Willkommen auf meinem Blog

Auf dieser Seite findet ihr -in den verschiedenen Rubriken unter dem Titelbild- viele nützliche Infos rund um das Thema Vietnam und zudem jede Menge lustig-bis spannende Anekdoten aus meinem Alltag, als Schwiegertochter einer vietnamesischen Familie..

Donnerstag, 13. September 2012

Treibjagd

[Ersteinmal vorweg: Mach dir bitte keine allzu grossen Sorgen, wenn du das hier liest meine liebe, süsse Prinzessin. Wir wissen jetzt ja definitiv bescheid und werden deshalb natürlich nun verstärkt auf King Kongs und unsere Sicherheit achten. Ich bespreche das aber auch noch in Ruhe mit dir. Hab dich soooo sooo lieb mein Engel! Mach dir keinen Kopf wegen der Sache.]

Diejenigen von euch, die mich vielleicht durch das Forum oder von privat her etwas besser kennen, wissen sicherlich auch, dass ich regelmässig auch nachts nochmal eine Runde drehe.

Dabei habe ich mich stets sicher gefühlt und tatsächlich gab es in den vorangegangenen zwei Jahren nicht ein einziges Mal auch nur den geringsten Anlass dazu, sich Sorgen machen- oder gar echte Angst haben zu müssen.

Das hat sich seit der Nacht- oder genauer gesagt in der Nacht von Mikas verschwinden vor einigen Tagen (von dem ich euch am Sonntag im Blog berichtet hatte), nun schlagartig geändert.

Um die Zusammenhänge besser verstehen zu können, rate ich euch, euch zunächst einmal diese Geschichte durchzulesen, falls ihr sie noch nicht kennt und erst dann hier fortzufahren.
Unter "Ein schwarzer Tag" könnt ihr das nochmal nachlesen.

Wie sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, war so einiges bezüglich dieser verhängnisvollen Nacht falsch von mir interpretiert worden.
So gab es scheinbar den von mir beschriebenen "Suchtrupp" niemals.
Fälschlicherweise hatte ich das angenommen, nachdem ich gehört hatte, dass nach dem Hund gesucht worden war.

Zwar war nach ihr gesucht worden, das allerdings nur von unserem Nachbarn selbst, der lediglich von einem einzelnen Freund begleitet wurde und das Ganze zudem auch noch zu einem völlig anderen Zeitpunkt, als der, zu dem ich die vermeintlichen "Helfer" der Suche draussen angetroffen habe.

Kurzum: Das Augenmerk dass diese Typen auf die Strasse gerichtet hatten, galt allem Anschein nach wohl doch King Kong und mir.
Der Gedanke, dass Mika unter Umständen nur deshalb diesen Kerlen in die Arme laufen konnte, weil diese gekommen waren um eigentlich uns zu suchen, bricht mir das Herz.
Ich werde seitdem das schreckliche Gefühl nicht mehr los, irgendwie Schuld an ihrem Tod zu sein.

Sicher fragt ihr euch, wie ich darauf komme, dass dieser Haufen Halbstarker hinter uns her war.
Bislang wisst ihr ja bloß, dass es sich nicht um Freunde oder Bekannte meines Nachbarn handelte.

Es gibt eine kleine Vorgeschichte zu den ganzen Ereignissen vom Samstag und seither auch weitere, Besorgnis erregende Zwischenfälle, die mich und anh Tung zu diesem Schluss kommen lassen.

An dieser folgenschweren Nacht vor 4 Tagen, war ich wie üblich im Viertel an den Bahngleisen.
King Kong spielte mit einer Freundin (dem "Erdferkel" wie sie liebevoll von mir getauft wurde und die im letzten Sommer rund 2 Monate zum "decken" bei uns verbracht hatte) und ich unterhielt mich unterdessen mit ihrem Besitzer.
Kurz darauf kam ein mir bisweilen unbekannter und auf mich äusserst unsympathischer wirkender Bursche hinzu, der obendrein dem Anschein nach auch noch ein Junkie war.

(Anh Tung warnt mich stets vor ihnen, denn die haben in der Regel keinen müden Dong in der Tasche, sind häufig bereits an HIV erkrankt und habe im Grunde genommen meist nichts mehr zu verlieren.
Nicht selten sind es eben diese Drogensüchtigen, vor denen sich die Hundebesitzer hier in Acht nehmen müssen.
Neben den "gewöhnlichen" Hundefängern -die für die Hunderestaurants arbeiten- sind sie es, die skrupellos die Halter der Tiere überfallen und deren Hunde rauben um sie im Anschluss für ein paar Zehntausender -einem Gegenwert von ein paar Euro- zu verschachern, womit sie sich den nächsten Schuss finanzieren.
Aber auch die Halbwüchsigen in den Internetcafes sind in unserer Stadt nicht zu unterschätzen.
Auch die sind schnell mal zu kriminellen Handlungen bereit, wenn dass Geld nicht mehr ausreicht, um davon ihre Internet-bzw Spielesucht zu bezahlen.)

Jedenfalls zeigte dieser Typ sofort reges Interesse an King Kong und holte sich jede Menge Auskünfte über uns ein, die ihm der Besitzer des Erdferkels -dieser Held!- auch bereitwillig gab.
Mehr noch, denn um dem noch eines draufzusetzen, musste er ausserdem mit besonders grossen Eifer Kund tun, wie aussergewöhnlich intelligent- und vor allem WERTVOLL King Kong doch wäre.
Er rechnete ihm vor, wieviele Millionen man für King Kong mit Sicherheit bekommen würde und deklarierte weiter, wie sehr er auf Nachwuchs von King Kong aus sei, da diese sich bestimmt ebenfalls zu einem spitzen Preis verkaufen liessen.

Meinen Blick, der ihm bedeuten sollte still zu sein, sah er nicht und lieferte deshalb auch noch auf die Frage, wo ich wohnen würde eine mehr als präzise Antwort.
Ich war (den gierigen Blick des vermutlichen Junkies im Auge) alles andere als begeistert von diesem über ausführlichen Redeschwall anh Anh`s (der Name von Erdferkels Herrchen).

Da sich die beiden aber zumindest flüchtig zu kennen schienen, dachte ich mir nicht zu viel dabei.
Ein grober Fehler, der vermutlich Mika das Leben gekostet- und King Kong und mich anscheinend zumindest bereits in Gefahr gebracht hat. :/

Noch keinen wirklichen Verdacht schöpfend ging ich kurz darauf weiter, doch nur wenige Zeit später ereigneten sich dann bereits die ersten seltsamen Zwischenfälle, wie dieser Kerl auf dem Motorrad, der mir in zwei verschiedenen Einfahrten auf meinem Weg begegnete und mich mit regungslosen Blick anstarrte, oder der, der an mir vorüberfuhr, wendete um dann erneut an mir vorbeizufahren.

Weder diese beiden, noch die zwei vollbesetzten Motorräder, die aus unserer Einfahrt kamen, oder die jenigen, die gerade mal eine knappe Minute nach mir in unsere Gasse kamen (übrigens eine Sackgasse mit nur wenigen Häusern und man sich demnach untereinander kennt), an unserem Haus vorüberfuhren und im Anschluss sofort wieder verschwanden, waren jemals von irgendeinem "Suchtrupp" für Mika gewesen.

Leider waren es scheinbar aber sie, die Mika fanden..
Sie war ja in dem Moment, als ich das Türschloss öffnete am Eingang unserer schmalen Strasse.
Sicher lief sie nicht hinein, weil sie mich stehen sah und Angst hatte.
Wäre ich nicht dort gestanden, wäre sich bestimmt hereingekommen und hätte eben so lange vor der Tür gewinselt, bis mein Nachbar auf sie aufmerksam geworden wäre und sie reingelassen hätte.
So war sie aber vielleicht genau in dem Augenblick hier, als diese Kerle auf der Suche nach uns hineinfuhren und sie mitnahmen?!

Ich weiss es nicht genau, aber ich fürchte, dass es womöglich so gewesen sein könnte und das macht mir zugegeben ganz schön zu schaffen.. :(

Ich wollte zwar eigentlich ab da künftig nicht mehr zu spät noch mit King Kong spazieren gehen,  aber am folgenden Abend ergab es sich erneut, dass wir erst zu ein wenig vorgerrückterer Stunde aufbrachen.
Ich hatte auch noch nicht wirklich ein ungutes Gefühl, weil ich davon ausgegangen war, dasss es sich beim Grossteil der Leute um Freunde meines Nachbarn hielt.

Das ich auch an diesem Tag, vermeintlich- verdächtige Beobachtungen machte, verschwieg ich meinem Mann lieber, denn der war nun mehr als dagegen, dass ich meine Runden regelmässig auf Stunden verlagere, in denen Menschen mit normalen Arbeitszeiten längst im Bett liegen.
Vor mir selbst tat ich das langsam aber sicher aufkommende, Gespür dafür, dass etwas nicht so ist wie es sein soll, als "Gespenster" ab, die ich wegen der Sache mit der Hündin unseres Nachbarn sah.
Ich wusste ja nach wie vor nicht, dass nicht ein einziger Vorfall mit ihr in Verbindung stand.


(-Die grüne Linie ist die Route, die King Kong und ich für gewöhnlich einschlagen. Sie beginnt in der Nähe der Kirche, geht die To Hieu Strasse nach links, führt dann nach recht oben über die Me Linh Strasse in das Viertel der Bahngleise und von dort aus nach recht die Cau Dat Strasse hinunter an die Kreuzung, wo wir nach rechts, erneut ein kleines Stück die To Hieu Strasse entlanglaufen um dann kurz darauf nach Links in die Hang Kenh Strasse abbiegen. Die laufen wir normalerweise dann eine Weile entlang, bis zu einem Verkaufsstand, an dem wir wieder umdrehen und die gleiche Strasse zurücklaufen, bis wir an den Markt kommen, von dem aus wir dann zum Sen See kommen, die Ho Sen Strasse rechts nach oben laufen und nach rechts über die To Hieu Strasse zurück nach Hause kehren.
-Die rote Markierung, zeigt die Strecke, die King Kong dann ab Mikas Verschwinden plötzlich gewählt hat. Kartenquelle: http://vietnamtravels.vn)

Dadurch, dass wir eine festgelegte Route haben die wir ablaufen, kennt King Kong den Weg und ist in der Regel einen Schritt voraus. Er läuft automatisch in die jeweiligen Strassenzüge, die ich als nächstes ansteuern würde. Sonntag Nacht, machte er eine Ausnahme. Die einzig ernsthaft leere Strasse -der Markt-, wollte er auch diesmal nicht ansteuern. Ich konnte ihn mit Mühe zwar noch einige Meter hineinlocken, aber er blieb immer wieder stehen und legte die Ohren an..-zumal er sowieso schon hinter mir lief und nicht wie sonst bereits munter und fröhlich vorraus.
Ich schob das eher auf die Tatsache das er wusste, dass am Ende des Marktes eine seiner Freundinnen, sein übriggebliebenes Essen von mir bekommen würde, was ihm gar nicht in den Kram passte.
Er ist ein kleiner Futterneider und ich redete mir ein, dass dies der Grund für seine Weigerung wäre.
Ich dachte mir aber, dass er schon wissen würde, was oder warum er das tat und fragte mich insgeheim allerdings dann doch, ob er nicht vielleicht spürte, dass irgendwas nicht so ganz stimmte.
Ich zwang ihn demnach nicht weiter und folgte statt dessen seinem neu gewählten Weg auf der belebteren Strasse.

Nach einer weiteren Nacht, konnte ich mir allerdings nicht weiter vormachen, dass die "Mitternachtsrunden", die ich so gerne habe, künftig noch zu verantworten sind.
Wie die beiden Nächte zuvor, hatte ich hin und wieder den Eindruck, dass ich unter Beobachtung stehen würde.
Immer wieder fuhren Motorräder mit Jungs an mir vorbei, die mich anstarrten.
Das kommt für gewöhnlich aber schon mal vor, da ich mit meinem Erscheinungsbild (Blonde Haare, blaue Augen, lange Nase) ja nun doch ab und an für Erstauenen sorge.
Mir war aber unerklärlicherweise klar, dass das nicht diese Art von Blicken war.
Das waren keine Blicke der Überraschung. Sie waren sehr gezielt und allesamt aus versteinerten und verschlossenen Mienen heraus.

Irgendwie war mir ab da eindeutig bewusst, dass hier was am laufen war.
Die seltsamen Vorkommnisse dieses und der vorangegangenen Tage, waren keine Zufälle, dessen war ich mir mit einem Schlag sicher und nach wenigen Minuten sollte sich das durch die Dummheit meiner Verfolger bestätigen.
Als ich in die Nähe eines Internetcafes kam, dass etwa auf halben Wege liegt, sah ein Trupp von etwa 4-5 "Mann" gerade auf und schickte sich dann, auf ihre Motorräder zu steigen und langsam an mir vorüberzufahren.

Während dem Vorbeifahren, meinte einer der Jungs auf dem Sozius: "Und, wie nun?!"
Der Vordermann antwortete: "Warte, sie wird gleich zurückkommen und dann schnappen wir sie uns in der Marktstrasse.."

"Aaachso! Na dann viel Spass beim warten Jungs!" dachte ich mir.
Ich rief anh Tung an, der ausser sich war vor Angst und Sorge und sich sofort auf den Weg zu mir machte, wofür ich ihm sehr dankbar bin, denn immerhin muss er morgens gegen 6 Uhr raus um Bi zur Schule zu bringen und dann im Anschluss selbst los muss zur Arbeit.

Am nächsten Abend wurde es ungeplanterweise noch ein weiteres Mal fast Mitternacht, als ich mit King Kong aufbrach. Anh Tung schimpfte und tobte, aber nichts half.
Ich kann unheimlich stur sein. Es lag nicht in meiner Absicht, nochmals das Glück herauszufordern, aber ich wollte auch nicht einsehen, dass anh Tung recht damit haben könnte, dass mir vermutlich niemand helfen würde, falls tatsächlich etwas geschehen sollte und das die vereinzelten Verkaufsstände mir im Fall der Fälle keinen Schutz böten, da diese oftmals Angst vor Repressalien haben, wenn sie sich in solche Angelegenheiten einmischen.

Ich versuchte damit zu beschwichtigen, dass die Kerle jawohl schon längst zugeschlagen hätten, wenn sie nicht die Anwesenheit weiterer Personen fürchten würden.
Ich wollte mich nicht beschneiden und einschüchtern lassen.

Mein armer Mann war machtlos und das letzte was er tun konnte, war mir das Versprechen abzunehmen, mich stets in der Nähe von anderen aufzuhalten, ja keinen Fuss in Richtung Markt zu setzen, mein Messer und eine Metallstange mitzunehmen -die er irgendwo im Haus für mich aufstöberte- und ihn unverzüglich anzurufen, sobald ich auch nur den leistesten Verdacht hätte, dass irgendwas nicht ganz normal wäre.

Er war wirklich wütend über meine ausserordentliche Stur-und Dummheit und liess mich nur unter grösstem Widerstand ziehen.

Es sah allerdings ganz danach aus, dass der Spuk vorüber war.
Weit und breit keine Spur von irgendwelchen zwielichtigen Gestalten,..bis-...ja bis kurz vor Ende unseres Rundganges. Ich befand mich kurz vor der Kreuzung hinaus auf die grosse Hauptstrasse, in deren Seitenarm auch unser Haus liegt.
Während King Kong gerade nichts-ahnend mit einer Freundin (der Chihuahuahündin eines Nachtwächters) die Gegend um mich herum unter die Lupe nahm.
Ich blickte auf und sah auf der gegenüberliegenden Strassenseite, vor einem kleinen Hotel der Hauptstrasse zwei Typen stehen, die verdächtig in meine Richtung starrten.

Einer trug eine Kappe ins Gesicht gezogen und lehnte an einer Hausmauer und der andere ging sichtlich nervös immer wieder auf und ab.
Letzterer sah ziemlich heruntergekommen und verwahrlost aus. Er hatte ungekämmtes Haar, eine abgeschnittene, ausgefranste und verdreckte Hose, ein ebenso verdrecktes, altes T-Shirt, lief soweit ich mich erinnere sogar barfuss oder hatte zumindest total durchgelatschte Schuhe an und war auch sonst schon schier schwarz vor Dreck.


(-Der blaue Punkt auf der Karte zeigt, wo ich mich befand. Die beiden grünen stellen die ursprüngliche Position meiner "Verfolger" dar. Die dünnen blauen-u.grünen Linien veranschaulichen, in welche Richtung wir uns gleichzeitig bewegten, als ich aus der Hang Kenh Strasse in die To Hieu Strasse trat.
-Die beiden orangefarbenen Punkte markieren die beiden Einfahrten auf meiner Strecke, von denen aus der Typ am Tag zuvor beobachtet hatte.
-Der graue Punkt ist das Internetcafe, aus dem die Gruppe von 3od.4 Leuten kam, die mich später in der Cho Con Strasse abpassen wollten. Kartenquelle: http://vietnamtravels.vn)

Wir hielten uns mindestens eine viertel Stunde dort auf, in der ich mehrmals unauffälig -was man von ihnen beim besten Willen nicht behaupten kann- einen Blick zu den Jungs warf.
Sie behielten mich die ganze Zeit über offensichtlich im Auge.
Als King Kongs Freundin schliesslich von ihrem Besitzer zu sich gerufen wurde, gingen auch wir weiter und just in dem Moment, in dem wir die letzten Meter zur Kreuzung zurücklegten, setzten sich auch die beiden Gestalten in Bewegung.
Die extreme Offensichtlichkeit und Auffälligkeit ihrer Handlungen verlieh der Situation etwas dermaßen groteskes, dass ich beinahe über den Ernst der Lage hinweg angefangen hätte zu lachen.

Nachdem das Hotel noch geöffnet war und auch ein Angestellter auf einen, vor dessen Eingang abgestellten Wagen Acht gab, fühlte ich mich relativ sicher.

Einer der beiden stieg auf sein Motorrad, sprach kurz etwas in sein Telefon und fuhr als ich die Kreuzung erreichte langsam an. Selbstverständlich nicht, ohne mich dabei eingehend zu Mustern und nach einigen Metern nochmal den Kopf nach mir umzudrehen.
Der andere überquerte die Strasse in sichtlich abgestimmten Tempo, um genau einige, wenige Schritte hinter mir auf meiner Seite anzukommen.

Ich konnte mir nicht verkneiffen, mir zu denken, wie unglaublich dämlich man sich doch anstellen konnte.
Da mehr als deutlich zu erkennen war, was hier gerade gespielt wurde, schützte ich lautstark die Idee vor, dass King Kong ja noch schnell die -ebenso mit ihm befreundete- Spitz-"Dame" des schräg gegenüberliegenden Hotels besuchen könne.

Ich rief dem Angestellten -den ich flüchtig kannte- zu: "Em ah, co con bong o day khong?" (Kleiner Bruder, ist "die Kugel" -so heisst der Hund- da?" und sagte nebenbei ebenfalls so laut zu King Kong, dass der hinter mir es mit Bestimmtheit hören konnte: "Cho em di tham con bong mot ty, nha?!" (Ich lasse dich die "Kugel" ein bisschen besuchen, einverstanden?!), während ich die Strassenseite wechselte.

Sichtlich verwirrt und scheins unschlüssig, was er jetzt tun sollte, blieb der "Dreckspatz" zurück.
Ich lachte mir ins Fäustchen, rief anh Tung an und bat ihn unverzüglich herzukommen.
Wissend, dass Tung sich sofort auf den Weg machen würde und in spätestens 1-2 Minuten Minuten bei uns sein würde, liess ich King Kong den Heimweg antreten.
Bei diesem Versuch jedoch auf der Seite des Hotels.

Kaum hatten wir die ersten Schritte getan, erwachte auch der "Schmutzfink" aus seiner Starre und setzte langsam einen Schritt vor den anderen. Stets darauf bedacht, maximal ein Stückchen vorraus zu sein.
Liess ich mich zurückfallen, verlangsamte er seinen Tempo oder blieb gar kurzfristig ganz stehen.
Dann traf aber auch schon Tung ein, was dem Vogel augenscheinlich vollends den Rest an Verwirrung gab.
Der war echt total fertig.

Tung fuhr gemächlich neben uns her und ich war heilfroh, dass er da war um uns zu beschützen, denn den Weg hier hätte ich nicht umgehen können, da es nur dieser zu unserem Haus führt.

Jetzt, wo Tung bei uns war, vergrösserte das schmuddelige "Etwas" schräg hinter uns seinen Abstand und war bald nurnoch schwer zu erkennen. Ich dankte anh Tung und dieser hielt mir eine Standpauke, die sich gewaschen hatte. Mir blieb nichts anderes übrig als endlich einzusehen, dass er vollkommen Recht hatte und ich äusserst fahrlässig meine eigene und vor allem aus meinem Egoismus heraus besonders King Kongs Sicherheit aufs Spiel setzte, da sie es ja nicht auf mich, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach auf ihn abgesehen hatten.

Wir waren eben erst ins Haus getreten, als ich ein Motorrad in unseren Gang fahren hörte.
Nach dem unseren, befinden sich lediglich noch 4 weitere vor dem Ende der Sackgasse, die ausschliesslich von älteren Leuten bewohnt werden, von denen zu solch vorgerrückter Stunde niemand mehr nach Hause kommt.
Darum wusste ich auch gleich, dass es nur Kumpane unseres Verfolgers sein konnte, als das Motorengeräusch an unserer Haustür vorüberzog.
-Und tatsächlich vernahm ich, wie das Motorrad anschliessend wendete.

Ich machte meinen Mann darauf aufmerksam, der zur Tür eilte um zu sehen, wer da draussen war.
Im selben Augenblick, in dem anh Tung die Tür öffnete, raste das Motorrad an uns vorbei und wahrhaftig:
Es war niemand anderes, als der Typ mit der Kappe.

"Er kam um zu sehen, wo wir wohnen. Jetzt wissen sie es." bemerkte anh Tung stumpf.
"Das wissen sie lange." gab ich zurück und erzählte meinem Mann von allen Ereignissen der letzten Tage und wie alles seinen Lauf genommen hatte.

Über zwei Jahre konnte ich die Ruhe und den Frieden des nächtlichen Hai Phongs geniessen und in aller Seelenruhe mit King Kong meine Runden ziehen und die anderen "Nachtschwärmer" treffen.
Damit ist nun wohl definitiv Schluss.

Wir wissen nun mit Sicherheit, dass man es auf King Kong abgesehen hat und hinter uns her ist.
Sie werden auf eine günstige Gelegenheit warten um zuzuschlagen.
Jetzt ist es an mir, ihnen diese Gelegenheit nicht zu bieten..

Sonntag, 9. September 2012

Ein schwarzer Tag

Heute ist ein mehr als schwarzer Tag.
Gestern Nacht verschwand  King Kongs Freundin -die liebe Hündin unsere unmittelbaren Nachbarn.

Da es inzwischen bereits halb 4 Nachmittags ist, habe ich wenig Hoffnung, dass sie zurückkehren wird,
oder überhaupt noch am Leben ist, denn in der Regel wird ein Hund, der sich ohne Herrchen auf der Strasse befindet innerhalb weniger Stunden von den Hundefängern -die Frischfleisch-Nachschub für die etlichen Hunderestaurants besorgen- aufgegriffen und mit einer dünnen Metallschlinge, die an einem Stock befestigt ist, eingefangen.

Diese Schlaufe wird blitzschnell so eng um den Hals des Hundes gezurrt, dass dieser nichtmal einen Laut von sich geben kann.
Danach steckt man die Tiere in kleine, geflochtene Körbe hinten auf dem Motorrad und karrt sie in eines der Hunderestaurants, wo sie totgeschlagen werden. :(

Diese Hundefänger machen Nacht für Nacht ihre Streifzüge durch die Strassen und sind bei der Bevölkerung verhasst ohne Ende.
Schon zu viele haben ihren treuen Freund auf diese Weise verloren.
Auch ich kenne inzwischen etliche Beispiele.
Es wird nicht einmal davor halt gemacht, einem die Hunde direkt vor der Haustüre wegzustehlen.

Die liebe, hübsche Mika :(
Da jeder weiss, was die Tiere erwartet, wenn sie in die Fänge der Hundediebe geraten sind und weil es soooo viele dieser Vorfälle gibt, sind die Leute entsprechend erzürnt, wenn sie so einen mal auf frischer Tat ertappen und in die Finger kriegen.
In so einem Moment wird nicht lange gefackelt und es sind schnell ein paar Nachbarn zusammen, die allesamt ausser sich vor Wut auf den Dieb losgehen.

Die Täter kommen nicht selten nicht mehr mit dem Leben davon.
Gleiches wird hier mit gleichem vergolten könnte man sagen und diese Form der Selbstjustiz findet breite Zustimmung innerhalb der Bevölkerung.
Auch die Polizei gibt sich in der Regel keine sonderlich grosse Mühe, solche Fälle aufzuklären.
Zum einen weil es sicher kein leichtes Unterfangen ist, in einem Mob Beteiligter den letztlich Schuldigen auszumachen, zum anderen vermutlich aber auch, weil diese Taten selbst unter den Beamten einen gewissen Zuspruch finden.

Erst kürzlich kam es in einem kleinen Dorf in der Nähe von Ha Noi zu so einem Zwischenfall, bei dem gleich 2 Hundediebe, von einer Horde Dorfbewohner zu Tode geprügelt wurden.
 
Ich kann das nicht wirklich verurteilen, denn ich kann die Aufgebrachtheit der Menschen verstehen und die Diebe wissen mehr als genau, was ihnen unter Umständen blüht, wenn sie sich für den Fleischbedarf der Hunderestaurants an den Tieren der Leute vergreifen.

Das unglückliche an der Geschichte von gestern Abend ist, dass ich "Mika" -so heisst die Hündin meines Nachbarn- gesehen habe, als ich von meiner nächtlichen Runde mit King Kong gekommen bin, sie allerdings nicht erkannt habe und in dem Moment auch noch nicht wusste, dass sie vermisst wurde.
Ihr eigenes Herrchen hat sie tragischerweise knapp verpasst.

(Danke an Lothar, für das Bild)
Aber fangen wir von vorne an:
Die letzten Tage hatte es fast durchgehend geregnet.
So auch gestern Abend. Deshalb konnte ich nicht mit King Kong gehen und bin früh schlafen gegangen.
Gegen 1 Uhr Nachts hat mich der Stinker aber aufgeweckt, als er mitbekam, dass es aufgehört hatte zu regnen.
Gutmütig wie ich bei ihm bin, bin ich also aufgestanden und habe mich fertig gemacht zum Gassi gehen.
Unterdessen bekam ich mit, dass mein Nachbar mit einigen Freunden nach Hause kam.
Es gab einigen Tumult, in dem wohl vergessen wurde die Türe zu schliessen und Mika unbemerkt nach draussen lief.
Die Aufmerksamkeit war anscheinend auf einen der Jungs gerichtet, weil der betrunken war.

Kurze Zeit später brach dann Hektik aus, als man merkte dass der Hund verschwunden war.
Das habe ich aber leider nicht mitbekommen und mich auf den Weg mit King Kong gemacht.

Unterwegs traf ich dann einen bekannten mit dem ich mich einige Zeit unterhielt, während King Kong mit dessen Chihuahua spielte. Ein weiterer Typ kam hinzu, den ich nicht kannte, der aber wie mein Bekannter auch in einem der Häuser an den Zuggleisen zu wohnen schien.
In diesem Viertel lebt der etwas ärmere Teil der Einwohner von Hai Phong und viele dort verdienen sich ihr Geld durch krumme Geschäfte. So fand ich es auch etwas beunruhigend, dass der Kerl der hinzugekommen war so grosses Interesse an King Kong zeigte und sich darüber informierte, wo ich wohne.

Später als ich weiter ging, vielen mir einige Jungs auf, die die Strasse auf und ab fuhren und einer von ihnen hatte sich in einer kleinen Gasse an der ich vorüberkam postiert.
Als ich ihn ein gutes Dutzend Strassenzüge weiter hinten dann erneut in einer Gasse stehend sah, war für mich die Sache klar, dass der Typ aus dem Schienen-Viertel sicherlich ein paar Leute zusammengetrommelt hatte, die mich bei günstiger Gelegenheit abpassen- und sich King Kong schnappen sollten..

Ich verzichtete von daher bei diesem Ausflug auf die Wege, von denen ich wusste dass sie um diese Zeit verlassen sein würden.
Die jungen Männer schienen unterdessen ihre Streifzüge fortzusetzen.
Einer fuhr an mir vorüber, drehte um und fuhr ein weiteres Mal an mir vorbei, wobei er am Telefon fragte, "welche -es- sei".
Ich hatte noch nie zuvor ein ungutes oder unsicheres Gefühl, wenn ich so spät noch mit King Kong draussen unterwegs bin, aber da machte ich mir wirklich Sorgen und strafte mich selbst leichtsinnig, zu so später Stunde noch alleine mit dem Hund auf der Strasse zu sein.
Völlig zu unrecht, wie sich am nächsten Morgen herausstellen sollte, da gar nicht nach King Kong und mir, sondern nach Mika ausschau gehalten worden war, was ich ja aber leider nicht wusste und deshalb falsch interpretierte.

Von daher hielt ich auch die 2 Motorräder, die mit 4 Leuten besetzt waren und aus dem Gang zu unserem Haus kamen für Leute, die King Kong schnappen sollten, als ich einen von ihnen: "voll die Leiden und das alles wegen einem Hund!" fluchen hörte.

Ich vergewisserte mich, dass sie weg waren und ging erleichtert in unsere Gasse.
Vor der Haustür drehte ich gerade an unserem Zahlenschloss, als ich am Eingang des Ganges einen grossen dunklen Hund sah.
Traurigerweise erkannte ich nicht, dass es sich um Mika handelte, sonst hätte ich sie anlocken können.
Aus Angst eventuell angefallen zu werden, konzentrierte ich mich auf die richtige Zahlenkombination und bis das Schloss offen war und ich mich dazu durchgerungen hatte nachzusehen, welcher Hund das war, war sie jedoch verschwunden.

Jetzt weiss ich, dass die Kerle, die vermeintlich nach uns gesucht hatten, in Wahrheit nach dem Nachbarshund suchten und dass die Jungs auf den Motorrädern, die aus dem schmalen Weg zu unserem Haus kamen, die Freunde meines Nachbarn waren.
Sie haben Mika vielleicht um gerade mal 1-2 Minuten verpasst.

Gerade hat anh Tung unserem Nachbarn ein paar Adressen genannt, die dieser abklappern sollte, an denen die eingefangenen und geklauten Hunde abgeliefert würden.
Da sie aber inzwischen noch nicht zurück ist, gibt es wohl keine Hoffnung mehr für sie.


KEO


Samstag, 1. September 2012

Wenn Engel fliegen

-Würde das so an und für sich sicher klasse aussehen.
Nicht aber, wenn sie es hier in Viet Nam tun, denn mit "Engel" meine ich unsere Kinder.
Unsere Kleinen, unsere Herzen, unser Ein und Alles,....unsere Engel eben!

Bildquelle: news.zing.vn
Und mit fliegen, meine ich in diesem Fall vom Motorrad - und zwar wenns einmal so richtig kracht.
Bei einem "ordentlichen" Unfall zum Beispiel.
Da sieht das dann sicherlich alles andere als klasse aus.
Ganz im Gegenteil!
Zumal die Kids hier nicht im Ansatz gegen sowas geschützt sind, wie ich heute zum ersten Mal seit langem erneut feststellen musste.

Väter oder Mütter stehen sich in der Unverantwortlichkeit in nichts nach (Bildquelle: news.zing.vn)
In der Regel registriere ich das durch den täglichen Anblick über Jahre hinweg bereits gar nicht mehr.
Heute saßen wir jedoch beim gemeinsamen Essen mit Freunden im Restaurant.
Dort konnte ich von meinem Sitzplatz aus einen herrlichen Blick auf eine unserer Haupstrassen in Hai Phong werfen, was ich dann auch einige Zeit tat.

Weil es bereits um Mittag herum war, war so gut wie jedes zweite oder dritte Motorrad von Müttern mit Kindern besetzt.

Gewöhnlicher Anblick vor einer Schule (Bildquelle: tinngan.vn)
Ansich ja nichts aussergewöhnliches in Viet Nam. Entsetzt war ich trotzdem darüber - oder besser gesagt über die Tatsache, dass von rund 60 von mir gezählten Halbwüchsigen auf dem Sozius, lediglich exakt 3 einen Helm trugen.

Alle anderen hatten gar nichts, oder maximal ein "Kappi" also eine Kappe auf dem Kopf, was zwar nett aussehen mag und vor der Sonne schützt, vor sonst allerdings nichts.
Erst recht nicht vor den schlimmen Kopfverletzungen, die sich so ein Sprössling zuziehen kann,
sollte es beispielsweise zu einem Zusammenstoss kommen und das Kind dabei vom Roller gerissen werden.

Die Kappe schützt zwar vor der Sonne, sonst aber vor nichts (Bildquelle: news.zing.vn)
Ich hatte früher schon mal auf dem Blog von solch einem schrecklichen Unfall berichtet, bei dem ein junges Mädchen -etwa in Bi`s Alter- tragischerweise mit dem Kopf auf den Boden aufgeschlagen war.
Sie hatte keinen Kopfschutz getragen.
Ich weiss nicht was aus ihr geworden ist, aber die Tatsache, dass sie bewusstlos war und sich eine Blutlache auf der Erde unter ihrem Gesicht ausgebreitet hatte, lassen nichts Gutes erahnen und nichts Gutes erahne ich darüber hinaus im Hinblick auf eine baldige Änderung im Bewusstsein der Einwohner meiner Wahlheimat.

An "kindgerechten" Modellen, mangelt es sicher nicht (Bildquelle: giadinh.vcmedia.vn)
Zwar besteht nun schon seit rund 4 Jahren eine Helmpflicht, die bereits Kinder ab dem 6.Lebensjahr umfasst, aber das jemand aufgrund des fehlenden Helmes für seinen Nachwuchs angehalten wurde,
hab ich in all den Jahren noch nicht erlebt.
Hier drücken aber nicht nur die Hüter des Gesetzes, sondern auch die wirklich Verantwortlichen - nämlich die Eltern oft mehr als nur ein Auge zu.

Eher noch die Ausnahme (Bildquelle: news.zing.vn)
Es werden ja schon die eigenen Kopfbedeckungen ohne Einsicht für deren Sinn und Zweck- und eher aus purer Angst vor der Polizei getragen und sind von daher meistens auch gleich entsprechend nachlässig -wenn überhaupt- auf dem Haupte befestigt.

Die Gurte, die die Dinger im Zweifelsfalle dort halten sollten wo sie sind, hängen ein bisschen übertrieben gesagt schon halb am  unten am Asphalt, Verschlüsse sind wenn dann oft nur kaputt vorhanden und auch sonst würde z.B. mehr Wert auf eine angesagte Optik, als auf Funkionalität gelegt.

Der Staat engagiert sich u.a. durch Aktionen an Schulen und Werbung (Bildquelle: cand.com.von)
Wenn den Erwachsenen aber sogar das leiseste Verständnis für den Aspekt der Sicherheit und Verhütung von eventuell schwerwiegenden Kopfverletzungen im Bezug zu einem Helm fehlt,
ist nicht weiter verwunderlich, wenn man auf Situationen trifft,
wo angestrengt versucht wird für einen unerwarteten Sozius einen Helm aufzutreiben- oder man selber fast schon beschworen wird, man müsse seinen "mũ bảo hiểm" (der Schutzhelm in der Landessprache) afusetzen, während kleinen Kindern, die munter "ohne" auf die Maschinen klettern nicht die geringste Beachtung geschenkt wird.
-Auf die achtet die Polizei ja immerhin nicht so genau.. :/

(Bildquelle VnExpress)
Auch der Versuch seitens der Regierung, die Leute durch abschreckende Werbungen zu sensibilisieren, blieb bislang weitestgehend erfolglos, wie ich heute ja nun erneut feststellen konnte.

Vielleicht vier- und fünfjährige Kids werden zwischen Lenker und Sitz gestellt, richtige Kleinkinder -so ungefähr gerade mal dem Säuglingsalter entwachsen- sollen sich hinten an Mamas Rücken festkrallen und wenn der Papa, der das Motorrad steuert vielleicht mal einen zuviel hinter die Binde gekippt hat,.....
Ist`s auch ok. Da wird schon nix passieren.

Zumindest das Kind, das gestzl. dazu verpflichtet ist trägt einen (Bildquelle: news.zing.vn)
Ich fühle mich den Vietnamesen zwischenzeitlich sehr verbunden und akzeptiere, toleriere und verstehe ihre Art eigentlich komplett, habe vieles von ihnen übernommen und hüte mich normalerweise stets davor, ihre Denkweise und Sicht der Dinge in Frage zu stellen oder gar anzuprangern, nur weil sie sich unter Umständen von den westlichen unterscheiden, aber was dieses Thema hier anbelangt, frage ich mich teilweise schon, wie es sein kann, dass sie hier so tutto completto anders zu ticken scheinen und wie es sein kann, dass sie sich ebenfalls scheinbar so gar keine Sorgen um ihre Kinder machen, oder das hohe Risiko schlicht nicht sehen können.

Kurzum: Totales Unverständnis meinerseits!
Hoffen wir, dass bald ein Umdenken stattfindet.

KEO


Montag, 27. August 2012

Eine wahrhaft missliche Lage

Nachdem mein Ausstieg als Übersetzerin in einem vietnamesischen Büro nun bereits mehr als zwei Jahre zurückliegt, in denen ich als freie Übersetzerin von zu Hause aus gearbeitet habe, wird es inzwischen mehr als Zeit, dass ich wieder in eine feste Anstellung zurückkehre.

Für mich selbst gestaltet sich die Suche- und für meine damaligen oder künftigen Arbeitgeber die Jobvergabe an mich- jedoch etwas schwierig, denn ich befinde mich solange ich die vietnamesische Staatsbürgerschaft noch nicht habe, in einer ziemlich komplizierten und schlechten Lage, denn:

in bei der Vergabe von Arbeitsplätzen müssen laut Gesetz zunächst einmal die eigenen Landsleute für die Stelle herangezogen werden, sofern es sich nicht um eine Arbeit handelt, für die evtl. das "know-how" von ausländischen Experten und Facharbeitern erforderlich ist

und zudem:

werden Arbeitsgenehmigungen laut den aktuellen Vorschriften sowieso auch nurnoch diesen erteilt!

Mein Problem hierbei ist, dass ich mich leider nicht zu dieser Gruppe zählen kann, da ich mit meinen knappen 24 Jahren, mit denen ich nach Vietnam gekommen bin um mit Tung leben zu können, in Deutschland vorher beruflich noch nicht so weit gekommen bin um sagen zu können, ich könnte hier irgendwen mit meinem ausserordentlichen Expertenwissen beglücken.. :(

Ich hatte in Deutschland zwar einen klasse Job mit spitzen Verdienst, aber von einer unverzichtbaren Fachkraft, deren Kenntnisse nicht auch zuerst bei einem vietnamesischen Arbeiter zu finden wären,
kann man bei mir wirklich nicht sprechen, wenn ich ehrlich sein soll.

Ich habe weder den Friedensnobelpreis erhalten, noch Menschenleben gerettet ;) ,
sondern war schlicht und ergreifend Serviceleitung und sozusagen die zweite stellvertretende Geschäftsleitung eines Gastronomie- und Freizeitbetriebes. Nichts weltbewegendes also..

Aber ob ich überhaupt irgendwann einmal in den Genuss der Staatsbürgerschaft meiner neuen Heimat kommen werde- und somit auch an eine Arbeitsgenehmigung liegt in den Sternen und hängt zwangsläufig für mich mal wieder von den deutschen Behörden ab, die ja damals im Grunde durch ihre Ablehnung unseres Visums auf Familienzusammenführung für mich entschieden haben, dass ich meinen Lebensmittelpunkt nach Vietnam verlegen muss - wenn ich nicht ohne meinen Mann leben möchte..
Ja und nun, hängt meine Zukunft irgendwie erneut von ihnen ab, denn ich kann die vietnamesische Staatsbürgerschaft eigentlich auch nur beantragen, wenn ich die deutsche auch behalten kann, denn alles andere wäre in meiner Situation unverantwortlich.

Ob mir aber das führen von 2 Pässen gestattet wird, entscheidet sich mit meinem nächsten Antrag auf Beibehaltung der deutschen Staatsbürgeschaft und dieser Antrag wird bei weitem kein Zuckerschlecken, da die Annahme einer neuen- ohne den Verlust der alten Staatsbürgerschaft in Deutschland meiner Meinung nach eigentlich quasi auch wieder nur für Experten, Topverdiener und eben die finanzielle und berufliche Elite des Landes vorgesehen ist.

Demnach ein Teufelskreis, aus dem es für mich ohne die Genehmigung dieses Antrages scheinbar kein Entrinnen gibt, aber das wäre Thema für einen separaten Blogbeitrag.
Heute wollte ich euch ja eigentlich lediglich von der neuen Chance erzählen, dass ich nun doch wenigstens fürs Erste wieder einen Beruf ausüben kann.

Anh Tungs Cousin hat sich nämlich bereit erklärt mich vorläufig in einem seiner Lokale als Geschäftsfürhung anzustellen. Ist zwar auch nicht so ganz legal, aber wenigstens machbar, weil es sich um den Betrieb der Familie handelt und man hier wenigstens noch seiner Familie mit seiner Arbeitskraft "helfen" darf,
ohne dass man das gleich als offizielle Arbeitsstelle deklarieren muss.

Von daher war auch die Vergütung für diese "Hilfe" noch kein tieferes Gesprächsthema zwischen der Tante, dem Cousin meines Mannes und mir denn meine "Hilfe" in diesem Restaurant soll im Prinzip auch erstmal eine "Hilfe" für uns sein (anh Tung und mich), um das Vertrauen von Tungs Mutter wiedererlangen zu können, bei der wir aktuell aus diversen Gründen ja etwas in Ungnade gefallen sind..

Die Chance darauf, dieses Vertrauen von ihr neu gewinnen zu können ist für uns unabdingbar für unseren weiteren beruflichen Werdegang, denn wir wollen uns über kurz oder lang selbstständig machen und zur Finanzierung hierfür sollte sie den Löwenanteil beisteuern..

Bevor es jedoch heisst gemeinsam auf eigenen Beinen zu stehen und reich zu werden (hehe),
heisst es nun erstmal für mich: buckeln!

Und das nicht zu kurz, denn der neue Job bringt einen 13 Stunden Tag mit sich (von 8:00 Uhr Morgens bis 14 Uhr und von 16 Uhr bis 23 Uhr) und das Ganze unglaubliche SIEBEN TAGE DIE WOCHE!

Neben einen Hauhalt für 3 Stockwerke, der Wäsche, einem Mann, einer Tochter und einem Hund die es zu versorgen gilt, wird das eine echte Mammutaufgabe!

Nächste Woche Dienstag, nach dem Feiertag wird es losgehen.

Mal sehen für wie lange ich das durchziehen muss und wie ich das meistern werde...

KEO


Montag, 20. August 2012

Bloginfo: Fortsetzung von "Meine Geschichte"

Hallo ihr Lieben,

lange genug hat es gedauert, aber nun ist es endlich soweit und ich habe einen neuen Teil von "Meine Geschichte" kennengelernt.

In diesem neuen Abschnitt könnt ihr lesen, wie meine erste Reise ganz alleine nach Vietnam und gleichzeitig auch das erste Wiedersehen mit Tung nach 4 Monaten Trennung verlaufen sind.

Unser erster gemeinsamer Liebesurlaub nach Cat Ba und was sich sonst noch so in diesen 3 1/2 Wochen
ereignet hat, lest ihr am besten selbst nach.


Selbstverständlich gibt es zudem auch wieder jede Menge schöner Bilder von damals dazu.

Hier geht es zur gesamten Story einschliesslich den neuen Abschnitten:

Meine Geschichte

Ich wünsche denjenigen unter euch, die schon lange auf eine Fortsetzung warten und natürlich auch allen anderen viel Spass beim lesen.

Keo

Donnerstag, 16. August 2012

Đảo Cát Bà - Die Insel Cat Ba

Über die Jahre habe ich fast schon vergessen, wie glücklich ich mich schätzen kann, an einem Ort zu leben, von dem manche Menschen nur träumen können, dort einmal im Leben Urlaub zu machen.


Zwar ist Hai Phong selbst nicht unbedingt dieser Platz, dafür haben wir ihn aber quasi direkt vor der Haustür, denn so wie der durchschnitts-Deutsche am Wochenende vielleicht seine sieben Sachen packt und an den See fährt, packen wir die Badesachen und Kleidung zum wechseln ein und fahren nach Cat Ba.

Die Promenade auf Cat Ba
Cat Ba ist die grösste Insel der weltberühmten Ha Long Bucht, die zu den sieben Weltwundern zählt und darüber hinaus seit 1994 ein geschütztes Biosphärenreservat der UNESCO ist.

Cat Ba, ein wunderbares Naturerbe
Neben einer Zahl -für meinen Geschmack- traumhafter Strände, bietet Cat Ba aber auch einen nicht zu verachtenden Nationalpark, der einen Ausflug lohnt.

Ausblick über den Nationalpark
Das Cat Ba ein echter "Geheimtipp" ist, hat sich scheinbar schnell rumgesprochen und somit erfreut sich die Insel schon lange nicht mehr nur einheimischer Besucher.
Trotzdem hat man meist das Glück, so gut wie alleine oder gar tatsächlich alleine an einem der relativ naturbelassenen oder "bewirtschafteten" Stränden zu liegen.

Einer meiner Lieblingsstrände
In den letzten Jahren hat sich auf Cat Ba, wie im Rest des Landes einiges getan und das Eiland erfreut sich nun beispielsweise einer Strandbungalow-Anlage, in der man direkt am Strand übernachten kann.
Dort stehen verteilt auch kleine, hölzerne Pavillions, in denen Hängematten die Besucher zu einem Nickerchen mit Wellenrauschen im Hintergrund einladen.

Strandpavillions
Selbst zur Hochsaison im Juli und August, wo man ohne Vitamin B auf jeden Fall bereits im Vorfeld ein Zimmer reserviert haben sollte und sämtliche Unterkünfte aus allen Nähten platzen, schafft man es nur selten, mit mehr als 10-20 Leuten gleichzeitig am Meer zu liegen, da Vietnamesen in der Regel erst zum frühen Abend hin ans Wasser gehen um den direkten Kontakt mit der Sonne zu vermeiden.

Die kleinen Hüttchen, für eine Nacht direkt am Strand
Aber auch wem das ewige flätzen im Sand oder auf den mit Schirmen geschützten Liegestühlen zu lang wird, kann sich mit einem der unzähligen Freizeitangebote hervorragend die Zeit vertreiben.
Neben Kanufahrten, Schnorcheln, Höhlenbesichtigungen, Klettern, Ausflügen auf dem Fahrrad oder Schlemmertouren z.B. auf den vielen schwimmenden Restaurants vor dem Anlegesteg der Insel, kann man sich auch eine Dschunke für einige Stunden oder -wer das mag- gleich über Nacht mieten und die unzähligen kleinen Felseninseln rings um Cat Ba besichtigen, oder gleich direkt in die Ha Long Bucht fahren.

Schwimmende Restaurants
Ich selber würde so einen Ausflug über Nacht allerdings wohl eher ausschlagen, da es hier in den vorangegangenen Jahren immer wieder zu traurigen Zwischenfällen gekommen ist, in denen Dschunken oder Ausflugsboote sanken und oftmals viele Menschenleben kosteten, weil es mit der Sicherheit nicht unbedingt weit her ist.

Auf dem Ausflugsboot
Da hilft auch der seit diesem Jahr neue, weisse Anstrich -oder besser gesagt die neue "Ansprühung"- nicht viel. Was es damit auf sich hat, könnt ihr in meinem Beitrag vom 16. April dieses Jahres hier nachlesen.

Mit der Familie am Strand
Cat Ba ist auch eines der beliebten Ausflugsziele für uns, wenn meine Mama und mein Bruder uns in Vietnam besuchen kommen, weil wir von unserer Haustür aus nur knapp eine bis eineinhalb Stunden in eines der Hotels auf Cat Ba brauchen und die beiden zumeist auch nur wenig Zeit mitbringen - weshalb eine Reise, beispielsweise in den Süden sich eigentlich nicht lohnt.

Eines der Hotels am Strand
Bei ihrem Besuch im vorletzten Jahr, haben wir uns dann auch endlich mal aufgerafft und sind den Weg ins innere der Insel angetreten, um den Nationalpark zu besichtigen und das hat sich gelohnt.
Zwar war der Aufstieg durch den Dschungel -trotz Wahl der "gemütlichen Wanderroute und nicht des "Adventure-Pfades"- recht abenteuerlich und teils sogar etwas beschwerlich, dafür wurde man dann oben auf dem Gipfel des Urwaldberges mit einem wirklich atemberaubenden Anblick belohnt - auch wenn man sich nicht auch noch die letzten Meter hinauf auf ein wackeliges Metallgerüst zum Aussichtsplateau getraut hat. :)

Aufstieg im Dschungel
Cat Ba hat einige inzwischen äusserst seltene und teils geschützte Pflanzen- und Tierarten, die hoffentlich noch lange erhalten bleiben.
Meine grosse Angst, im Dickicht auf eine Schlange zu treffen, hat sich gottseidank nicht bestätigt.
Dafür ist mir aber mal eine direkt am Strand über den Weg geschlängelt.
Das war meine erste Begegnung mit so einem Tier in freier Wildbahn und ich war nicht sonderlich erquickt über dieses Treffen aber dass Angestellte des Resorts an diesem Strandabschnitt sie zu unserer Sicherheit getötet haben -da angeblich giftig und ein Biss sogar tödlich- fand ich trotzdem nicht besonders schön.

Wer entdeckt den kleinen Krebs?
Zumal sich nach einiger Recherche im Internet im Nachhinein herausgestellt hat, dass es eine völlig harmlose "Flying Snake", eine Schmuckbaumnatter war.

Die Schmuckbaumnatter hat sich auf eine Palme geflüchtet
Was ich dafür allerdings noch nie zu Gesicht bekommen habe, sind die Affen auf der nahegelegenen "Monkey Insel".

Monkey Island - Die Affeninsel
Alles in allem ist und bleibt Cat Ba einer meiner absoluten Lieblingsplätze hier und aus einem geplanten Wochenendausflug wird bei uns immer schnell mal eine Woche.
Wir springen dann nach einigem Hin-u.Her in letzter Minute doch noch schnell von dem Schnellboot, auf dem wir schon sitzen um die Heimfahrt anzutreten.

"Stadttor" am Anlegesteg
Das wäre vor 2 Jahren übrigens auch ratsam gewesen, als wir mit meiner Familie dort waren, denn an diesem Tag ging ein schrecklicher Sturm und die Wellen waren haushoch.
Nie zuvor im Leben war ich mir so sicher, dass unser aller letztes Stündlein geschlagen hätte, wessen wir meiner Einschätzung nach tatsächlich auch nur knapp entgangen sind.

Das Schnellboot zw. Cat Ba und Hai Phong
Das Schnellboot war ein absoluter Spielball der Wellen, die Einheimischen, die sich mit der See auskennen waren mucksmäuschenstill und haben nervös aus dem Fenster geblickt und selbst die wenigen Touristen, die den Anblick der rauhen See und das extreme Auf und Ab des schon alten Bootes anfäglich noch total spannend fanden, sind nach und nach verstummt.

Auch bei schlechtem Wetter ein traumhafter Anblick
Ich danke sämtlichen höheren Mächten, Geistern und Göttern, die uns an diesem Tag heil haben ankommen lassen. Hinterher haben mir auch meine Mama, mein Bruder und sogar mein Mann, den sonst normalerweise wirklich aber auch gar nichts aus der Ruhe oder Fassung bringen kann gestanden, dass sie sich mindestens ebenso sicher waren wie ich, dass wir kentern und untergehen würden.

Schwimmende Stadt vor den Toren Cat Ba`s
Die -glaube ich- 3 kleinen Türen, die jeweils nach aussen aufgehen, hätte im Falle dass wir tatsächlich untergegangen wären kein Mensch mehr aufgebracht und niemand hätte die "Hoang Yen" lebendig verlassen.


Seither achte ich besonders aufmerksam auf das Wetter und würde bei schlechtem Wetter die Überfahrt eher verschieben, denn das ein vietnamesischer Kapitän rund um die Ha Long Bucht eine Fahrt aufgrund von
Sorge über eventuelle Risiken und Gefahren ausfallen lassen würde, wird bis dato wohl eher nicht vorkommen. Die Reedereien und Bootsbesitzer hier sind echte Seelenverkäufer. Deswegen empfehle ich auch jedem, der sich in Vietnam auf einen Dampfer, eine Fähre, eine Dschunke, ein Boot oder ein normales Schiff begibt, vor dem Ablegen selber noch kurz einen Blick gen Himmel zu werfen und im Zweifelsfalle lieber auch abzuwarten, bis das Wetter einigermaßen steht.

Das Sunrise Hotel direkt am Strand
So eilig kann man es eigentlich gar nicht haben. Lieber etwas später ankommen, als gar nicht.


Der vorläufig schlimmste Unfall in der Ha Long Bucht, seit meiner Zeit in Vietnam war soweit ich mich erinnere Anfang letzten Jahres, als eine der Ausflugsdschunken, auf der die Touristen meist gleich über ein oder zwei Nächte bleiben unterging und 12 blutjunge Menschen mit in den Tod riss.
Wenn ich mich richtig erinnere, waren die Urlauber bis auf Ausnahme einer Frau aus Russland erst zwischen Anfang 20 und Anfang 30.
Hier war allerdings nicht das Wetter der Auslöser, sondern scheinbar der schlechte Zustand der Dschunke, die in den frühen Morgenstunden einfach in 2 Teile zerbrach.

Sonnenuntergang vor den Toren Cat Ba`s
Genaueres zu diesem schrecklichen Zwischenfall könnt ihr hier nachlesen.

Keine Menschenseele weit und breit
Da bin ich jedesmal heilfroh, wenn wir die An-oder Abreise nach Cat Ba oder Hai Phong hinter uns- und wieder festen Boden unter den Füssen haben.
-Und diesen festen Boden kann man auf der Insel übrigens auch super ausnutzen, wenn man einen der herrlichen Wanderwege entlang der Klippen zwischen den einzelnen "Cat Co"-Stränden benutzt.

Erster Ausflug nach Cat Ba im Frühsommer 08
Hier hat man eine atemberaubende Aussicht aufs offene Meer- und bereits vereinzelten Felseninseln hinaus.

Entlang der Wanderwege, die die einzelnen Strände verbinden
Meine erste Reise innerhalb Vietnams ging übrigens auch nach Cat Ba. Damals habe ich aber aufgrund der noch nicht so prächtig ausgeprägten Vietnamesisch-Kenntnisse nicht so richtig verstanden, wo`s hingeht und hatte von daher weder Sachen zum Baden, noch Kleidung zum wechseln, geschweige denn eine Zahn-od. Haarbürste dabei.

Mit BH und Tungs Unterhose am Meer ;)
Glücklicherweise ist anh Tung aber ja nicht der Grösste und ich hab mir dann einfach mit seinen Klamotten ausgeholfen und mir ein paar Pflegeprodukte in einem der Shops gekauft.
Das war der bislang einzigste "romantische Pärchenausflug", den ich im Leben gemacht habe und es war bestimmt eine der schönsten Wochen in meinem Leben. Geplant waren ursrpünglich eigentlich auch nur 2 Tage. :)

Mit Tungs T-Shirt über Cat Ba
Mein Mann -zur damaligen Zeit erst noch mein Freund- hatte uns in dieser Woche eine Dschunke für uns ganz allein gemietet und bei einem der vielen schwimmenden Fischhändler etwas für ein romantisches Überraschungs-Dinner auf einer einsamen Insel mit verlassenem Sandstrand eingekauft.
Um dorthin zu gelangen, mussten wir aber erstmal von unserem Boot aus die letzten Meter zur Insel durchs Wasser warten, denn für das Schiff wäre das Meerwasser hier zu seicht gewesen.

Auf einer ähnlichen Insel hatten wir unser Strand-Dinner
Abends sind wir dann meist über die Promenade geschlendert und haben ein wenig gebummelt.
Entlang der Hauptstrasse befindet sich eine Vielzahl kleiner Stände, die Souveniers, Schmuck, Spielsachen und vor allem Gegenstände, die mit Perlmutt aus der Region verziert sind, verkaufen.

Die Promenade bei Nacht
Dort gibt es auch eine Reihe von Cocktailbars und Restaurants und etwas weiter oben, in den Strassen in denen die Hotels liegen befindet sich auch eine Discothek.
Ich habe aber noch längst nicht alles gesehen und Cat Ba hat mit Sicherheit noch einige versteckte Schätze mehr zu bieten, als die die ich bislang kennengelernt habe.

Anh Tung und ich mit Fotografin im Schlepptau ;)
Wer in den Norden Vietnams reist, sollte sich das Eiland, dass zu einem Kalksteinplateau gehört, dass nach und nach immer weiter ins Meer abrutscht und das ich gerne das Nha Trang des Nordens nennen, jedenfalls nicht entgehen lassen.

Hier nun noch ein paar Bilder für euch:

Ausblick von einem der Wanderwege
Die Schmuckbaumnatter
Hotelstrasse
Ein Strand ganz für einen allein
Unser erster Liebesurlaub

Auf der Ausflugsdschunke mit Tung
Mutter und Tochter
Der Pool des Sunrise Resort

Einzigartige Natur
Tung, Bi und ich an Deck der Ausflugsdschunke
Unsere kleine Maus

Unsere Multi-Kulti-Familie

KEO