Um diesen Beitrag so posten zu können wie er ist, musste ich heute (mal wieder) die Hilfe meines technischen Meisters Adrian in anspruch nehmen.
Würde der Gute mir all seine Dienstleistungen rund um mein Notebook in Rechnung stellen, würden sicher noch meine Kinder daran zahlen.
Freundlicherweise tut er es nicht und somit konnte er mir gerade die höchstgradig kniffelige Aufgabe -via Fernsendung über Skype- (übrigens die beste Erfindung aller Zeiten für die, die fernab ihrer Lieben und Angehörigen leben!) bewältigen, ein Video um 180° Grad zu drehen...
Ja richtig gelesen! Die vermeintlich simple Arbeit, ein schlampiges Video, dass von mir mit der Handycamera aufgezeichnet worden ist, schlicht und ergreifend einmal umzudrehen.
Nach eineinhalb-stündigen Gewurschtel haben meine Nerven nicht mehr mitgespielt und ich habe den Ad-Man zur Hilfe gerufen.
Und selbst er, das Computergenie hat nun nochmal gut eine halbe Stunde daran rumgespielt, ehe es einwandfrei lief...
Aber gut, jetzt ist es ja geschafft, wofür ich mich auch nochmal ganz, ganz herrzlich bei dir bedanken möchte Adrian! Ohne dich wäre ich teilweise echt total aufgeschmissen!
Adi sei Dank, kann ich nun aber den eigentlichen Beitrag posten.
Der geht selbstverständlich mal wieder um den Sinn meines Lebens.
Und was ist der Sinn meines Lebens?! -Na klar, ihr habts erraten. Es ist King Kông!
Nein Spass, aber heute Früh habe ich es endlich mal geschafft, dass Handy noch rechtzeitig zu krallen, die Camera anzuschmeissen und draufzuhalten, als mein kleiner Mann sich wieder in einen seiner urischen Vorfahren verwandelt hat.
Ich habe keine Ahnung warum, wieso und weshalb, oder besser gesagt, was King Kông da raushört, aber jedesmal wenn dieser Typ mit seinem Fahrrad bei uns durch die Gasse fährt, dass mit einer krächzigen Tonbandaufnahme lautstark Werbung für seine angebotenen Dienste zur Reparatur von kaputten Elektrogeräten macht, dann flippt Bubu total aus.
Aus dem tiefsten Schlaf schreckt er auf, sobald er das Geratter des alten Kassettenrekorders hört, flitzt zur Türe, dreht sich nach mir um, um sich zu vergewissern, dass ich auch voll mit bei der Sache bin (was er immer tut) und dann gehts los:
Den Kopf tief in den Nacken geschmissen, den Rachen weeeeiiit, weeeeiiit aufgerissen, beginnt er sein Wolfsgeheul! Er ist doch aber ein Chihuahua... :)
Von einem Wolf hat King Kông mit seinen knappen 1,2 Kilo "Kampfgewicht" und seinen schätzungsweise max. 25-30 cm Standgrösse (von der Ohrenspitze bis zur Fusssohle), seinem kopierten Schwänzchen, dem kurzen Fell und seiner sonstigen Überempfindlichkeit gegen Alles (Kälte, Wärme, Alleinsein, Futterqualität, Pflege- u. Aufmerksamkeitsbedürftigkeit) mal ungefähr, so in etwa überhaupt rein gar nichts.
Er ist so weit von einem Wolf entfernt, wie eine Katze von einer Schildkröte würde ich sagen. :)
(Ist nicht so gemeint mein kleiner Schatz) ;)
Das ich mich da gewaltig getäuscht habe, kann man auf dem Videoclip von heute Morgen ja bestens erkennen.
Ich sag nur "Back to the roots". Scheint doch einiges an dem Wolfsblut seiner Ur-ur-ur-ur-ur-ur....Ahnen durch seine winzigen Adern zu fliessen.
Gut nur das King Kông keine Fledermaus ist. Wir wollen ja nicht wissen, als was er sich dann plötzlich wiedererkennen würde, sobald er irgendwas komisches hört... :D
Willkommen auf meinem Blog
Auf dieser Seite findet ihr -in den verschiedenen Rubriken unter dem Titelbild- viele nützliche Infos rund um das Thema Vietnam und zudem jede Menge lustig-bis spannende Anekdoten aus meinem Alltag, als Schwiegertochter einer vietnamesischen Familie..
Freitag, 6. April 2012
Mittwoch, 4. April 2012
(KEO) - Alle Welt schwärmt von Bubble Tea
Bubble Tea, der derzeit wohl der absolute Renner in Deutschland ist, hat seinen Ursprung scheinbar in Asien.
Wir sitzen somit also direkt an der Quelle, sollte man meinen.
Hier in Vietnam ist Bubble Tea aber momentan lange nicht so populär, wie in Europa.
Selbstverständlich gibt es ihn hier auch, aber man sollte schon wissen wo man ihn bekommt, weil er nicht an jeder Ecke zu haben ist.
Ganz tüchtige Geschäftsleute haben sich natürlich direkt neben den Schulen angesiedelt und unsere Kurze kriegt auch ab und an nach dem Unterricht so einen Becher.
Ich selber muss gestehen, dass ich noch nie so ein Teil in der Hand hatte.
Ich habe eine andere, ähnliche Schwäche.
Meinen Fruchtbecher "to go":
Der wird mit Erdbeeren, Ananas, Wasser- u.Honigmelonen, Mango, Papaya, Lychees, Äpfeln, Drachenfrucht (Thanh Long), usw in etwas süsser Kokosmilch angemacht, in einen grossen Plastikbecher mit Deckel gepackt und oben drauf kommt dann noch wie beim Bubble Tea ordentlich viel Glibberzeugs.
Gelbe, rote und organgefarbene kurze Geleesticks, lila-durchsichtige Gelle-Bubbles (also kleine Bälle) und transparente Glibber-Geleeschlangen.
Das Ganze gibt es je nachdem, wie umfangreich der Fruchtmix sein soll und wie ausgefallen die Extra-Fruchtsorten sind (bei mir meist eine gute handvoll Erdbeeren mit rein und Erdbeeren sind hier quasi "Exoten", werden soweit ich weiss importiert und kosten ein heiden Geld) so ab 15.000 Đồng aufwärts.
Mein Becher liegt bei 20.000 K und da ist wirklich nicht wenig drin.
Super zum Naschen für zwischendrin, sicherlich um einiges gesünder als der Bubble Tea und bestimmt auch um einiges figurfreundlicher.. :)
Auf alle Fälle: Lecker, lecker, lecker!
Unbedingt mal probieren, wenn ihr das nächste Mal in Vietnam seid.
Wir sitzen somit also direkt an der Quelle, sollte man meinen.
Hier in Vietnam ist Bubble Tea aber momentan lange nicht so populär, wie in Europa.
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| Der Bubble-Tea |
Ganz tüchtige Geschäftsleute haben sich natürlich direkt neben den Schulen angesiedelt und unsere Kurze kriegt auch ab und an nach dem Unterricht so einen Becher.
Ich selber muss gestehen, dass ich noch nie so ein Teil in der Hand hatte.
Ich habe eine andere, ähnliche Schwäche.
Meinen Fruchtbecher "to go":
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| Meine Variante: Der Fruchtmix im Becher |
Gelbe, rote und organgefarbene kurze Geleesticks, lila-durchsichtige Gelle-Bubbles (also kleine Bälle) und transparente Glibber-Geleeschlangen.
Das Ganze gibt es je nachdem, wie umfangreich der Fruchtmix sein soll und wie ausgefallen die Extra-Fruchtsorten sind (bei mir meist eine gute handvoll Erdbeeren mit rein und Erdbeeren sind hier quasi "Exoten", werden soweit ich weiss importiert und kosten ein heiden Geld) so ab 15.000 Đồng aufwärts.
Mein Becher liegt bei 20.000 K und da ist wirklich nicht wenig drin.
Super zum Naschen für zwischendrin, sicherlich um einiges gesünder als der Bubble Tea und bestimmt auch um einiges figurfreundlicher.. :)
Auf alle Fälle: Lecker, lecker, lecker!
Unbedingt mal probieren, wenn ihr das nächste Mal in Vietnam seid.
(CATINAT) - Wohin mit mir und den Kindern in Sài Gòn? Vorschlag 3 - Spiel(un)möglichkeiten
Kinder, Kinder … wohin zum Spielen in der Stadt ?
Zu Romeo und Julia in Sài Gòn !
Nun rutschte ich schon mal mit einem Beitrag in die Freizeitbeschaeftigungsmoeglichkeit (welche andere Sprache bietet solche Mammutwoerter ?) “Historisches Museum in Sài Gòn” am Zoo hinein. Nein, ich muss noch mal dort hin, um mich nach dem Umbau auf den neuesten Stand zu versetzen und die Aufsicht zu bestechen, mich Fotos machen zu lassen.
Auch waehrend einer Auffuehrung im Circus wuerde ich aus sicherlich nachvollziehbaren Gruenden keine Blitzaufnahmen der schwingenden Trapezkuenstler machen.
Damit bin ich schon fast da, wo ich – mit den Enkeln und den Lesern – zur Freizeitbeschaeftigung hin will . Wir naehern uns vom westlichen Ende der Phạm Ngũ Lão - der von fast allen Reisenden Sài Gòn’s heimgesuchten , oft als reines Besucherviertel “verfemten” Strasse , welche Bedeutung hat der Name ?
Phạm Ngũ Lão 范五老, 1255–1320 , war General in der Zeit der Trần Dynastie unter den drei Kaisern Nhân Tông, Anh Tông and Minh Tông einer der erfolgreichen Đại Việt Kommandeure waehrend der 2. Und 3. Mongolischen Invasion . Prinz Hưng Đạo (nach ihm ist in Sài Gòn die Strasse benannt, in der ich in einer Hẻm wohne )erkannte sein militaerisches Talent und empfahl ihn den Trầns.
Das wurde die Rettung Vietnams. Beide schlugen die von Kublai Khan ausgesandten zahlenmaessig stets ueberlegenen Mongolenheere und –flotten mehrfach zu Wasser und zu Lande. Die Mongolenschiffe trieben sie bei Flut auf zugespitzte Pfaehle , die bei Ebbe den maechtigen Schiffen zum Verhaengnis wurden.
Im huegeligen Gebiet setzten die Vietnamesen auch Elefanten ein, mit denen die Mongolen nicht fertig wurden.
In der Schlacht von Bạch Đằng am 8.Maerz des Mondkalenders, 1288, wurde Phạm Ngũ Lão Kommandeur der Koeniglichen Garde (Quản Thánh dực quân):
Phạm Ngũ Lão war auch Dichter mehrerer beruehmter Gedichte wie “Thuật Hoài”. Ich knacke (bisher vergeblich) daran , mal eins zu uebersetzen.
Nach dem Abstecher in die Geschichte naehern wir uns unserem Ziel , bzw. unseren Zielen :
Vor dem Circus , dem Rạp xiếc: der Spielplatz. Geoeffnet normalerweise nur am Wochenende . Im Augenblick in Ueberarbeitung oder Aufloesung. Und das Spielgeraet : man muss bezahlen. Viel Elektrisches. Kirmesatmosphaere .
Die Ueberschrift verheisst doch : Romeo und Julia in Sài Gòn .
Wir naehern uns ihnen. Die gute Nachricht , v.a. fuer die kleinen Maedchen : Romeo ist nicht tot .
Nicht in Sài Gòn.
Wir naehern uns ihnen. Die gute Nachricht , v.a. fuer die kleinen Maedchen : Romeo ist nicht tot .
Nicht in Sài Gòn.
Der Cicuseingang . Buergerlich Buergerlich heissen der Hauptakteur und die Hauptactrice : Quốc Nghiệp und Thu Hiền . Er lebt und arbeitet zur Zeit in Italien. Zusammen mit seiner Julia , Thu Hiền.
Seit dem 25.November 2011. Nach dem Motto : Love is in the Air. Scheix-Beer in the Sky ? Sure. Ein Artikel vom 14.10.2011 in Thanh Niên Weekly , S.17 :
Der Circus, zweimal von mir und der Enkelbande noch vor der Liebesdramenzeit besucht, sollte von den Staedteplanern an den Rand Sài Gòns gedraengt werden. Die Circusleute wehrten sich. Mit einer Erhoehung des Niveaus. Shakespeare half mit. Die gelernten Artisten Quốc Nghiệp und Thu Hiền lernten , die Texte “im Flug”. Sehr schwer, sagten sie. Das Ergebnis :
Love is in the Air. Wolkenduftig, rhythmisch, federleicht in der Wirkung. Der Rạp xiếc in der Phạm Ngũ Lão – Street durfte bleiben.
Auch ohne Shakespeare : abends um 19:30 Uhr oeffnet er zu seinem verzaubernden Programm. Fuer 60.000 oder 70.000 Dong Eintritt.
Auch ohne Shakespeare : abends um 19:30 Uhr oeffnet er zu seinem verzaubernden Programm. Fuer 60.000 oder 70.000 Dong Eintritt.
Schon der Name : “Sài Gòn” impliziert, provoziert : Circus. Unwiderstehlich standfest , provinziell professionell , Hoechstleistungen der Artisten und Dresseure. Spitzenklasse. Enkelin Anh Thư ist durch die Hundedressur auch “auf ihren Hund gekommen”.
Sài Gòn ohne Circus – das ist wie, wie, wie … Verona ohne Romeo und Julia.
Noch einmal umrunde ich sein Areal. Komme nach hinten – und sehe :
Das alte Sofa . Haben Julia und Romeo hier gekuschelt ?
Montag, 2. April 2012
(KEO) - Wenn Vietnamesen "angeln" gehen
Unser Candle-Light-Dinner ist mal ordentlich ins Wasser gefallen.
Schon früh am Morgen ist meine Lieblingstante hier aufgekreuzt und hat sich unser derzeit einziges Motorrad ausgeborgt.. - Und nicht mehr zurück gebracht.
Wir waren also den kompletten Samstag und Sonntag nun ohne fahrbaren Untersatz und konnten somit auch nicht zum Einkaufen gehen.
Da wir ohne das Einkaufen natürlich dann auch nichts zu Futtern besorgen konnten und unser unmittelbarer Nachbar sowieso eine mordsmässige Sause neben unsrem Fenster veranstaltet hat, wäre eh nichts gewesen mit Candle-Light Dinner.
Das junge Pärchen zu unserer Linken hat bereits Vormittags schon damit begonnen, Gerichte für die Party am Abend vorzubereiten und gegen 19 Uhr gings dann los.
Gefühlte 100 Leute haben die sicherlich auf die 10 qm Wohnfläche gepackt und dementsprechend laut ist es zugegangen.
Das Flutlicht aus Nachbars Garten, dass genau in unser Wohnzimmer scheint, hätte auch unsere Earth-Hour "Licht aus"-Pläne für das romantische Essen im Kerzenschein zunichte gemacht.
Aber was solls..
Dafür bin ich dann zu einem rund vier-stündigen Gewaltsmarsch mit King Kông aufgebrochen, der es in sich hatte.
Mein Boxenstop, den ich wie immer bei einem der Strassenstände einlegen muss, um mit dem Verkäufer- ein sehr, sehr liebenswerter älterer Herr- und einer handvoll seiner Stammkundschaft ein Pläuschchen zu halten.
Gestern waren die alle bester Stimmung. Wie sich schnell herausstellte, lag das an dem Hochprozentigen, den ich -selbstverständlich im Namen der Gesundheit- nicht ablehnen durfte.
Nachdem ich nun aber seit rund 2 Jahren dem Alkohol gänzlich abgeschworen habe, hat der selbstgebrannte mit lustigen Kräutern und irgendwelchem besonders widerlichen Viecherzeug als Einlage, auch schon bald seine Wirkung getan und ich war mindestens genauso gut drauf, wie der Rest vom Schützenfest.
Das allerdings bereits nach 4-5 kleinen Nippern an der Flasche.
Als dann die versammelte Mannschaft -die zu ca 99% aus männlichen Gefährten besteht- mächtig angedödelt und fröhlich nach Đồ Sơn zum "Angeln" ( wie man hier so schön sagt, was übrigens nichts anderes als den Besuch bei Prostituierten umschreibt) aufgebrochen ist, bin ich dann auch langsam weiter gezogen.
Prostitution ist zwar eigentlich -laut Gesetz- verboten in Vietnam, sonderlich schwer die einschlägigen Etablissements ausfindig zu machen, tut man sich jedoch nicht.
Die meisten der Karaoke-Bars, Massagesalons, Kneipen oder Hotels haben auffallend attraktives, durchweg weibliches Personal, dass für einen kleinen Aufpreis dann bestimmte "Zusatzdienste" in irgendwelchen Hinterzimmern anbietet.
Die Polizei hat vor kurzem wieder einmal eine verstärkte Medienpräsenz zur Schau gestellt, die sie beim Kampf gegen das illegale Rotlichtmillieu der Städte zeigt, im Alltag werden jedoch weiterhin beide Augen zugedrückt und die Hände weit ausgestreckt.
Der "grosse Bruder" verdient hier nicht schlecht mit uns so wird hinten rum toleriert, was auf der Vorderseite öffentlich angeprangert wird.
Der Đồ Sơn Strand etwas ausserhalb von Hải Phòng ist der Hot-Spot für käufliche "Liebe" innerhalb der Region, wobei unsere Stadt den traurigen Spitzenplatz in der Liste von HIV-erkrankten Prostituierten anführt.
Sollte man(n) sich den Gang zu einer der Damen nicht nehmen lassen wollen, sollte zumindest daran gedacht sein, sich selbst und auch die jungen Frauen vor dieser .-nach wie vor unheilbaren- Krankheit durch Verhütung zu schützen.
Schon früh am Morgen ist meine Lieblingstante hier aufgekreuzt und hat sich unser derzeit einziges Motorrad ausgeborgt.. - Und nicht mehr zurück gebracht.
Wir waren also den kompletten Samstag und Sonntag nun ohne fahrbaren Untersatz und konnten somit auch nicht zum Einkaufen gehen.
Da wir ohne das Einkaufen natürlich dann auch nichts zu Futtern besorgen konnten und unser unmittelbarer Nachbar sowieso eine mordsmässige Sause neben unsrem Fenster veranstaltet hat, wäre eh nichts gewesen mit Candle-Light Dinner.
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| Beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Touristen: Der Đồ Sơn Strand |
Gefühlte 100 Leute haben die sicherlich auf die 10 qm Wohnfläche gepackt und dementsprechend laut ist es zugegangen.
Das Flutlicht aus Nachbars Garten, dass genau in unser Wohnzimmer scheint, hätte auch unsere Earth-Hour "Licht aus"-Pläne für das romantische Essen im Kerzenschein zunichte gemacht.
Aber was solls..
Dafür bin ich dann zu einem rund vier-stündigen Gewaltsmarsch mit King Kông aufgebrochen, der es in sich hatte.
Mein Boxenstop, den ich wie immer bei einem der Strassenstände einlegen muss, um mit dem Verkäufer- ein sehr, sehr liebenswerter älterer Herr- und einer handvoll seiner Stammkundschaft ein Pläuschchen zu halten.
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| Der Đồ Sơn Strand in Hải Phòng |
Nachdem ich nun aber seit rund 2 Jahren dem Alkohol gänzlich abgeschworen habe, hat der selbstgebrannte mit lustigen Kräutern und irgendwelchem besonders widerlichen Viecherzeug als Einlage, auch schon bald seine Wirkung getan und ich war mindestens genauso gut drauf, wie der Rest vom Schützenfest.
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| Đồ Sơn bei Nacht |
Als dann die versammelte Mannschaft -die zu ca 99% aus männlichen Gefährten besteht- mächtig angedödelt und fröhlich nach Đồ Sơn zum "Angeln" ( wie man hier so schön sagt, was übrigens nichts anderes als den Besuch bei Prostituierten umschreibt) aufgebrochen ist, bin ich dann auch langsam weiter gezogen.
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| Diese Mädchen wurden erwischt |
Die meisten der Karaoke-Bars, Massagesalons, Kneipen oder Hotels haben auffallend attraktives, durchweg weibliches Personal, dass für einen kleinen Aufpreis dann bestimmte "Zusatzdienste" in irgendwelchen Hinterzimmern anbietet.
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| Das etwas andere Personal wird von der Polizei gestellt |
Der "grosse Bruder" verdient hier nicht schlecht mit uns so wird hinten rum toleriert, was auf der Vorderseite öffentlich angeprangert wird.
Der Đồ Sơn Strand etwas ausserhalb von Hải Phòng ist der Hot-Spot für käufliche "Liebe" innerhalb der Region, wobei unsere Stadt den traurigen Spitzenplatz in der Liste von HIV-erkrankten Prostituierten anführt.
Sollte man(n) sich den Gang zu einer der Damen nicht nehmen lassen wollen, sollte zumindest daran gedacht sein, sich selbst und auch die jungen Frauen vor dieser .-nach wie vor unheilbaren- Krankheit durch Verhütung zu schützen.
Samstag, 31. März 2012
(KEO) - Licht aus - Romantik an :)
Und das auch noch für eine ganze Stunde und zudem: völlig freiwillig.
Nicht wie sonst also, wo bei uns schon mal aus den Sparplänen der Regierung heraus für einen
halben bis zu einem ganzen Tag einfach der Strom abgeschalten wird.
Wir kennen das demnach anders als die Europäer bereits recht gut.
In Deutschland zum Beispiel hat heute jawohl fast niemand mehr einen Vorrat an Kerzen im Schrank stehen für den Fall, dass mal wieder kein Saft aus den Steckdosen kommt.
Maximal ein paar Deko-Kerzen, die irgendwo zur Zierde herumstehen könnten da dann aushelfen.
Aber weil die Stunde in der wir heute auf unseren Strom verzichten ja geplant ist und zudem noch für einen guten Zweck ist, an dem sich hoffentlich die ganze Welt beteiligt, wird das diesmal kein Ärgernis, wenn wir in der Dunkelheit sitzen, sondern Romatik pur.
Wir haben uns für die Zeit von 20:30 - 21-:30, in der die Aktion "Earth Hour" stattfinden soll nämlich überlegt, ein Candle-Light Dinner zu veranstalten. :)
Wir werden also versorgt sein und uns bestimmt bestens amüsieren.
In so einer Atmosphäre kann Energiesparen richtig Spass machen.
Fehlt nurnoch ein Babysitter für King Kông :p
Trotz grosser Sturmwarnung haben wir übrigens ein klasse Wetter gehabt heute und sitzen nach wie vor auf dem Trockenen.
Nicht wie sonst also, wo bei uns schon mal aus den Sparplänen der Regierung heraus für einen
halben bis zu einem ganzen Tag einfach der Strom abgeschalten wird.
Wir kennen das demnach anders als die Europäer bereits recht gut.
In Deutschland zum Beispiel hat heute jawohl fast niemand mehr einen Vorrat an Kerzen im Schrank stehen für den Fall, dass mal wieder kein Saft aus den Steckdosen kommt.
Maximal ein paar Deko-Kerzen, die irgendwo zur Zierde herumstehen könnten da dann aushelfen.
Aber weil die Stunde in der wir heute auf unseren Strom verzichten ja geplant ist und zudem noch für einen guten Zweck ist, an dem sich hoffentlich die ganze Welt beteiligt, wird das diesmal kein Ärgernis, wenn wir in der Dunkelheit sitzen, sondern Romatik pur.
Wir haben uns für die Zeit von 20:30 - 21-:30, in der die Aktion "Earth Hour" stattfinden soll nämlich überlegt, ein Candle-Light Dinner zu veranstalten. :)
Wir werden also versorgt sein und uns bestimmt bestens amüsieren.
In so einer Atmosphäre kann Energiesparen richtig Spass machen.
Fehlt nurnoch ein Babysitter für King Kông :p
Trotz grosser Sturmwarnung haben wir übrigens ein klasse Wetter gehabt heute und sitzen nach wie vor auf dem Trockenen.
Freitag, 23. März 2012
(CATINAT) - "Kaffee"-fahrt nach Phú Quốc
Phú Quốc
Und wieder einmal : anstelle der Fortsetzung zur Freizeit “Wohin mit mir und den Kindern in Sài Gòn” schiebt der aktuelle Anlass etwas dazwischen.
Etwas absolut Unspektakulaeres . Voellig “abseits der ausgefahrenen Touristenpfade” – dafuer voellig vietnam-authentisch.
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Ausfahrt nach Phú Quốc |
Ich bin zu beneiden. Seit dreieinhalb Jahren bin ich einer der ganz wenigen Auslaender (ich kenne zur Zeit nur noch einen), der in der “Altstadt” von Sài Gòn nicht nur wohnt sondern lebt. Dank seiner Frau und dank Moi und dank Xanh Xanh und dank dem Papa und dem verstorbenen Opa von Moi und dank unseres Friseurs um die Ecke, unserer Masseuse, unseres Tante-Emma-“Supermarkets” im Blickfeld und dank … ach allen diesen unbeschreiblichen Nachbarinnen und Nachbarn in der Gassenenge. Wer meine Blogbeitraege hier bei Keo verfolgt hat, weiss, wovon ich schreibe.
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| Im Boot nach Phú Quốc |
Ich begruendete auch die fast Unmoeglichkeit fuer mich, hier in der Nachbarschaft zu fotografieren. Ich bin nicht “abstaendig” , ich bin ein Teil des Ganzen, das sich vietnamesische Altstadtnachbarschaft in Sài Gòn nennen koennte. Ich kann auch die Gesichter der mir Lieben links und rechts und gegenueber nicht fotografieren , allenfalls die Kinder.
Nun ergab sich eine Konstellation . Ein, nein DAS eigentliche alljaehrliche Freizeitvergnuegen unserer Nachbarn. Jedes Jahr ging es gemeinsam in einer Gruppe von ca. 30 Menschen zur Wallfahrt nach Châu Đốc. Davon werde ich spaeter mal berichten. Am 16.02. hatte die Familie unseres Anschreib-“Supermarkets” fuer alle eine Fahrt nach Phú Quốc mit Bus und Schiff organisiert.
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| Unsere Nachbarin |
In einer Beziehung habe ich dann gemerkt, dass ich doch noch nicht 100%ig hier integriert bin. Man hat sich nicht getraut, uns mit in die schlichte Herberge mitzunehmen, in der alle die Nacht in einem grossen Raum auf ausgelegten Decken verbringen. Man schaemte sich ein bisschen vor mir und meinte , meine Ansprueche seien wohl etwas hoeher. Ausserdem koennte es auch schon mal etwas nachbarschaftlichen Streit geben , den man mir nicht zumuten wolle. Meine Frau hat die Unterredungen darueber ohne meine Beteiligung gefuehrt.
Die ruhrigen Geschaeftsleute hatten einen “Sponsor” fuer die Fahrt gewonnen. Denn einige Familien in der Nachbarschaft sind auch bitterarm. Niemand ist reich. SimSơn , die Likoerfirma, hat in Phú Quốc ihre Pforten fuer unsere Gruppe geoeffnet.
Also : eine Promotion-Tour, wenn man so will. Oder : eine KAFFEEFAHRT auf vietnamesisch. (Wolldecken und Heizgeraet wurden allerdings nicht angeboten). Kaffeefahrt – Likoerfahrt ?
Ich hatte so ein kleines Videogeraet aus Deutschland gestiftet, das von der Familie behalten werden darf.
Dafuer brachte man mir eine grosse Flasche Myrthen-Wein, 39 % Alkohol, mit .
“Sim Bäume werden als Jin Tao Niang bekannt (桃金娘) in der chinesischen Rose, Myrthe, Myrte Downy, Isenberg Bush in Englisch, und Myrtle - groseille, Feijoarte - groseille, Feijoa auf Französisch.
Its scientific name: Rodomyrtus Tomentosa Wight. Sein wissenschaftlicher Name: Rodomyrtus Tomentosa Wight. Family: myrtle (Myrtaceae). Familie: Myrte (Myrtaceae). “ klaert die Firma auf : http://sieuthihangchatluong.com/vuontao/
Und : den Videofilm der Fahrt auf CD. Den bekam ich auch zur Verfuegung und zum Gebrauch der Bilder.
Ich gehe vorsichtig mit den Bildern um. Ich frage die Menschen, die dort abgelichtet sind. Ich fand es gut, dass ganz viele Bilder nicht die Zustimmung fanden zur Veroeffentlichung. Auch wenn es lustige Momente darauf gab .
“Meine Nachbarn” sind unendlich liebenswert. Niemand entspricht dem gaengigen Bild einer “huebschen” Miss Sài Gòn. Meistens sind es Frauen. Die einen Tag im Leben mehr einmal gluecklich waren. Frauen meistens , keine mit lueckenlosem “Gebiss”. Alle waren einmal wie “Miss Sài Gòn “. Aber das ist lange her. Ihre Gesichter, ihr Lachen beruehrt mein Herz. Sie tragen die Geschichte Vietnams .
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| Unsere Nachbarn |
Ihr Gluecklichsein fuer ein paar Stunden in diesen zwei Reisetagen hat sie fuer genau diese Zeit befreit von den Aengsten , was wird morgen sein ?
Ihre Anmut, ihr Charme - wie ein Myrthenzweig . Nichts daran ist “suess”. Es ist heiter , ein bisschen bitter , dem Augenblick geschenkt . Knorrig wie der Ast des Myrthenbaums.
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| Unsere Nachbarn |
Und nun das fuer mich fast nicht Fassbare. Ich erlebe tausend Fragen und Antworten auslaendischer Besucher und Interessierter von Phú Quốc .
Hier unter meinen Nachbarn sind so viele, die davon gehoert haben und fuer die das ein Traum ist, einmal fuer ein paar Stunden dort an dieser Stelle ihres Heimatlandes zu sein. Und sie werden den Kindern davon berichten und in ihrem “Supermarket” in der Hẻm sich das Video anzusehen. Und wissen : Das ist ihr Land. Ein Teil Ihres Stolzes. Ein Teil ihrer Identitaet. Ein Teil von ihnen. Auch wenn Zehntausende von Auslaendern sich mehrere Tage oder Wochen dort raekeln - und sie selbst in ihrem Leben nur ein einziges mal ein paar Stunden : beides gehoert zusammen ; der Respekt der fremden Besucher vor so viel Schoenheit und das Wissen : das ist MEIN, das ist mein vietnamesisches Heimatland .
Hier unter meinen Nachbarn sind so viele, die davon gehoert haben und fuer die das ein Traum ist, einmal fuer ein paar Stunden dort an dieser Stelle ihres Heimatlandes zu sein. Und sie werden den Kindern davon berichten und in ihrem “Supermarket” in der Hẻm sich das Video anzusehen. Und wissen : Das ist ihr Land. Ein Teil Ihres Stolzes. Ein Teil ihrer Identitaet. Ein Teil von ihnen. Auch wenn Zehntausende von Auslaendern sich mehrere Tage oder Wochen dort raekeln - und sie selbst in ihrem Leben nur ein einziges mal ein paar Stunden : beides gehoert zusammen ; der Respekt der fremden Besucher vor so viel Schoenheit und das Wissen : das ist MEIN, das ist mein vietnamesisches Heimatland .
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| Unsere Nachbarn |
Kaffeefahrt auf vietnamesisch ? Voellig “abseits der ausgefahrenen Touristenpfade” – dafuer voellig vietnam-authentisch. Phú Quốc wurde an zwei Tagen vom bekannten Sinnbild fuer ein schoenes Land zu etwas Greifbarem mit dem Geschmack der Myrthe , der diese Besucherinnen und Besucher fuehlen und kosten laesst : Das ist MEIN Land.
Unsere Nachbarn:
Mittwoch, 21. März 2012
(KEO) - Ende gut, alles gut (Aber Anschiss gab es trotzdem!) ;)
Gerade eben nach Hause gekommen -dass Essen schon bereit auf dem Tisch-, dachte ich, dieser Abend würde heute ruhig ausklingen. Falsch gedacht!
Besser gesagt, ich habe die Rechnung heute ohne King Kong gemacht.
Denn der hatte für heute scheinbar andere Pläne.
Nachdem er gestern schon fast das Frühstück von drei grossen schwarzen Hunden geworden wäre,
musste er dem heute natürlich noch eins drauflegen.
Unser Haus ist eines der letzten in einer schmalen Gasse und unsere Tür besteht aus zwei grossen, breiten Flügeltüren. Vergleichbar mit einem Garagentor.
Tritt man aus der Haustüre, endet der Gang links nach rund 10 Metern in einer Sackgasse.
Prima geeignet also, um King Kong dort ein bisschen "safe-play" herumspazieren zu lassen.
Nach rechts geht es dann nach etwa 30-50 Metern (ich bin da ganz schlecht im Schätzen) raus auf die Hauptstrasse.
Früher ist King Kong automatisch nur in den gesicherten Bereich links des Hauses gegangen, um dort ein wenig herumzustöbern.
Seit knapp einem Monat, ist aber nun auch die rechte Seite für ihn interessant geworden, weil unsere neuen Nachbarn dort ebenfalls einen Hund haben.
Selbstverständlich ein hübsches Mädchen. Da muss King Kong nun natürlich auch ab und an kucken gehen.
Spräche ja an und für sich auch nichts gegen, ist er doch eigentlich ein wirklich braver Kerl.
Wohlgemerkt: Eigentlich!
Leider(?!) ist King Kong aber ein "voller Mann"..sozusagen noch im Besitz seiner 3 besten Teile -und die funktionieren auch einwandfrei.
Und WENN die so einwandfrei funktionieren, dann hat so ein kleiner Stoppel nunmal auch gewisse Bedürfnisse.
Diese Bedürfnisse konnte Bubu aber seit einigen Wochen - wenigen Monaten nicht mehr befriedigen.
Das allein wäre an sich noch nicht so die Tragik. Das kommt mitunter schon mal vor.
Da hat er sich noch so ziemlich unter Kontrolle und hört nach wie vor auf das, was man ihm sagt.
Vor allem, weil er wirklich auch versteht, was man sagt.
Er ist ehrlich ein sehr, sehr cleveres Kerlchen. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass er mindestens so viel umsetzt vom gehörten, wie ein Kind von ein paar Jahren.
Im Moment ist die Sache aber etwas komplizierter, weil in der Nähe des Marktes, ca 5-10 Minuten Fussmarsch von unserem Zuhause entfernt, die Tochter einer geliebten von King Kong wohl gerade im besten Alter ist, um ihn so richtig schön (ich sags ohne Umschweife!) "fickrig" zu machen.
Hunde haben brilliante Nasen und hinterlassen sich überall spezielle Duftnoten (Markierungen), die Botschaften enthalten und die andere Vierbeiner auch noch nach Tagen aufnehmen können.
Das persönliche Parfüm dieser kleinen Chihuahua-Dame, scheint auf jeden Fall einen unglaublich betörenden Duft zu haben, der unseren Zwerg ganz wuschig macht.
Leider ist die süsse Lady aber noch zu jung, um aus dem bisschen rumgespiele -dass sie mit King Kong derzeit täglich veranstaltet- schon ernst zu machen.
Er darf also ein bisschen auf ihr rumrutschen, mehr jedoch ist nicht drin.
Ist vermutlich vergleichbar, wie wenn ein Typ eine total heisse Braut auf dem Schoss sitzen hat, die ihn so richtig schön antörnt und dann einfach aufsteht und geht - und den angeheizten Typen mit offenem Mund sitzen lässt.
In etwa so muss das wohl für King Kong heute Morgen gewesen sein, als wir auf unserem Spaziergang, gut eine viertel Stunde bei der jungen Hündin vorbeigeschaut haben.
Als ich ihn dann von ihr wegtragen musste (von alleine wäre er nie gegangen), hat er seinen Kopf in den Nacken geschmissen, die Schnautze gen Himmel gestreckt und tiefe, animalische Wolfheuler ausgestossen.
Nun will er verständlicherweise nurnoch eines: so schnell wie möglich wieder dahin!
Zu allem Unglück, konnte ich den Stinker heute zudem nicht mitnehmen, als ich mit dem Motorrad unterwegs war, weil ich sehr zügig fahren musste und mir das dann zu riskant wäre.
Ich habe das vorhin schon im Hinerkopf gehabt, als ich mit den Einkäufen beladen Heim gekommen bin, die Tür offen stehen gelassen hatte und dabei war, die Regenspuren des Motorrades vom Fussboden aufzuwischen.
Mit einem Auge habe ich unterdessen auf Bubu geschielt. Blöderweise, oder naiverweise aber auch nur mit einem!
Und dann kam, was wohl kommen musste: Auf einmal war er weg!!
Ich hab draussen gerufen, drinnen gepfiffen, Tung gefragt und eilig alles abgesucht, aber ich denke es war mir von der ersten Sekunde an klar, dass der Gute seine Beine in die Hand genommen- und sich auf den Weg zu seiner Holden gemacht hat!
Gott ist mir das Herz in die Hose gerutscht!
Ich wollte ihn zwar damals nicht, aber wies halt so ist, kann ich ihn mir aus meinem Leben jetzt nicht mehr wegdenken. Geschweige denn, es würde ihm etwas zustossen, oder ich wüsste überhaupt nicht, wo er ist oder wie es ihm geht. Der blanke Horror, diese Vorstellung. Einfach nur der pure Alptraum und der wurde vor wenigen Stunden fast bittere Realität.
In Schlappen bin ich raus auf die Haupstrasse gerast, vorbei an meiner Nachbarin, die gerade mit ihrem Freund geplänkelt hatte.
"Habt ihr meinen Hund gesehen?!" rief ich ihnen im vorbeidüsen zu.
"Da haben wir geraade gar nicht drauf geachtet", war die zermürbende Antwort.
Auf der Hauptsrasse angelangt, ein schneller Blick nach Links, einer nach Recht und: keine Spur von ihm, weit und breit!
Ich wusste, zu Fuss habe ich keine Chance, also bin ich zum Haus zurück gerast und hab mir das Motorrad geschnappt, dass Tung gerade startklar gemacht hat.
Wieder auf der Hauptstrasse war es dann da das Gefühl, dass ich ihn nicht mehr wiedersehen würde.
Das blanke Entsetzen hat mich weitergetrieben.
Nachdem ich die Hälfte der Strasse bereits hinter mir gelassen hatte, war noch immer nichts von ihm zu sehen.
Da war ich mir sicher, dass ihn sich längst irgendwer geschnappt hatte.
In Vietnam muss man bei so kleinen Hunden höllisch, höllisch aufpassen, dass sie einem nicht weggeklaut werden. Zum einem die Hundefänger und zum anderen, bei einem so selten hübschen Tier wie King Kong zusätzlich noch alle anderen.
Bei so einem schönen Tier wie Bubu, haben die Leute sofort Dollarzeichen in den Augen, wenn sie ihn erblicken...und das tat ich dann auch: ihn erblicken!!
Einen vierbeinigen Freund von ihm im Schlepptau, kam er mitten auf mich zugesprungen.
Ich war wohlgemerkt aber ja mit dem Motorrad unterwegs und das auch nicht sonderlich langsam...
Sofort habe ich eine Vollbremsung reingehaun und im Anschluss mich selber.
Den Spiegel hat es als erstes zerissen und dann, etwa eine Ellenlänge weit entfernt, bin ich vor King Kong zum stehen gekommen.
Obwohl..eher zum erliegen.
Das Gefühl unbändiger Erleichterung wich so schnell, wie es gekommen war einem Gefühl unbändiger Wut!
Naja, sagen wir eine Mischung aus beidem.
Der Taxifahrer, der schräg hinter uns stand um ein Päuschen zu machen, sah belustigt zu, wie eine vogelwilde "Tây", mit Schlappen an den Füssen, zerzausten Haar und hochrotem Kopf einen geschockten Chihuahua neben der am Boden liegenden Maschine empor hob und lautstark zu schimpfen anfing.
Die Teilnehmer des kurzen Staus, der sich binnen Sekunden bildete (weiss der Geier wo die plötzlich alle herkamen, vorher war da keine Menschenseele auf der Strasse!) taten es dem Taxler übrigens gleich.
Das war mal wieder eine wirklich selten peinliche Aktion.
Die werden sich auch was gedacht haben, bei dem Anblick...
Aber das wichtigste ist: King Kong ist noch da!!!
Gott sei Dank! (und das als Atheistin)
Besser gesagt, ich habe die Rechnung heute ohne King Kong gemacht.
Denn der hatte für heute scheinbar andere Pläne.
Nachdem er gestern schon fast das Frühstück von drei grossen schwarzen Hunden geworden wäre,
musste er dem heute natürlich noch eins drauflegen.
Unser Haus ist eines der letzten in einer schmalen Gasse und unsere Tür besteht aus zwei grossen, breiten Flügeltüren. Vergleichbar mit einem Garagentor.
Tritt man aus der Haustüre, endet der Gang links nach rund 10 Metern in einer Sackgasse.
Prima geeignet also, um King Kong dort ein bisschen "safe-play" herumspazieren zu lassen.
Nach rechts geht es dann nach etwa 30-50 Metern (ich bin da ganz schlecht im Schätzen) raus auf die Hauptstrasse.
Früher ist King Kong automatisch nur in den gesicherten Bereich links des Hauses gegangen, um dort ein wenig herumzustöbern.
Seit knapp einem Monat, ist aber nun auch die rechte Seite für ihn interessant geworden, weil unsere neuen Nachbarn dort ebenfalls einen Hund haben.
Selbstverständlich ein hübsches Mädchen. Da muss King Kong nun natürlich auch ab und an kucken gehen.
Spräche ja an und für sich auch nichts gegen, ist er doch eigentlich ein wirklich braver Kerl.
Wohlgemerkt: Eigentlich!
Leider(?!) ist King Kong aber ein "voller Mann"..sozusagen noch im Besitz seiner 3 besten Teile -und die funktionieren auch einwandfrei.
Und WENN die so einwandfrei funktionieren, dann hat so ein kleiner Stoppel nunmal auch gewisse Bedürfnisse.
Diese Bedürfnisse konnte Bubu aber seit einigen Wochen - wenigen Monaten nicht mehr befriedigen.
Das allein wäre an sich noch nicht so die Tragik. Das kommt mitunter schon mal vor.
Da hat er sich noch so ziemlich unter Kontrolle und hört nach wie vor auf das, was man ihm sagt.
Vor allem, weil er wirklich auch versteht, was man sagt.
Er ist ehrlich ein sehr, sehr cleveres Kerlchen. Ich würde mich sogar so weit aus dem Fenster lehnen und behaupten, dass er mindestens so viel umsetzt vom gehörten, wie ein Kind von ein paar Jahren.
Im Moment ist die Sache aber etwas komplizierter, weil in der Nähe des Marktes, ca 5-10 Minuten Fussmarsch von unserem Zuhause entfernt, die Tochter einer geliebten von King Kong wohl gerade im besten Alter ist, um ihn so richtig schön (ich sags ohne Umschweife!) "fickrig" zu machen.
Hunde haben brilliante Nasen und hinterlassen sich überall spezielle Duftnoten (Markierungen), die Botschaften enthalten und die andere Vierbeiner auch noch nach Tagen aufnehmen können.
Das persönliche Parfüm dieser kleinen Chihuahua-Dame, scheint auf jeden Fall einen unglaublich betörenden Duft zu haben, der unseren Zwerg ganz wuschig macht.
Leider ist die süsse Lady aber noch zu jung, um aus dem bisschen rumgespiele -dass sie mit King Kong derzeit täglich veranstaltet- schon ernst zu machen.
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| Der Übeltäter |
Ist vermutlich vergleichbar, wie wenn ein Typ eine total heisse Braut auf dem Schoss sitzen hat, die ihn so richtig schön antörnt und dann einfach aufsteht und geht - und den angeheizten Typen mit offenem Mund sitzen lässt.
In etwa so muss das wohl für King Kong heute Morgen gewesen sein, als wir auf unserem Spaziergang, gut eine viertel Stunde bei der jungen Hündin vorbeigeschaut haben.
Als ich ihn dann von ihr wegtragen musste (von alleine wäre er nie gegangen), hat er seinen Kopf in den Nacken geschmissen, die Schnautze gen Himmel gestreckt und tiefe, animalische Wolfheuler ausgestossen.
Nun will er verständlicherweise nurnoch eines: so schnell wie möglich wieder dahin!
Zu allem Unglück, konnte ich den Stinker heute zudem nicht mitnehmen, als ich mit dem Motorrad unterwegs war, weil ich sehr zügig fahren musste und mir das dann zu riskant wäre.
Ich habe das vorhin schon im Hinerkopf gehabt, als ich mit den Einkäufen beladen Heim gekommen bin, die Tür offen stehen gelassen hatte und dabei war, die Regenspuren des Motorrades vom Fussboden aufzuwischen.
Mit einem Auge habe ich unterdessen auf Bubu geschielt. Blöderweise, oder naiverweise aber auch nur mit einem!
Und dann kam, was wohl kommen musste: Auf einmal war er weg!!
Ich hab draussen gerufen, drinnen gepfiffen, Tung gefragt und eilig alles abgesucht, aber ich denke es war mir von der ersten Sekunde an klar, dass der Gute seine Beine in die Hand genommen- und sich auf den Weg zu seiner Holden gemacht hat!
Gott ist mir das Herz in die Hose gerutscht!
Ich wollte ihn zwar damals nicht, aber wies halt so ist, kann ich ihn mir aus meinem Leben jetzt nicht mehr wegdenken. Geschweige denn, es würde ihm etwas zustossen, oder ich wüsste überhaupt nicht, wo er ist oder wie es ihm geht. Der blanke Horror, diese Vorstellung. Einfach nur der pure Alptraum und der wurde vor wenigen Stunden fast bittere Realität.
In Schlappen bin ich raus auf die Haupstrasse gerast, vorbei an meiner Nachbarin, die gerade mit ihrem Freund geplänkelt hatte.
"Habt ihr meinen Hund gesehen?!" rief ich ihnen im vorbeidüsen zu.
"Da haben wir geraade gar nicht drauf geachtet", war die zermürbende Antwort.
Auf der Hauptsrasse angelangt, ein schneller Blick nach Links, einer nach Recht und: keine Spur von ihm, weit und breit!
Ich wusste, zu Fuss habe ich keine Chance, also bin ich zum Haus zurück gerast und hab mir das Motorrad geschnappt, dass Tung gerade startklar gemacht hat.
Wieder auf der Hauptstrasse war es dann da das Gefühl, dass ich ihn nicht mehr wiedersehen würde.
Das blanke Entsetzen hat mich weitergetrieben.
Nachdem ich die Hälfte der Strasse bereits hinter mir gelassen hatte, war noch immer nichts von ihm zu sehen.
Da war ich mir sicher, dass ihn sich längst irgendwer geschnappt hatte.
In Vietnam muss man bei so kleinen Hunden höllisch, höllisch aufpassen, dass sie einem nicht weggeklaut werden. Zum einem die Hundefänger und zum anderen, bei einem so selten hübschen Tier wie King Kong zusätzlich noch alle anderen.
Bei so einem schönen Tier wie Bubu, haben die Leute sofort Dollarzeichen in den Augen, wenn sie ihn erblicken...und das tat ich dann auch: ihn erblicken!!
Einen vierbeinigen Freund von ihm im Schlepptau, kam er mitten auf mich zugesprungen.
Ich war wohlgemerkt aber ja mit dem Motorrad unterwegs und das auch nicht sonderlich langsam...
Sofort habe ich eine Vollbremsung reingehaun und im Anschluss mich selber.
Den Spiegel hat es als erstes zerissen und dann, etwa eine Ellenlänge weit entfernt, bin ich vor King Kong zum stehen gekommen.
Obwohl..eher zum erliegen.
Das Gefühl unbändiger Erleichterung wich so schnell, wie es gekommen war einem Gefühl unbändiger Wut!
Naja, sagen wir eine Mischung aus beidem.
Der Taxifahrer, der schräg hinter uns stand um ein Päuschen zu machen, sah belustigt zu, wie eine vogelwilde "Tây", mit Schlappen an den Füssen, zerzausten Haar und hochrotem Kopf einen geschockten Chihuahua neben der am Boden liegenden Maschine empor hob und lautstark zu schimpfen anfing.
Die Teilnehmer des kurzen Staus, der sich binnen Sekunden bildete (weiss der Geier wo die plötzlich alle herkamen, vorher war da keine Menschenseele auf der Strasse!) taten es dem Taxler übrigens gleich.
Das war mal wieder eine wirklich selten peinliche Aktion.
Die werden sich auch was gedacht haben, bei dem Anblick...
Aber das wichtigste ist: King Kong ist noch da!!!
Gott sei Dank! (und das als Atheistin)
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