Willkommen auf meinem Blog

Auf dieser Seite findet ihr -in den verschiedenen Rubriken unter dem Titelbild- viele nützliche Infos rund um das Thema Vietnam und zudem jede Menge lustig-bis spannende Anekdoten aus meinem Alltag, als Schwiegertochter einer vietnamesischen Familie..

Sonntag, 18. März 2012

Blog Info: Leserbild der Woche

Hallo meine Lieben,
sicherlich sind euch nicht die wunderschönen Leserbilder der Woche entgangen, die ihr auf meinem Blog relativ weit unten, rechts in der Menüleiste finden könnt.

Wie der Name ja schon verrät, wähle ich hier unter den Einsendungen meiner Leser -die entweder wie ich eine vietnamesische Familie haben, oder einfach nur Vietnam als ihr Urlaubsland entdeckt haben, ect-
regelmässig das schönste Bild aus, dass dann für rund eine Woche auf dem Blog ausgestellt wird.

Nun ist mir wieder neuer Schabernack eingefallen und ihr könnt somit ab das aktuelle Foto mit Punkten von 1-10 bewerten.
Je nachdem, wie euch die zu sehende Aufnahme zusagt.
Am Ende jedes Monates werde ich euch nun künftig das Foto, dass euch am besten gefallen hat in einem Blogbeitrag vorstellen und euch erzählen, wie es zu der Aufnahme kam oder welche Geschichte sich hinter der Aufnahme oder den Personen die darauf abgebildet sind, verbirgt.


Wer von euch also Lust hat, seine eigene Geschichte auf dem Blog zu erzählen oder einfach auch nur seinen lieblings-Schnappschuss mit den Bloglesern teilen möchte, der kann jederzeit mitmachen und mir über das Kontaktformular in den Rubriken, rechts unter dem Titelbild, einfach eine kurze Nachricht zukommen lassen.
Ich werde mich dann so bald wie möglich bei euch melden.

Ich hoffe ihr verzeiht mir die etwas längere Pause, die ich auf dem Blog eingelegt hatte und habt weiterhin viel Spass beim Lesen oder findet alle Informationen, nach denen ihr sucht.

Weitere nützliche Seiten, wie konkrete Angaben zu den Lebensbedingungen-, Vorraussetzungen- und -Umständen in Vietnam und über den Ablauf und die Bestimmungen für eine Einreise mit dem Vierbeiner sinde gerade in der Entstehungsphase.

Sollten euch noch andere Themen einfallen, über die ihr gerne näher bescheid wissen möchtet könnt ihr mir die gerne mitteilen und ich werde dann versuchen, euch möglichst viele Infos über das, was euch interessiert zusammenzustellen.

Eure Keo

Samstag, 17. März 2012

(CATINAT) - Wohin mit mir und den Kindern in Sài Gòn?

Wohin mit mir und den Kindern in Sài Gòn …. ? Vorschlag 2 – Spiel(un)moeglichkeiten
Kinder, Kinder … wohin zum Spielen in der Stadt ?
Von einer Szenerie in Sài Gòn habe ich keine Ahnung : das sind die Hochhaustrabanten an der Peripherie. In den Districten 2 und 7. Ich bin immer froh, wenn ich District 7 bei der Rausfahrt aus der Stadt hinter mir habe. Aber : vielleicht gibt es dort ja die Spielplaetze fuer die Grossstadtkinder, nach denen ich suche. Auch den bekannten Đầm Sen-Park als Familien - “Vergnuegungspark” lasse ich im District 11 links liegen. Ich war ein einziges mal da und das Disneyartige dort hat mir gereicht. Viele moegen’s.
Wie und wo spielen Sài Gòn’s Kinder ?
Die Internet/Game-Seuche grassiert. Unter den Kindern. Gut fuer die Brillenoptiker. Die weissen Gestelle sind zur Zeit der Teeny-Renner. Halt : gerade erfahren, jetzt ist pink angesagt.


Enkelin Anh Thư vor dem Laptop erkennt mich beim kurzen Aufschauen noch gerade.
Und in den “guten Stuben” des Mittelstandes machen Lego und Nachmacher gute Umsaetze.
Es piekst unter den Fuessen. Und im Alter von 68 Jahren im Schneidersitz Piratenboote zu Robotermeeting-Plaetzen umzufummeln stoesst vom Ergebnis her nicht immer auf Enkels Zustimmung. 

 
Unter dem Nachwuchs im Vor- und Grundschulalter haben die munteren kleinen Dicken sich einen festen Platz erobert. Verschnupft und hustend unter Air-Condition and neben Fan (r.u.).
Auch junge HNO – Aerzte , Tai, mũi và cổ họng bác sĩ , haben beste Berufsaussichten.
Thuật cắt hạch –Mandeloperationen – werden angeboten wie frische Mandeln.
Ploetzlich wird mir das gesamte Legoschlachtfeld – zum Aufraeumen ? Mit dem Besen ? – grosszuegig ueberlassen. Alles stuermt auf den neuen Kampfplatz. Vor der Tuer. Die “Gegner” werden erwartet, angefuehrt von Xanh Xanh , die im Blog schon vorgestellt wurde . In der Enge der Gasse. Die gelegentlichen Motobikefahrer dazwischen wie Dinosaurier. Fast fuehle ich mich schon “ausgestossen” – ist das “Integration” ?


Friedensverhandlungen” - Kem sầu riêng , Eiscreme, wartet im Kuehlschrank auf die Verhandlungsfuehrer.
Na, und wenn die Bande wieder , Eis schleckenddd, friedlich heimkehren und sich vor TV und Video hinhocken, was ist da mehrheitlich angesagt bei den 5 bis 9Jaehrigen und den ab 68 Jahren aufwaerts ?


Doraemon. Grosszuegigerweise darf ich dann wenigstens Nobita sein.
Das Spielen zuhause und in den Hẻms, den meist engen Gassen der dichtbesiedelten staedtischen Wohnbezirke , in denen Reiche oder Halbreiche nicht leben moegen, hat seine Ursache . Es ist kein Platz fuer Gaerten. Nicht einmal fuer Vorgaerten . Geschweige denn fuer Spielplaetze mit Geraeten. Spielpaedagogen sehen darin uebrigens keinen Nachteil. Die Sozialisation in den verschiedenen, altersungleichen Gruppierungen der Gasse bietet ungeahnt viele Lernerfahrungen.
Die Enkel kommen jedenfalls sehr gerne hierher zu uns, wo in der Nachbarschaft die Freunde sind. Sie wohnen naemlich anders. In einem “feineren Viertel” des Districts Phú Nhuận. So sieht von aussen der Eingang zu ihrem Haus aus :


Abgecircelt , sauber, gepflegt und fuer Kinderfreundschaftsbildung wenig geeignet.
Die Lebenswirklichkeit – am Samstag , es regnet. Ein Teil der Hẻm steht unter Wasser. Kem sầu riêng und unwichtigere Sachen wie Obst, Moehren, Oel … sind ausgegangen. “Wellcome – City-Market” in der Nguyễn Trãi-Strasse bietet sich an, das zu ersetzen.
Uebrigens (eins meiner Hobbies, zu wissen , wer die Strassennamengeber waren : Nguyễn Trãi (1380 – 1442 , konfuzianischer Gelehrter , der Le Loi bei der Befreiung von den Chinesen half; leider immer verstrickt in vietnamesische Hofintrigen ) Aber das brauchen die Kids (noch) nicht zu wissen.
Darueber (drinnen “Wellcome”) und was es an “Spielplatz” fuer draussen gibt : das naechste Mal.

Freitag, 16. März 2012

(KEO) - Von Elefantenbabys und Elfen

Gestern Abend, habe ich mich seit geraumer Zeit wieder einmal in die Unterwäscheabteilung in unserem Big-C Einkaufszentrum in Hải Phòng gewagt.
Für gewöhnlich lasse ich derartig deprimierende Ausflüge lieber sein, aber weil ich ziemlich an Gewicht verloren habe, wollte ich einen weiteren Versuch wagen und sehen, ob ich eventuell doch etwas passendes für mich finde.

Die europäischen Standards S, M, L, XL..ect werden zwar auch hier eifrig angewandt, haben aber im Grunde genommen nichts mit ihren westlichen Vorbildern gemein.
Zumindest bei Unterwäsche würde die Grösse S, was in Asien untertriebenerweise für "small" steht, einem besseren Hamsterunterhöschen gleichkommen.
M, nähert sich dann langsam und vorsichtig in etwa Kleinkinderwäsche an, L (was eigentlich ja schon "large" bedeutet) könnte in Deutschland, Frankreich oder der Schweiz vermutlich jedes magersüchtige Model auftragen und bei XL -dem "extra large"-, welches unserem Verstehen nach bereits für sehr füllige Menschen gemacht ist nähert man sich in Vietnam hingegen erst den Körperfüllungen- und Umfängen eines "normalen" Frauenhinterns an.

Ich bin nun derzeit wirklich nicht dick (rund 48 Kilo auf eine Körpergrösse von 1,67) und mache deshalb immer wieder den Fehler, hartnäckig nach Kleidungsstücken mit "S" Aufdruck zu greifen, wo ich jedes Mal betrübt feststellen muss, dass ich das Ding schätzungsweise nicht einmal über die Knöchel bringen würde, weil sicherlich nicht mehr Stoff dafür verarbeitet wurde, als Papier für ein Taschentuch verwendet wird.
Unbeirrt greife ich dann wenigstens nach dem "M" und rede mir dabei ein, dass das noch nichts heisst und nicht weiter schlimm ist. Manchmal sind die Dinger ja auch wirklich blöd geschnitten und dann kann es mir auch "drüben" mitunter passieren, dass ich diese Grösse kaufe.
Aber alles drehen, langziehen und wenden hilft nichts und ich weiss, dass diese gewöhnliche Unterhose an meinem Hintern nicht mehr verpacken würde, als ein String.
Also enttäuscht weiter zum "large", wo ich mich zunächst beschämt umsehe und mich vergewissere, dass keine der anderen Damen in der Abteilung beobachtet, nach was ich da gerade greife.
Ist die Bahn frei, wandert das -sicherlich nach wie vor- viel zu winzige Wäschestück ohne weitere Prüfung für gewöhnlich in meinen Einkaufswagen.
Das wird später an der Kasse schon peinlich genug.
Selbst eine Frau mit Traummaßen von 90-60-90 muss sich auf diese Weise vorkommen, wie ein Elefantenbaby, dass vieeel zu gross geraten, in einem Kreis von kleinen, zarten Elfen tanzt.

Bei den BH`s sieht es auch nicht sonderlich besser aus.
Wer Brüste hat, die etwas über die Umfänge einer elf- oder zwölfjährigen hinausgehen und für den somit ein A-Cup beim besten Willen keine Option ist, der muss sich mit den Sonderposten begnügen.
Das ist in etwa vergleichbar mit der Ecke in Deutschland, in der ein paar hässliche aber reduzierte Teile in übergrösse wie XL hängen, weil diese aufgrund ihrer ungewöhnlichen Grösse nicht an den Mann, -besser die Frau- gebracht werden konnten.
Die gängigen "Objekte" sind für den deutschen Frauengeschmack sowieso ein wenig zu arg gepusht.
Hier bekommt das Wort "Push up" eine völlig neue Definition.
Da kommt bei mir der Verdacht auf, dass die Dinger eine "2 in 1" (eine Zwei in Einem)-Funktion haben.
Tagsüber werden sie als Brustprothese getragen und Abends kann man sie dann abnehmen um darauf zu schlafen.
Das ist eigentlich doch ganz praktisch weil man so, wenn man über Nacht mal wonaderst schläft, sein Gästekissen immer gleich dabei hat..

Dienstag, 13. März 2012

(KEO) - Das Ende einer Aera?!

Gerade waren wir noch unser nächtliche Runde mit King Kông.
Schon beim ersten Schritt aus unserer Gasse viel mir auf, dass das junge Ehepaar, die für einige Monate im Haus direkt neben uns gewohnt hatten, heute nicht wie üblich nachts ihre Phở-bò (eine kräftige Rinderbrühe mit Nudeln) auf dem Gehsteig gegenüber verkauft.

Wunderbar zu erkennen, die gelbe "Trennlinie"
Das ist äusserst untypisch, denn die beiden verkaufen sonst tatsächlich 365 Tage im Jahr und selbst zu Anlässen wie Tết (dem vietnamesischen Neujahrsfest) -wo eigentlich das ganze Land still steht-, oder gar einem Todesfall in der Familie stehen die Eltern einer kleinen Tochter jede Nacht -bei Wind und Wetter- auf offener Strasse -bei schlechtem Wetter lediglich geschützt durch eine gespannte Plastikplane- und köcheln ihre Suppe.

Meist wird die Arbeit unter den Familienmitgliedern aufgeteilt
So wie diese Zwei, verkaufen bei uns in Hải Phòng und allen anderen Städten des Landes, rund alle 50 Meter geschäftstüchtige Vietnamesen ab dem frühen Abend bis etwa 2 Uhr, teilweise aber sogar bis in die Morgenstunden hinein, ihre Gerichte an Nachtschwärmer, Schlaflose, Partygänger, Pendler, Spätschichtler oder Frühaufsteher.
Für viele Vietnamesen ist das die einzige Möglichkeit ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und nicht weniger viele von ihnen Leben derzeit auch davon.

Die obligatorischen Platstikstühlchen
Diese kleinen "Betriebe" sind meist Familienunternehmen, in denen jeder mitanpackt und alles sozusagen noch echte Handarbeit ist.
Die Grossmutter erhitzt die Kohle des kleinen Ofens, auf dem später die Suppen und Speisen stundenlang warmgehalten werden, wäscht und sortiert die Kräuter und Beilagen während die Schwiegertochter und ihr Mann beispielsweise die grossen Knochen für den Sud in handliche Stücke hacken, Geschirr, Sossen und Getränke herrichten um dann alles auf einem Wägelchen zu verstauen, dass zu Fuß an eine Strassenecke in der Umgebung gekarrt wird.
Dort wird Abend für Abend die fahrbare "Küche" aufgebaut, winzige Plastikstühlchen und Tischchen werden aufgestellt, Stäbchen, Servietten, Zahnstocher, Zitronenstückchen, Salate und Würzmittel verteilt, der riesen Kochtopf drapiert und dann können die ersten -von nicht wenigen Gästen- kommen.
Und so wie alles Abend für Abend wieder neu aufgebaut werden muss, wird es natürlich auch jede Nacht wieder abgebaut und kleinsäuberlichst auf den Handkarren geräumt, um wieder nach Hause gezogen zu werden.

Phở bò
Diese Strassenimbisse gehören zu jedem Stadtbild Vietnams und sind im Grunde auch so etwas wie eine Lebenseinstellung für die Leute hier.

Selbst der Abwasch wird bei den typischen Garküchen vor Ort erledigt
Und nun verkündet Tùng mir -die mal wieder gar nichts mitbekommen hat- gerade auf meine verdutzte Feststellung, dass unsere ehemaligen Nachbarn heute gar nicht verkaufen, dass eben ein neues Gesetz erlassen wurde, dass das Aufstellen dieser Garküchen und Verkaufsstände nurnoch an Plätzen gestattet ist, die gewisse Kriterien erfüllen, die zumindest bei uns in der Stadt so gut wie nicht zu finden sind.
Zwar war das Ganze zuvor auch schon nicht so ganz legal, allerdings hat da die Polizei bei einem kleinen "Trinkgeld" im Normalfall noch weggeschaut und die Verkäufer weitestgehend in Ruhe gelassen.

Perfekt organisiert
Als ich meinte, das neue Gesetz sei vielleicht nur eine Art, dass derzeitige "Trinkgeld" etwas zu erhöhen, sagte mein Mann, dass es diesmal einer dieser Beschlüsse wäre, bei denen die Hüter des Gesetztes Anordnung haben, die Augen nicht zuzudrücken.

Das Fleisch für ein Phở gà wird vorbereitet
Finde ich richtig schade und bin in Gedanken bei den vielen, vielen Familien, die nun von einem Tag auf den anderen ohne Einkommensquelle dastehen. Wie sollen die sich und ihre Lieben denn nun ernähren?!
Ausserdem geht so gleich auch noch eine ganze Ecke von dem Gefühl der Sicherheit zu später Stunde draussen auf den Strassen verloren.
Es war doch irgendwie beruhigend, alle paar Meter eine Lichtquelle mit den vertrauten Leuten zu wissen..

Montag, 12. März 2012

Ngày quốc tế phụ nữ - Der Weltfrauentag

Heute war mal wieder einer dieser gefühlten 50 Feiertage wie Valtentinstag, Kinderneujahr, Weltfrauentag, Tag der Lehrerin, Weihnachten usw, usw...

Diese Tage werden in Vietnam nicht mit minderen Enthusiasmus zelebriert, als bei den Amerikanern das Halloweenfest.

Zu solchen "Feierlichkeiten" legen die Vietnamesen auch wieder ihren ganzen Geschäftssinn- und Fleiss an den Tag und alle 10 Meter wird ein Blumenstand aus dem Bodengestampft.

Einzig der Einfallsreichtum lässt hier etwas zu wünschen übrig und die Spruchbänder und Glückwunschkärtchen, die auf Pralinenschachteln oder in Blumensträusse gesteckt werden sehen eigentlich genauso aus, wie die zum vorherigen Anlass, einzig dass beispielsweise die Lehrerin oder der Schatz, heute durch eine gewöhnliche Frau ersetzt wurden. :)

Zu der Zeit, als ich hier noch im Büro, zusammen mit Vietnamesen gearbeitet habe, haben wir weiblichen Angestellten von unseren männlichen Kollegen jeweils eine rote Rose erhalten.
Das fand ich eigentlich ganz schön, auch wenn ich ansonsten solche Tage für ziemlich unsinnig halte.

Ich meine Mittags kommt der liebe Ehemann eilig aus seiner Arbeit nach Hause geeilt um einem in der Mittagspause einen völlig überteuerten und ausladenden Strauss Blattwerk in die Hand zu drücken oder einem ein paar nett verpackte Dickmacher zu überreichen und ein kleines: "Fröhlichen Weltfrauentag" hervorzubringen und am späten Nachmittag steht man dann bereits -natürlich trotz dem "fröhlichen Weltfrauentag"- wieder in Küche und kümmert sich um das Essen, den Abwasch, die Wäsche und die Schularbeiten der lieben Kleinen... :)

Vielleicht geht einem das ja aber am "08/03" -wie er hier auch kurz genannt wird- leichter von der Hand... :)

Freitag, 17. Februar 2012

(CATINAT) - Auch Kulturbanausen müssen über Bier posten dürfen ;)

Bier ? Ho Ho - aus Dortmund natuerlich, oder ?

Wenn ich, abweichend von meinem damit aber nicht beendeten Thema “Freizeit in Sài Gòn” Keo beim Biertrinken oder Bierbrauen ergaenzen darf ?
Die meiner Jugend- und Studienzeit naechstgelegene Stadt war Dortmund. Also : neben Stahl- die Bierbraustadt schlechthin. Ich will die Marken nicht alle aufzaehlen, aber auf einen Trend in der Gegend heute hinweisen : 
 
Es spriessen und florieren die kleinen Brauereien , die auch nur fuer den Tag produzieren. Vor einigen Monaten konnte ich im Sauerland in einer Gaststaette mit eigener Brauerei einige Fotos machen :


In Saigon trinke ich das recht billige Sài Gòn Xanh , links.


Mein vietnamesischer Schwager zieht mich lieber dahin, wo es das “Bitburger” gibt , auch etwas teurer.


Und zum Oktoberfest laedt sogar der Ông địa ein, wie schon mal in diesem Blog aehnlich gepostet.


Mein Bekannter , Heiko, aus Sài Gòn ist hier “Hobby Brewer Beer Scout” und im Internet kann man ihn unter www.hobbybrewer-vietnam.de.tl finden. 
 
Ich bin trotz Dortmunder Vergangenheit kein Bier - Experte geworden. 
 
Und abweichend von vielen Fans proste ich offen meinem Verein Schalke zu , und verdeckt genauso dem BVB.

Donnerstag, 16. Februar 2012

Bia Hơi

Der Bayer würde es vermutlich als DAS Kulturgut schlechthin einstufen.
Ich glaube fast ausnahslos jede vietnamesische Stadt dürfte es haben.
Besser: es brauen!


Das Bia Hơi, oder auch Bia Tươi.
Frisches, bzw frisch gezapftes Bier aus der Region.
Richtiges Bier Hơi muss auch aus der Umgebung sein, weil es wirklich erst in dem Moment gezapt wird, in dem es auch getrunken werden soll.


Fast schäme ich mich es zuzugeben, aber obwohl ursprünglich echtes Münchener Kindl, quasi mit der Bavaria und dem Oktoberfest im Blut aufgewachsen, bin ich keine Biertrinkerin.


Ausser einmal jährlich zur Wiesn, wo es einer Nestbeschmutzung gleichkäme, würde man nicht mindestens eine Maß` stemmen, kann man mich mit Bier nicht sonderlich locken.


Ein wenig anderst sieht es da mit dem vietnamesischen Bia Hơi aus. Das ist ein Geschmackserlebnis, dass man nicht missen sollte. Das leckere Gebräu gibt es bei und in Hài Phòng -genauso wie sicherlich in jeder anderen Stadt Vietnams-, an jeder Ecke.
Die Gehwege sind im Sommer, wenn es draussen Abends noch schön warm ist gepflastert mit den obligatorischen "Wintz-höckerchen" und "Wintz-Tischchen", auf denen das schmackhafte Bier, nebst Knabbersnacks (alle möglichen Nuss-u.Kernsorten), zumeist aus irgendwelchen Plastikbehältern serviert wird.


Einmal bestellt, wird es in der Regel -natürlich frisch gebraut- auch ganz frisch, in höchster Kulturbanauserie in grosse Plastikflaschen oder Saftkannen abgezapt.
Und weil Hài Phòng leider sonst nicht sehr viel für die tägliche Freizeitgestaltung zu bieten hat, sind die Bia Hơi Stände auch Abend für Abend gerappelt voll und kehren erst zu später Stunde (die hier allerdings gegen Mitternacht bis ein Uhr bereits eintritt), die letzten Nussschalen und Kerne vom Boden, um hinterher die Utensilien allesamt auf ein Fahrrad zu schnüren und sich auf den Heimweg zu machen.


Morgen früh will immerhin frisch gebraut werden..