sie machen im
Gegenzug auch keinen Schritt auf mich zu, also sitze ich lieber bei Tung od.
beschaeftige mich mit Bi, als mich zu den Frauen in der Küche zu gesellen:
Ist selbstverstaendlich auch wieder falsch und weil ich Auslaenderin bin und
die Frauen bei uns natürlich auch wieder keine Ahnung haben, wie sie sich
zu verhalten haben und so weiter, und so weiter..

Die Liste könnte ich beliebig fortsetzen. Es ist schlicht alles falsch und alles
weil ich Auslaender bin! Keine Ahnung, er hasst mich einfach und das beruht
aufgrund seines Verhaltens mir gegenüber und seiner netten verbalen Angriffe
inzwischen mehr als nur auf Gegenseitigkeit!

Weil sich der Rest vom Schützenfest dann meist köstlich über seine
Verbalattacken mir gegenüber amüsiert und das ganze brüllend komisch
findet, stehe ich dort Jahr für Jahr so ziemlich alleine da und bis auf Bi`s
Schutz, die mich verteidigt wie ein Löwe sein Junges..

Tung ist zu diesen Zeiten immer schon so gut abgefüllt, dass er da gar nichts
mehr richtig mitbekommt..Einzig ihm zuliebe, sitze ich aber da und gebe
mir diesen ganzen Dreck überhaupt ohne was ordentliches zu kontern und
dem andern mal die Meinung zu sagen und ihm zu zeigen, wie schlimm und
verdorben das Mundwerk einer auslaendischen Frau wirklich sein kann..
hehe ^^

In Gedanken hab ich das schon oft getan und anderswo würde ich mir
sowas auch nicht bieten lassen, aber hier gebührt es der nötige Respekt
aufgrund meiner Stellung in der Familienhirarchie. :/

Es liegt eigentlich nicht in meiner Natur, mich unterbuttern zu lassen.
Von daher dann auch oft die Wuttraenen, weil ich`s mir reinziehen muss
ohne was dagegen tun zu können.
Anh Tung erfasst die Situation für mich da nicht im Ansatz und erkennt
nicht, wieviel Überwindung es mich kostet, überhaupt noch da hinzufahren
und mir das immer wieder aufs neue geben zu müssen.

Er is der total Harmonie-Süchtling und redet sich ein, das waer ja alles
auch gar nicht so gemeint von dem anderen...
Ehm...jap. Sicher. Ich weiss das es sehr wohl so gemeint ist wie gesagt
und selbst wenn dem nicht so waere, waere ich immernoch kein Fan
von Witzen auf meine Kosten.

Ich werd wohl heute trotzdem nicht drum rum kommen, wenn ich nicht
den Ausbruch des 3.Weltkrieges zwischen mir und Tung herauf-
beschwören möchte..
Ich drücke mich für gewöhnlich naemlich ohnehin schon wo`s nur geht
um diese Pflichtbesuche. Morgen gibts allerdings kein Entrinnen :(

Drückt mir die Daumen, dass es nicht wieder alllzu heftig wird...
Euch allen aber einen wunderschönen Tag in diesem neuen Jahr
der Schlange!

Sonntag, 10. Februar 2013

2013 - Das Jahr der Schlange ist da!

So, seit gut 3 Stunden haben wir nun den Start ins neue Jahr (diesmal ist die Schlange dran) hinter uns gebracht.
Was es mit den 12 Tierkreiszeichen (12 con Giap) auf sich hat, welche Eigenschaften sie haben, welches dem euren entspricht, was somit eure Eigenschaften sind, wer zu wem passt usw, könnt ihr gerne wenn ihr möchtet auf der Seite "Mondkalender und Tierkreiszeichen" auf dem Blog nachlesen.

Feuerwerk in Hai Phong
Dort habe ich das alles ausführlich für euch zusammengestellt.
Etwas weiter unten ist auch ein "Rechner" (den findet ihr aber auch in der Menüleiste rechts auf der Seite),
der euch das ganze im Schnellverfahren und Kurzversion ebenfalls wiedergibt.

Unser reich gefüllter Ahnenaltar
Wir kaufen uns für gewöhnlich zum Neujahr immer kleine Büchlein, in denen unsere eigenen Tierkreiszeichen (anh Tung ist Pferd und ich bin Ratte) für die einzelnen Monate des neuen Jahres und die diversen Bereiche: Familie, Gesundheit, Beruf, usw separat aufgegliedert wird.

Beim Neujahrsgebet
Es ist erstaunlich, wie viele der Beschreibungen dann unterm Jahr tatsaechlich auch zutreffen und wie haargenau die Charakterbeschreibung unserer vietnamesischen Form der Sternzeichen ist.

Auf der Dachterasse
Einzig bei der Angabe, Ratte und Pferd oder dem deutschen Horoskop folgend: Löwe und Löwe (nochmal anh Tung und ich) würden nicht zusammenpassen, muss in beiden Laendern wohl ein Druckfehler unterlaufen sein ;)

Anh Tung und ich ins Gebet vertieft
Jetzt haben wir ihn also auch hinter uns gebracht, den Jahreswechsel..leider jedoch noch nicht das gesamte Tetfest, denn dass laeuft für uns nun noch ein paar Tage, die nochmals mit reichlich Stress verbunden sein werden, weil noch zig Pflichttermine auf dem Programm stehen.

Unser erstes gemeinsames Bild seit langem..
Zumindest ist wenigstens schon mal "Halbzeit" und die laeuten wir morgen mit einem Besuch in der Pagode ein. Ansonsten verlaueft das Tet Fest bisher typisch wie all die Jahre zuvor mit viel Arbeit, wenig Schlaf und punktgenau auf den Tag des Jahreswechsels (sprich heute) und den Neujahrstag selbst (morgen) einen ordentlichen Temperatureinbruch, nachdem wir vorgestern richtig schönes, warmes Wetter hatten, wars heute naemlich so richtig schön Tet-typisch a......kalt und niesselig.
Selbiges Spiel wird morgen ablaufen und danach gehts dann wieder rauf auf dem Thermometer :)

Papa und Tochter beim verbrennen des Geistergeldes
Darfs langsam ruhig auch, denn gleichzeitig mit Beginn des neuen Jahres, leiten wir hier in Vietnam ja auch den Frühling ein und der wird dann widerum den Umzug in die Hauptstadt Ha Noi mit sich bringen,
sobald der Trubel sich ein wenig gelegt hat und die Leute anfangen ihre Arbeit wieder aufzunehmen.
Ich bin wahnsinnig gespannt, wie`s wird und was uns dieses Jahr der Schlange, sonst noch so "bescheren" wird...

Sage und Schreibe unser aller-erstes Familienbild überhaupt! ^^

Euch allen und euren Lieben jedenfalls einen guten Start ins Mondkalenderjahr 2013 :)

Donnerstag, 7. Februar 2013

Auf Leben und Tod - Essen in Vietnam

In etwa 3 Tagen ist Neujahr bei uns und entsprechend läuft hier überall auch alles auf Hochtouren.
Die letzten Häuser werden gewienert und geschrubbt, die letzten "cây đào" (der klassische Neujahrsbaum) eingekauft, aufgestellt und mit dem traditionellen Schmuck behangen (blinkende Lichterketten und hauptsächlich in den Farben Rot und Gold bedruckte Münzen, Fischlein, Spruchbänder und Pfirsichblüten-Imitate), Geschenkkörbe abgeliefert und Anstandsbesuche gemacht, die Betriebe schliessen langsam aber sicher ihre Pforten, Gerichte vorbereitet - uund: ja und dazu: Hühner geschlachtet!

So extrem wie heute war`s aber noch nie. Schon den ganzen Tag hallen nämlich die Schreie und das gekrächze verängstigter Hühner im Anblick des Todes durch unsere Gasse..
Ein schreckliches Geräusch! 

In Vietnam verhält es sich im Grunde nicht anders wie in den westlichen Ländern zu Weihnachten oder an Thanksgiving (zu dt.dem Erntedankfest) in Deutschland, Frankreich, den USA oder sonstwo, wo es eben üblich ist, einen Truthahn, Schweinebraten, Schnitzel oder ähnliches zuzubereiten.
-Mit dem einen entscheidenden Unterschied, dass hier zumeist bei solchen Anlässen das Fleisch nicht tot, sondern noch lebendig gekauft- und dann Zuhause in Eigenregie geschlachtet wird.

Alltägliches Bild auf den Strassen Vietnams
Die Hühner werden vom Land als Geschenk mitgebracht oder frühmorgens auf dem Markt eingekauft und liegen dann für gewöhnlich mit zusammengebundenen Beinen in irgendwelchen Bereichen des Hauses-, dem Balkon oder einem kl. Vorgärtchen herum, bis ihr letztes Stündlein geschlagen hat und jemand (in der Regel die Frau des Hauses) mit einem scharfen Küchenmesser kommt und ihnen den Gar ausmacht.

Dazu wird ihnen die Kehle durchgeschnitten, wobei das Blut dass dann aus der offenen Wunde strömt in einem Behälter aufgefangen wird, um daraus ebenfalls ein Gericht zu machen, dass sich "Tiết canh" nennt und schlicht eine Art Pudding aus geronnenem Blut ist, welcher mit etwas Basilikum, Fischsosse, Zitrone und ich glaube mit kleingehackten Nüssen (?!) abgeschmeckt wird und möglichst zeitnah gegessen werden sollte.
Der Verzehr dieser Mahlzeit, die ich noch nie zuvor probiert habe und es sicherlich auch nie tun werde (brrrr) soll angeblich besonders gut für die Gesundheit sein und vor diversen Krankheiten schützen.

Ich bin zwar eigentlich schon lange nicht mehr so zartbeseitet, trotzdem ist das grad gar nichts für mich.
Ich spiele auch mit dem Gedanken, wieder weitestgehend vegetarisch zu essen, wenn ich in Hà Nội bin
und anh Tùng nicht da ist.
Der ist nämlich der Fleischfresser bei uns. Bei ihm muss immer irgendeine Sorte Fleisch mit auf dem Tisch stehen bzw in den Gerichten verwendet werden, sonst ist es kein richtiges Essen für ihn.
Ich bin da aber gerade dabei, ihn über die religiöse Schiene etwas zu bearbeiten, denn er ist ja eigentlich sehr gläubig und würde seinen Glauben auch gerne mehr ausleben und zum richtigen Buddhismus gehört eben auch, keine Tiere zu töten und deren Fleisch zu essen. :)
Klappt allerdings derzeit nur mit mässigem Erfolg, aber ich bin zugegeben im Moment auch noch nicht wirklich richtig dahinter..Sobald wir umgezogen sind und etwas Ruhe eingekehrt ist, wird das aber umgehend wieder in Angriff genommen.

"Tiết Canh"
Ansonsten finde ich es an und für sich recht gut, dass man hier in Vietnam die Tiere und mitunter auch deren Tötung noch vor Augen hat und sich ansehen MUSS.
In den westlichen Ländern haben die meisten doch fast schon keine Ahnung mehr, woher ihr Schnitzel oder die Putenbrust aus dem Supermarkt überhaupt kommt und wie sie "zubereitet", sprich geschlachtet wurde.
Besonders den jungen Stadtkindern fehlt da zwischenzeitlich wohl völlig der Bezug und das hat zur Folge das Fleisch nicht mehr nur aus Notwendigkeit- sondern im Gegensatz sogar vollkommen maßlos und überzogen gefuttert wird. 

Die Unmengen an Wasser und Grundfläche, die für den Getreideanbau zur Futtergewinnung dieser Tiere zur Fleischgewinnung und für die Tiere selbst verschwendet werden, würde an anderer Stelle dringend benötigt.
Mal abgesehen davon, ist es auch jedes Mal ein Leben, dass ausgelöscht wird um unsere Gelüste zu befriedigen und da kann man selbst beispielsweise in der EU bei Leibe nicht von "artgerechter" oder "humaner" Haltung und Tötung der Tiere sprechen!

Anlass für die Jahre in meiner späten Jugend, in denen ich vegetarisch lebte war z.B. eine Reportage, in der mit versteckter Kamera das Treiben in einigen Schlachthöfen schonungslos dokumentiert wurde.
Aber wer sieht da schon gerne hin und setzt sich damit auseinander, dass das Fillet, dass da auf dem eigenen Teller liegt zuvor wie ein Stück Ware an einem Hacken aufgehängt übers Fliessband glitt, in einem Wasserbad oder mit dem Stock elektorgeschockt wurde und dann - ob tatsächlich betäubt oder nicht (das kontrolliert kein Mensch!) in einer Schrädermaschine oder automatisch betriebenen Rasierklinge landet..
Oder wie sich kleine, sonst so niedliche weisse, flauschige Lämmchen oder kleine Baby-Kälber panisch und in Todesangst versetzt wehren und zieren, wenn sie in die Schlachthallen gezerrt werden, wo sie den Tod bereits riechen können, um ihnen im Anschluss das Bolzenschussgerät zwischen die Augen zu halten, abzudrücken und bereits zu zerteilen beginnt, während ihre kleinen Körper noch zucken, denen gerade erst die Seele aus dem Hirn geschossen wurde...


Schweinetransport
Aber dann kommen sie in Länder wie Vietnam und kriegen ganz grosse, entsetzte Augen, wenn sie einen Käfig mit lebenden Hühnern auf dem Markt stehen sehen (die zuvor noch munter übers Feld geflattert sind und nicht in einer DIN A4 "grossen" Legebaterie eingepfercht waren)..
Oder wenn tote Schweine auf ein Motorrad geschnallt an ihnen vorbeiziehen, die sich ebenfalls morgens noch munter im Matsch gesuhlt haben und nicht in riesigen Hallen zur Massentierhaltung in winzigste Ställe mit zig anderen Schweinen gezwängt wurden, wo sie niemals in ihrem kurzen elendigen Leben auch nur echtes Tageslicht sehen werden..

Da ist man dann schockiert über die barbarischen Zustände in einem augenscheinlich noch so primitiven Land, in dem es in Wahrheit in diesem Bezug eigentlich um einiges besser ist (zumindest für die Tiere) aber nunmal nicht für unser Auge, weil die Situation im eigenen Land nach aussen hin ja so schön verpackt wurde.

Natürlich finde ich es nicht total geil, dass hier das Huhn noch vor meinem Auge geschlachtet wird, ganz im Gegenteil allerdings ist es doch insoweit besser, dass man eben gezwungen ist sich damit auseinander zu setzen und es sich vielleicht unter Umständen auch zweimal überlegt, ob`s heut Abend wirklich das Grillhähnchen sein muss, wenn man dazu erstmal ein Tier auswählen und somit über dessen Tod entscheiden muss und den Tötungsvorgang verursacht durch die eigene Wahl schliesslich auch vor dem eigenen Auge durchgeführt wird.
Bei so einem Anblick und der zugehörigen Geräuschkulisse, die aus Todesgekrächze und Angstgeflatter besteht, denkt man sich dann zumindest hin und wieder, dass es vielleicht auch was feines mit Käse überbacken oder so tut.. :) 

Ich will niemanden zum völligen Fleischverzicht verdammen, obgleich das selbstverständlich für mich am erfreulichsten wäre, aber es wäre immerhin schon ein Erfolg, wenn ich ein paar von euch mit diesem Beitrag wenigstens ein klein wenig zum nachdenken- und eventuell dadurch dann auch zum runterschrauben, des eigenen Fleischverzehrs anregen konnte. In diesem Sinne: Lassts euch schmecken ;)

Mittwoch, 6. Februar 2013

Der Frauenmangel in China - Ein ernsthaftes Problem für die Frauen Vietnams

Hallo meine Lieben,

über Facebook hat gerade jemand aus meiner Freundesliste einen sehr interessanten Link geteilt,
den ich euch nicht vorenthalten möchte.

Es geht um ein sehr heikles Thema, dass ich bereits vor einiger Zeit schon einmal hier im Blog in der Reihe über die Ahnenverehrung angeschnitten hatte. Im aktuell dritten- od. vierten Beitrag dieser Serie über Ablaeufe und Hintergründe der Ahnenverehrung mit Titel (Ahnenverehrung II - Das Kreuz mit den maennlichen Nachkommen), habe ich damals erklaert, warum es für Laender wie Vietnam und China (die eine fast identische Form der Ahnenverehrung ausüben) so unerlaesslich ist, ausgerechnet einen maennlichen Nachkommen zu haben.

Dieser im Grunde genommen, fast schon zwanghafte Bedarf an einem Jungen in der Familie, gepaart mit der chinesischen Ein-Kind-Politik, hat in China tatsaechlich zu einem ernstzunehmenden Frauenmangel geführt.

Die wenigen die es gibt, entscheiden sich in der Regel natürlich für die beste Partie, sprich wohlhabende-, gebildete-, junge und gut-aussehende Staedter und für den grossen Rest, den vielleicht etwas weniger gebildeten, aermlichen oder nicht so hübsch aussehenden Maennern vom Lande, bleibt schlicht und ergreiffend einfach aufgrund des Mangels nichts mehr übrig.

Es gibt wahrhaftig nicht mehr genug Frauen, im heirats-od.gebaerfaehigen Alter beim "grossen Bruder".

Diese Tatsache hat nun dazu geführt, dass sich die Chinesen sozusagen am "Bestand" der Nachbarlaender (der in selbigen allerdings auch eher ein "Bedarf" ist, weil es selbst dort derzeit eigentlich nicht genug junge Frauen und Maedchen gibt) "bedienen".

Hier "Werbung" für koreanische Ehemaenner..
Teilweise -zwar etwas fadenscheinig-, dafür aber ganz legal, beispielsweise über Anzeigen wie auf dem Foto oder "Ein-bzw Abkaeufe" der Maedchen und Frauen, bei denen die Chinesen in die Dörfer kommen, sich die "Ware Frau" zeigen lassen und im Anschluss mit den Eltern ihrer Auswahl einen Brautpreis vereinbaren,
grösstenteils jedoch illegal.

Bei diesen Aktionen werden die oftmals noch halben Kinder einfach aus den zumeist abgelegenen Bergregionen entführt und ins Nachbarland verschleppt, oder durch vorspielen falscher Tatsachen und Versprechungen über die Grenze gelockt, wo dann die Falle zuschnappt - und wer erst einmal in diese Falle getreten ist, für den gibt es so gut wie kein Entrinnen mehr.

Nur den wenigstens gelingt früher oder spaeter noch die Flucht.
All die anderen wehrlosen Opfer, die nicht mehr das Glück haben zu entkommen, werden dann als Braeute und Gebaermacshinen an chinesische Maenner verschachert.
Es soll sogar Faelle gaeben, in denen die vietnamesischen Frauen und Maedchen gleich für mehrere- oder im schlimmsten Falle gar für die gesamte maennliche Verwandtschaft, ihrer neuen chinesischen "Familie" als Braut und Brutkasten dienen mussten.

Viele erleiden aber auch das grauenvolle Schicksal, in einem der etlichen, heruntergekommenen Bordelle Chinas zu landen, wo sich ihnen Tag-taeglich dutzende von Maennern aufzwingen und sie vergewaltigen.

Und selbst für die geringe Anzahl derer, die es geschafft haben, aus den Klauen ihrer Peiniger zu entwischen ist das Martyrium deswegen noch lange nicht vorbei, denn zurück in ihren Dörfern, werden sie für gewöhnlich fortan geaechtet, weil sie ihre Unschuld bereits verloren haben.
Ob gewollt- oder ungewollt, durch eine Vergewaltigung, spielt für die zumeist noch stark konservativen Dorfgemeinden leider selten eine entscheidende Rolle.

In der kurzen Dokumentation, die ich vorhin darüber bei Facebook entdeckt habe, wird der Leidensweg zweier junger Vietnamesinnen wiedergegeben, denen es gelungen ist sich zu befreien und zu ihren Familien in Vietnam zurückzukehren.
Ausserdem wird über eine Frau berichtet, die sich dafür einsetzt den geschundeten Maedchen wieder in ein halbwegs normales Leben zu verhelfen.
Die versucht mit den jungen Frauen dere erlittenen Schicksalsschlaege zu verarbeiten und die zudem darum bemüht ist ihnen beizubringen, mit den Aechtungen umzugehen, die ihnen nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat oftmals wiederfaehrt.

Aber seht euch den Clip am besten nun selbst an. Hier ist der Link:




Eure Keo