Willkommen auf meinem Blog

Auf dieser Seite findet ihr -in den verschiedenen Rubriken unter dem Titelbild- viele nützliche Infos rund um das Thema Vietnam und zudem jede Menge lustig-bis spannende Anekdoten aus meinem Alltag, als Schwiegertochter einer vietnamesischen Familie..

Freitag, 27. April 2012

(CATINAT) - Häusliche Gewalt Teil II / Die Fakten


“Wenn der Reis kocht, soll man ihn kleiner stellen” – vietnamesisches Sprichwort , dessen Gehalt vor dem Problem haeuslicher Gewalt im Lande bruechig wird. 

Nottelefon : 0946833380 und 0437280936
“Das Haus der Madame Thuy” 

Die SPIEGEL-Redakteurin Barbara Hardinghaus berichtete vor 4 Jahren ueber Kontakte zur ersten Professorin fuer Frauenfragen in Vietnam , Frau Quy, im Rahmen des Deutsch-Vietnamesischen Journalistenprogramms , www.ijp.org . Ihr Bericht bezieht sich auf die Methodik des Recherchierens in Vietnam : alles laeuft nur persoenlich, nur ueber persoenliche Beziehungen und Bekanntschaften .
Am 16.02.2009 berichtete sie in DER SPIEGEL unter dem Titel “Das Haus der Madame Thuy” .

Dr. Quyet ist Arzt im
Duc-Giang-Krankenhaus in Hanoi, Distrikt Gia Lam . Hier liegen verletzte Frauen. Jeden Tag kommen fuenf oder sechs , schliessen sich langsam durch Gespraeche miteinander auf , um nach einigen Tagen bereit zu sein, zu sprechen. 70 % der Verletzungen ruehren von Faustschlaegen, 30% von anderen “Waffen”. 50 % der Gewalteinwirkungen, in 90 % vom Ehemann zugefuegt, betreffen den Kopfbereich der Frauen, 40% der Frauen sind am ganzen Koerper verletzt. Und nicht zuletzt, ja besonders : die psychischen Verletzungen nach manchmal 10 Jahren Misshandlungen. 
 
Vier Kilometer entfernt steht das erste und einzige Frauenhaus Vietnams , in dem jeden Monat 12 Frauen Schutz suchen. Hier gibt Frau Thuy die Impulse. Sie ist im Vorstand der Frauenunion, einer Organisation der Partei. Sie war, wie eh und je Frauen in der Geschichte Vietnams, als Frau an vorderster Front kaempferisch beteiligt, wenn es um ihr Land und um Bedrohungen des Landes ging. 
 
Diese Aufgabe jetzt gehoert zu den schwierigsten. Einflussreiche Persoenlichkeiten bereit zu machen, das Problem der haeuslichen Gewalt zu akzeptieren und die Hilfe des “Center for Women and Development (CWD)” in Hanoi mit zu unterstuetzen . Im Jahre 2006 wurden das Center und Frau Thuy’s Frauenhaus eroeffnet. Es arbeitete mit drei Sozialarbeiterinnen, einem auslaendischen Berater, zwei Psychologinnen fuer die Telefon-Hotline. 
 
Gemessen an dem persoenlichen Leid der Opfer und Familien sind Statistiken eigentlich Nebensache. Aber erschreckend ist schon : “stirbt in Vietnam jeden zweiten bis dritten Tag ein Mensch durch häusliche Gewalt, geschehen 14 Prozent der Morde als Folge daraus und, zumindest im Süden des Landes, 75 Prozent der Selbstmorde.” (Quelle aller Angaben : http://www.spiegel.de/d-64197243.html ). Der Artikel ist hervorragend geschrieben, weil er Persoenliches direkt und ohne Umschweife aus Gespraechen wiedergibt.

Das Problem liegt besonders darin, dass bei den Strukturen der vietnamesischen Gesellschaft, bestimmt durch “Familie”, der Ansatz zur Hilfe ein anderer sein muss als in Europa mit den mehr individualistisch gepraegten Mustern. Hilfe fuer eine bedrohte vietnamesische Frau kann nur von familienaehnlichen Ausweichstrukturen kommen, die muehsam aufgebaut werden muessen. Das ist das Anliegen der Gruppe um Frau Thuy. Sie ist Professorin an der Universität für Sozialwissenschaften in Hanoi . Sie hat sich immerhin fuer ihre Arbeit - auch durch ihre verdienstvolle Partisanenvergangenheit in den Kriegen - viel Gehoer verschafft, und ihre Vorstellungen werden von den entscheidenden politischen Gremien ernsthaft , bis in die Gestzgebung hinein, beachtet.

Im Club des CSAGA treffen sich Frauen zwischen 20 und 70 Jahren, die geschlagen werden . Eine unabhängige Organisation für Frauen- und Kinderrechte. 
 
Das Peace-House , Englisch und Vietnamesisch , gibt Rat und steht offen fuer von haeuslicher Gewalt
irgendwie betroffene Kinder . Aus dem Link http://www.peacehousevietnam.com/ 
teile ich die wichtigen Telefonnummern mit : “ Một số địa chỉ tin cây cho em tham vấn gián tiếp hoặc trực tiếp:
  1. Phòng tham vấn và Đường dây nóng của Ngôi nhà bình yên với các số điện thoai: 0437280936 và 0946833380, 0946833382
  2. Đường dây tư vấn và hỗ trợ trẻ em miễn phí: 18001567
  3. Cảnh sát 113 hoặc trụ sở công an nơi gần nhất
  4. Hội Bảo vệ quyền trẻ em Việt Nam:0437478796
  5. Chính quyền địa phương(tổ trưởng dân phố,Trưởng ấp, trưởng xóm, trưởng thôn, trưởng bản, Ủy ban nhân dân các cấp…)
  6. Cha me, thầy cô giáo, anh chị phụ trách Đoàn thanh niên, Đội Thiếu niên tiền phong
  7. Hội Phụ nữ, Đoàn thanh niên, Hội nông dân Hội cựu chiến binhvà các tổ chức, đoàn thể nơi em sống”
    Ein weiteres Projekt wird unter 
http://www.deza.admin.ch/Haeusliche_Gewalt_in_Vietnam
vorgestellt. “Weniger Schlaege dank Gruppenarbeit”. Alle drei Tage stirbt in Vietnam eine Frau an den Folgen haeuslicher Gewalt. Als Ursache macht die DEZA aus : “
Als Ursachen für die Gewalt gelten unter anderem Armut und Alkoholismus, aber auch mangelnde Bildung und die traditionelle Vormachtstellung des Mannes als unangefochtenes Oberhaupt der Familie.” 

Die DEZA ist eine Schweizer Organisation, die weltweit Armut und die Folgeerscheinungen bekaempft. 

Eine Quelle der gegenseitigen und wechselseitigen Verstaendnisbereitschaft kann auch das Deutsch-Vietnamesische Journalistenprogramm sein,


Durch den Artikel von Barbara Hardinghaus , “Als Journalistin in Vietnam” stiess ich auf die von mir gewuenschten Angaben ueber das Problem “hausliche Gewalt” in Vietnam. In www.ijp.org wird das Verstaendigungsprogramm so dargestellt : “Deutsch-Vietnamesisches Journalistenprogramm
Seit 2008 können deutsche und vietnamesische Journalisten mit dem Austauschprogramm der
Internationalen Journalisten Programme (IJP) e.V. und der Stiftung Mercator zwei Monate in einer
Gastredaktion des jeweils anderen Landes arbeiten. Ziel der Stiftung ist, die Verständigung
und Toleranz zwischen Deutschland und Asien zu fördern. Denn Medien spielen eine entscheidende
Rolle bei der Vermittlung des Asienbildes in Deutschland und andersherum.”

Donnerstag, 26. April 2012

(CATINAT) - Häusliche Gewalt Teil I


Eigentlich schaeme ich mich. Ich habe mich unversehens mit einem Thema beschaeftigt und nicht geahnt, wie heiss es ist. Und wie ernsthaft es behandelt werden muss. 

Ich unterlag nach dem ersten Versuch, es wieder mit einer Prise Schwarzen Humors abzuarbeiten, einem Irrtum und dann einem Lernprozess. Ich moechte nichts verbergen oder verschweigen – ich moechte Bloglesern (wie mir) zeigen, was beim Einsteigen in eine Materie passieren kann. Und sie am persoenlichen Lernprozess teilhaben lassen, auch wenn sie schlecht darueber denken.

Ich werde diesem ersten , etwas windigen Ansatz mit dem Umgang mit “haeuslicher Gewalt” umgehend den anderen, ernsthaften Ansatz mit ernsthafter Recherche entgegenstellen. 

Zunaechst also der “anstoessige” erste Versuch , der bei mir gekoppelt war an Fotos zu Kleiderpuppen in Geschaeftsauslagen in Sài Gòn . 
 
Ein brandheisses Thema in Vietnam !?
Investigativ bearbeitet von Catinat/tanitaC 
 

Rechts : ein beklagenswertes Opfer haeuslicher Gewalt ,
Thủy … Die Freundin Sonja aus der Ukraine links daneben : ist die Trauer in ihrem Gesicht echt oder nur gespielt und der Zug um ihre Mundwinkel vielleicht klammheimliche Freude ?

Heinz - Hugo meint : “Freundschaftlich echte Trauer.” Erna : “Quatsch. Reiner Bluff. Arrogante Ziege , die Sonja .”

Aber sind wir Maenner in Vietnam nicht auch haeuslicher Gewalt ausgesetzt ? Hier ein krasses Beispiel : Udo.


Udo, aus dem Bergischen Land in NRW, war viele Jahre gluecklich in Vietnam verheiratet. Scheinbar gluecklich. Wie man sieht. Er schafft es nicht mehr allein auf die
Bùi Viện . Er muss begleitet werden. Von seinem Bewaehrungshelfer Gebhardt.


Gebhardt aus Leutkirch in der Oberpfalz ist hier in Sài Gòn aus humanitaeren Gruenden haengen geblieben.
Heinz-Hugo und Erna tut es um die Kinder leid, die bei den Streitereien mit Schadensausklang hinterblieben. Wie hier Edeltraut –
Hương :


Sie droht hier im Moloch der Stadt schon in falsche Haende zu geraten, wie hier das Bild mit Onkel Wassiljew Rustikoff aus Tiflis , jetzt in Sài Gòn – aus nicht humanitaeren Gruenden - ansaessig, daneben dokumentiert.

Erna haette die arme Kleine am liebsten gleich mitgenommen. Als Spielgefaehrtin fuer die in Deutschland sich nach Frauchen und Herrchen sehnenden traurigen Deutschen Dogge Polanski II . 
 
Nach diesem anstoessigen Ausrutscher widme ich mich im naechsten Beitrag ernsthaft dem Thema.

Dienstag, 24. April 2012

(KEO) - "Fensterln"..Die Sache mit der Liebe

Einst im schönen Bayernland hoch droben auf den Bergen:
Da Michl schleicht si` im Mondschein mit oana Leita untam Oam vieri zum benachbart`n Hof
vom Baua`n Hurnoggl.
Warum a des mocht?
A weil fria ois mia olle no gonz kloa woan dora in Deitschlond des mit dea Liab au` a gar a neda so oanfach
woa.
Do muasst da Michl schaug`n dos eam da Baua Hurnoggl ned dawischt, an Michl z`amma mit am Mad`l vom Baua Huanoggl, da Zenzi.
D`Zenzi und da Michl di` zwoa hom si` nämi` heimli` gliabt g`hobt.
Un` dos des (des is wia des spanische 1,2,3 un, dos, tres göi?!) koana sig`t is da Michi hoit imma auf`d Nocht etza, mit derana Loata do nunta gonga zum Hof vom Hurnogg`l und hot di` do unta`s Fensta vo` da Zenzi g`stöit un` is do auffi krax`lt zu` soam Haser`l zum schmusen..

Das "Fensterl`n" hier demonstriert von Bubu
Heisst übersetzt soviel wie:
Der Michael schleicht sich im Mondschein mit einer Leiter unter Arm vor zum benachbarten Hof des Bauern Hurnagel.
Warum er das tut?
Ja, weil es dort früher -als wir alle noch ganz klein waren- es mit der Liebe auch noch gar nicht so einfach war in Deutschland.
Da musste der Michael zusehen, dass ihn der Bauer Hurnagel nicht erwischt, den Michael zusammen mit der Zenzi, der Tochter vom Bauern Hurnagel.
Die Zenzi und der Michael waren nämlich heimlich ineinander verliebt gewesen.
Und das das (das klingt wie das spanische 1,2,3: un, dos, tres, nicht wahr?!) keiner sieht, ist der Michael jetzt eben immer heimlich in der Nacht mit dieser Leiter runter gegangen, zum Hof vom Hurnagel und hat dieser dort unters Fenster von der Zenzi gestellt um dort hinauf zu klettern, um mit seiner Süssen zu schmusen.

Fensterl`n wurde das genannt.

Die Sache mit der Liebe
Man sieht, damals war es in Deutschland mit der Liebe gar nicht so anders als in Vietnam.
Auch dort musste zunächst einmal offiziell beim Vater der Angebeteten um deren Hand angehalten werden, bevor es ans "Eingemachte" gehen konnte, wenn ihr versteht, was ich meine ;)

Während sich das in Deutschland bis heute aber ziemlich gelockert hat, ist die offene und freizügige Liebe junger Leute vor der Ehe in Vietnam im Grunde genommen nach wie vor nicht schicklich.
Das man auf seine Geliebte mitunter auch mal an die 3 Jahre warten muss, bevor man sie vor den Traualtar und somit auch in die Kiste kriegt, ist immernoch keine Seltenheit.

Einen Blick auf die Angebetete erhaschen
Allzu lange wird es allerdings sicher nicht mehr so sein, denn auch hier gehört die Zukunft der Jugend und die spielt nach ihren eigenen Regeln.
So hat sich mit der Zeit auch eine gewisse Doppelmoral entwickelt was die Sexualität in Vietnam anbelangt.

Die Teenies "klauen" sich schon die nötigen Stunden für ein bisschen Händchenhalten und Kuscheln, ohne das die Eltern Wind davon kriegen.
Was einst für die Amerikaner das "Autokino" war -nämlich ein Ort für erste zaghafte Annäherungsversuche oder ein bisschen Fummelei mit seiner Liebsten- ist in Hải Phòng z.B. der Park.

Selbst bis tief in die Nacht wird geduldig ausgeharrt
Wenn man hier am frühen Abend vorbeikommt, stehen sie dort -engumschlungen-, oder sitzen reihenweise auf ihren Motorrädern blicken auf den See und tauschen verliebte Blicke aus.

Selbstverständlich geht es aber auch hier anders.
Über diese Mädels, die hier mit 16 schon ihren 2ten od. 3ten, 4ten od. 5ten Freund absegen, in die Disko rennen, vielleicht sogar rauchen und sich ordentlich Schminken - und das alles zudem noch ganz ungeniert, schüttelt man allerdings hierzulande nur ratlos den Kopf oder rümpft empört die Nase.
Das muss dann mit Sicherheit "so eine" sein. Kurzum: eine Schlampe.

Wie schon einst, beim Mich`l und seiner Zenzi
Gibt jedoch -besonders in den grossen Städten wie Saigon und Hanoi- von Jahr zu Jahr mehr von "solchen".
Ein ganz beliebter Trend scheint es zu sein, derzeit Videos auf Youtube hochzuladen, auf denen sich "diese" dann in High-heels und gefälschten Fingernägeln um einen Typen prügeln.
Auf diesen Clips geht es nicht schlecht zur Sache. Ich stelle euch in ein paar Tagen mal einen solchen ein.
Ich hatte da aber einen speziellen im Auge, den ich im Moment nur leider nicht wiederfinden kann.

Blöd nur, wenn sie nicht kommt..
Wer von der Geschichte mit der Liebe natürlich nicht ausgeschlossen bleibt, ist mein kleiner Racker:
- Na klar: King Kông!

Dem hat es aktuell seine unmittelbare Nachbarin angetan.
Das die ein bisschen grösser als er ist, stört ihn dabei überhaupt nicht.
Da dem kleenen Scheisserchen zudem durch mich zur Hälfte irgendwie deutsches Blut durch die Adern zu fliessen scheint, macht er seiner Hübschen auch nach guter alt-deutschen Manier den Hof:

Für so einen kurzen Blick auf seine Holde, lohnt es sich dann aber doch..
Er "fensterlt" mit ihr. :)
Dadurch, dass ihr Garten genau an unser Wohnzimmerfenster grenzt, klappt das auch recht gut.

Einzig die Leiter, musste durch einen Hocker ersetzt werden, den wir dem Stincker unter sein "Guckloch" getellt haben, - ansonsten gibt`s im Vietnam von Heute nicht den geringsten Unterschied einst in Deutschland, als der Michi mit der Leiter unterm Arm zum Hof von seinr Zenzi geschlichen ist.

Montag, 23. April 2012

Hàn Mặc Tử : Trăng tự tử


Trăng tự tử
Lòng giếng lạnh! Lòng giếng lạnh
Sao chẳng một ai hay
Nghe nói mùa thu náu ở chỗ này
Tất cả âm dương đều tụ họp
Và ta ưng mây ngừng lại ở nơi đây
Để nghe, à để nghe
Bao giờ bí mật đêm thời loạn
Bao giọng buồn thương gió đã thề
Bao lời ai oán của si mê
Mà trai gái tự tình bên miệng giếng
Miệng giếng há ra
Nuốt ực bao la
Nuốt vì sao rơi rụng
Loạn rồi! Loạn rồi, ôi giếng loạn
Ta hoảng hồn, hoảng vía, ta hoảng điên
                                                 Nhảy ùm xuống giếng vớt trăng lên
.                                                           

“Heinz-Hugo. Hast Du schon mal was von einem Hàn Mặc Tử in Vietnam gelesen oder gehoert?“
„N
ö , nicht so richtig. Aber wenn der was mit Politik zu tun hat , geh mir weg , Erna.”
“Hatter nicht . Ist einer der groessten Poeten der Vietnamesen.”
“Na dann probiern wir ihn mal, Erna. Erinnerst Du Dich an die Zeit, als ich Dir Gedichte geschrieben habe , Erna.”
“Ja, war das schoen. Auch wenn Du sie aus dem “Hausschatz” abgeschrieben hast, Heinz-Hugo. Ich hab aber nichts gesagt damals .”
“Das weiss ich nicht mehr ,75 Prozent stammten von mir. Das andere hat mir der Kurt, der Obersteiger bei uns im Gewerke gesagt. Lass mal hoeren, was dieser, dieser … geschrieben hat …” “…Hàn Mặc Tử , Heinz-Hugo. Der Catinat hat es uebersetzt.“ „Der? Seit wann kann der denn Vietnamesisch? Wenn der hier im Bistro denn Mund aufmacht, lachen sich die Vietnamesen halb tot.“
„Na, hoer mal zu. Ist nicht ganz leicht.“

Des Mondes Freitod
Der Brunnenschacht ist vereist. Vereist ist der Brunnenschacht.
Warum nimmt das niemand wahr ?
Man sagt, alle Begrenzungen von Schatten und Licht
verbergen sich im Herbst an diesem Ort
und vereinigen sich.
Und hier sollen Mond und Wolken inne halten.
Lasst uns lauschen. Lauschen
den Geheimnissen der Kriegsnaechte, lauschen
den traurigen Stimmen, Schwueren im Wind getragen,
leidenschaftlichen Worten der Verbitterung,
ausgetauscht zwischen Jungen und Maedchen
ueber des Brunnens Schacht.
Der Brunnenschachtschlund oeffnet sich
zu verschlingen die Unendlichkeit,
zu verschlingen die Sterne, die fallen.
Es ist Krieg. Es ist Krieg, oh Brunnenschachtschlund des Krieges.
Schreckensangst, die Seele zu verlieren,
den Atem zu verlieren , Schreckensangst,
den Himmel zu verlieren.
So tauche ich ein in den Brunnenscchachtschlund, zu ziehen den Leichnam des Mondes heraus. 
 
Hmmmh. Alles habe ich nicht so richtig verstanden, Erna“ „Ist ja auch echte Dichtung.“ „Als wir jung waren, bin ich auf Zeche Consolidation auch eingefahren , das war aber anders“ „Aber ueber solch ein Gedicht haette ich mich auch gefreut, auch wenn es ungeheuer traurig macht“ „Das macht schon traurig , das fuehle ich auch. Moechte etwas mehr wissen ueber den Mann und seine Traurigkeit.“                                                                                           
(Gedichtquelle : quancoconline.com )

Sonntag, 22. April 2012

(KEO) - Was gesagt werden muss

Vor einigen Tagen hatte ich eine sehr amüsante "Gute-Nacht"-Lektüre.
Ein Auszug aus der Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung hier in Vietnam.

Liest sich....abenteuerlich.
Leuten die bislang noch nicht mit Vietnam zu tun hatten, drängt sich beim Lesen sicherlich der Eindruck auf,
der Doktrin des Landes wäre ein Staat unter totalitärer Kontrolle ihrer Oberhäupter, die alles "Übel",
sprich jegliche Kontakte, Informationen oder Bindungen von der Aussenwelt zu filtern- oder gänzlich abzuschotten versucht.
Vergleichbar mit einem Land wie Nord-Korea

Weltoffenheit: fern - ferner- Vietnam und Deutschland, als fortschrittlicher Demokrat, der diese grausamen "Zustände" analysiert und den "Helfer" mimt.
Alles im Zeichen der Meinungsfreiheit und Menschenrechte.
Man weiss ja immerhin, wie`s geht - oder?!


Was gesagt werden muss also, jedoch nicht gesagt werden darf, könnte man sagen, stimmt`s Herr Grass?! Denn der kann inzwischen bestimmt ein Lied (sein Lied) davon singen, welche Fachmänner -oh pardon! Sollte ich der Emanzipierung wegen wohl lieber die Fachfrauen sagen- die Deutschen bzgl. der Rede-u. Meinungsfreiheit doch sind - wie unvoreingenommen und unabhängig ihre Medien berichten.

Wie anders und befremdlich doch da Vietnam auf 3 Damen einer Politik wirken muss, bei der alle Zeichen auf Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden stehen.
Um diesen Frieden zu untermauern, gab`s sogar eine gemeinsame Währung mit den Nachbarn.
Selbstverständlich rein zum Zwecke der Sicherung des Friedens und der Demenstration von Weltoffenheit.

War doch so, oder?!
Gut, dass das jetzt ins genaue Gegenteil umschlägt und die einzelnen Staaten gegeneinander aufhetzt, konnte ja vorher niemand wissen..nicht wahr.
-Und erhitzte Gemüter und geschürter Hass aufeinander, teilweise gesät durch die mordernen Medien unserer Industriestaaten sind immerhin auch kein Grund, das Ganze abzublasen, da sind wir uns doch "Eins" mit "unserer" Führung.
Wenn dem nicht so wäre, würde natürlich anders entschieden. Denn dafür sind sie mitunter da, die freien-, demokratischen Staaten.

Natürlich gibt`s auch noch was oben drauf: Reisefreiheit für alle! -Oder naja, sagen wir "fast" alle.
Mindestens aber für unsere EU-Schwestern und Brüder.


Man(n) -die Frau wieder zuerst?!- ist ja soooooo weltoffen!
Selbst ein doppel-Pass kann künftig erworben werden, so weltoffen ist man!

Hat die Sache jedoch einen kleinen Hacken.
Multi-kulti ist zwar gut, allerdings nur solange es nicht tatsächlich umgesetzt werden muss -
und um das zu verhindern, haben sich die Damen und Herren Repräsanten der Allgemeinheit (Parteikader haben nur die anderen!) sich was ganz ausgefuchstes einfallen lassen:
Es gilt gewisse Voraussetzungen zu erfüllen!

So verhütet man erfolgreich, dass beispielsweise die vielen Gastarbeiter -die man sich einst ins Land gelockt hat- und zusätzlich der deutsche Otto-Normal-Bürger, wahrhaftig in den Genuss der Mehrstaatigkeit kommen.

Auf diese Weise wird man zudem ein ganzes Bündel eingebürgerter Imigranten los, die sich nichts-ahnend nach Verabschiedung des neuen Gesetzes vor einigen Jahren, einen Pass ihres Geburtslandes ausstellen liessen.

Damit "uns" hierdurch jedoch nicht die jenigen abhanden kommen, für die die neue Klausel im Grunde überhaupt erst gedacht war -  abgesehen von allen anderen, versteht sich..,: nämlich die Elite (exakter formuliert ist: Kohle!), kann so eine Zwei-Staatigkeit lediglich nach positiv bewerteten "Antrag auf Beihaltung der deutschen Staatsbürgerschaft" genehmigt werden.

Für die Stattgebung eines solchen "Antrages auf Beibehaltung der deutschen Staatsbürgerschaft" (wunderbarer Titel, nicht wahr?!) ist der fiktive Nachweis "Fortbestehender Bindungen" nach Deutschland erforderlich.

Damit mutiert die ganze "Chose" zu einer "Ermessenssache" wodurch letztlich die Obrigkeit und ihre Ergebenen freie Wahl bei der Erteilung der Genehmigung für einen zweiten Pass haben und sich auf ihr "Wunschkandidaten" beschränken können.

Bildquelle: Schekker.de
Die Verordnung zur Bi-Nationalität in Deutschland demnach nach aussen "hui", innen "pfui".
Eine Mogelpackung die einzig einem Vorteile verspricht: Dem Staat.

Good old Germany: so very modern! So very weltoffen! So very liberal!

-So very anders als beispielsweise das Repressions-geplagte Vietnam!
Ein Land in dem Autoritäten avantgardistisch den Turnus vorgeben.
(Kommt mir jetzt irgendwie bekannt vor)

Unvorstellbar, dass dieses Land Einwanderungsgesetze haben soll die so viel trivialer sind,
als eine Konrad-Adenauer-Stiftung vermuten lassen würde und die in Anbetracht auf Globalisierung und auf das 21.Jahrhundert allgemein, den Deutschen einen gewaltigen Schritt vorraus sind.

Ein dauerhafter Aufenthalt im Land, frei von unüberwindbarer Bürokratie oder Maßstäben, die nur schwerlich erfüllt werden können.
Unkomplizierte Einbürgerungsmöglichkeit für Ehepartner von Vietnamesen ohne Sprachtestzwang und Aufgabepflicht der ursprünglichen Staatsbürgerschaft oder der Erforderlichkeit vorheriger Aufenthaltstitel...

Bleibt für mich als Fazit unterm Strich:

Steckt Deutschland nicht selbst noch in Kinderschuhen die vernab der freiheitlichen-, globalen- und gerechten Welt sind, als die es sich sieht und ist man sich unter dem Deckmantel nicht doch noch verdammt ähnlich?!
Wie wäre es mit einer Konrad-Adenauer-Stiftung im eigenen Lande die Damen und Herren?!

Bezüglich des Fallbeispiels der dualen-Staatenangehörigkeit hat "good old Germany" ganz schön was verschlafen (ein Schelm wer hier denkt, dass es gar kein "verschlafen" war)..

Willkommen in der Zukunft!
  

Good morning Việt Nam!

Samstag, 21. April 2012

Blog-Info: Fortsetzung von "Meine Geschichte"

Hallo meine Lieben,
nach einer erneuten 2-tägigen Unterbrechung, die diesmal allerdings Krankheits-bedingt war, habe ich heute endlich mal wieder meinen inneren Schweinehund überwunden und für euch ein ganzes Stück an der lang-ersehnten Fortsetzung von Tungs und meiner Geschichte geschrieben.

Ich weiss das viele von euch jedes Mal inständig auf den nächsten Teil warten und möchte mich deshalb bei euch entschuldigen, dass es so schleppend voran geht und nach wie vor auch noch viele der anderen Seiten teilweise noch zur Hälfte "Baustelle" sind.

Leider reicht die Zeit momentan hinten und vorne nicht um hier endlich richtig anzupacken und alles fertig zu stellen. Ich hoffe, ihr könnt euch noch etwas gedulden und versucht es einfach positiv zu sehen:
So bleibt euch wenigstens die Spannung erhalten ;)


Nein Spass, ich werde versuchen mir künftigwieder etwas mehr Mühe zu geben und mehr Zeit in den Blog zu stecken, damit zumindest die bereits bestehenden Rubriken langsam aber sicher fertig werden.

Zumindest sind nun seit kurzem auch die einzelnen Themen jeweils mit einer Kommentarfunktion versehen. Ihr seid somit recht herrzlich aufgefordert, euch keinen Zwang anzutun und mir eure Meinung zu den jeweiligen Seiten dazulassen.
Neue sind übrigens auch bereits in Bearbeitung.

Es kommt also noch einiges auf euch zu! Lasst euch überraschen.
Spätestens Morgen geht es hier aber zunächst mit einem ganz normalen Blog-Beitrag von mir oder Catinat hier weiter.

Bis dahin könnt ihr euch die Zeit etwas mit der Fortsetzung von meiner persönlichen Geschichte verweilen.

Um zum neuen Abschnitt von Tungs und meinem Kennenlernen und den Umständen, wie ich in Vietnam gelandet bin zu kommen, einfach kurz hier klicken:  "Meine Geschichte"

oder die Seite direkt unter dem Titelbild, gleich hinter der Startseite aufrufen.

Ich wünsche euch viel Spass beim schmöckern. :)



Mittwoch, 18. April 2012

(CATINAT) - Wohin mit mir und den Kindern in Sài Gòn? Vorschlag 5 – Spiel(un)moeglichkeiten

Ich wollte meinen Bericht ueber Spiel(platz) moeglichkeiten in Sài Gòn mit dem Aufsetzen einer strengen, ernsten , vorwurfsvollen Miene beginnen : Na ja, was die da in Sài Gòn fuer unsere Kleinen tun , das ist mal besch… .
Ich wurde bei meinen Recherchen eines Besseren belehrt. Hinter allen Ueberlegungen steht ja auch die Einsicht, dass der Platz fuer Freiflaechen zum Spielen fuer Kinder in einer Mammutstadt wie Sài Gòn recht spaerlich sein kann.


Koennen Kinder hinter diesen Wohnhausmauern in einem noerdlichen , wohlhabenden Bezirk von Sài Gòn , Phu Nhuanh, “im Freien” befreit spielen und Freundschaften pflegen ?

Und dennoch : Man tut was ! Alle Achtung !

Allerdings : man muss einige 100 Meter weit dahin fahren .


Da ist ein grosszuegiges Spielplatzangebot an der 94
Phan Đăng Lưu, P.5. Buslinie 36 , von Bến Thành Richtung Bến Thới An; aussteigen; Ecke Phan Đăng Lưu - Đinh Tiên Hoàng.

Nebenbei Strassennamen – Bedeutung : Phan Đăng Lưu (1902 geb. , 1941 von den Franzosen hingerichteter kommunistischer Aktivist und Patriot );
Đinh Tiên Hoàng (benannt nach dem Kaiser, der im 10. Jhdt. als erster Kaiser nach der Befreiung von der Han Dynastie die
Đinh Dynastie in Vietnam begruendete.)


Allerdings auch sehr stark frequentiert. Keine Eintrittsgebuehr. Der Belag ist Kunstrasen. Ich hatte nur Bedenken an den Schaukeln hinten , weil Kleinere sich von hinten an die ausfahrende Gondel naehern koennen. Beim Gespraech mit dem leitenden Manager der Einrichtung :”Es ist noch nie etwas passiert”. 

Sogar ein Schwimmbassin fuer Kinder vist auf dem Areal. Allerdings gebuehrenpflichtig. 


Aber welche Moeglichkeiten haben wir in der Innenstadt ? 

Da ist zum einen der Park “in drei Teilen” zwischen Phạm Ngũ Lão und Lê Lai im District 1 . Westlich wird er von der Stelle mit dem Circus (“Romeo und Julia”) begrenzt , oestlich vom Platz vor dem Bến Thành – Markt. Dieser recht gruene Parkabschnitt im Osten heisst Park 23/9 . In Gedenken an die Nacht am 23. September 1945 , als franzoesische Reaktionaere in Sài Gòn auf Vietnamesen schossen, die dort die Unabhaengigkeit nach der Erklaerung vom 2.9.1945 im Sueden der Republik weitergaben. 
 
An diesem huebschen Park mit viel Gruen und Pavillons zum Unterstellen bei Regen hatte ich auszusetzen, dass es nur ungepflegte Spielgeraete fuer Kinder gebe , bzw. gar keine mehr. Der Grund war aber : zwei Spielplaetze dort wurden von Grund auf erneuert . Sie sind nun gut bestueckt :


Und niemand schaut mehr in die Roehre :


Alles ganz neu und frisch. Weicher Bodenbelag . Scheinbar noch nicht richtig von den Kids angenommen.

Heinz –Hugo und seine Erna haben erst nur den Sandkasten vermisst. “Aber is auch wahr . Pinkeln doch nur die Hunde rein.”

Angenommen ? Oder ? Schaun wir doch mal in den attraktiven bunten Haeuschen nach . Welche Ueberraschung ! Und Erna war’s wieder echt peinlich . Darueber im naechsten Beitrag “Freizeit “.