Willkommen auf meinem Blog

Auf dieser Seite findet ihr -in den verschiedenen Rubriken unter dem Titelbild- viele nützliche Infos rund um das Thema Vietnam und zudem jede Menge lustig-bis spannende Anekdoten aus meinem Alltag, als Schwiegertochter einer vietnamesischen Familie..

Montag, 16. April 2012

(KEO) - Gott sprach: Es werde weiss!

..und es ward weiss! Zumindest in Vinh Ha Long, denn einige von euch haben es sicherlich schon mitbekommen, aber für all diejenigen unter euch, an denen diese Information bislang vorübergezogen ist:

Die Halong-Bucht bekommt einen neuen Anstrich!

Der herkömmliche Anblick
Genauer gesagt, hat sie ihn bereits bekommen und noch genauer gesagt, ist es nicht die Halong Bucht selbst, die in neuem Glanze erstrahlt, sondern wohl das mitunter beliebteste Fotomotiv nach einem Ausflug in das vietnamesische Weltnaturerbe:

Es sind die Dschunken.

Ob das hier vielleicht das Vorbild war?! (Quelle:eonintho.wordpress.com)
Für alle, die jetzt bass-erstaunt und mit offenem Mund dasitzen und "Waaas?!" sagen:
-Ja genau, ihr habt richtig gelesen. Die schönen alt-romantischen Tucker-Dschunken, auf denen man sich 
gemütlich durch unseren Beitrag zu den sieben Weltưundern schippern lassen kann und die sich bislang friedlich in einem urigen Braun-Ton in das atemberaubende Gesamtbild mit den einzigartigen Felseninseln -die aus dem Meer ragen- eingefügt haben, wurden nun allesamt mit weisser Farbe besprüht(!).
Jawohl. Besprüht. Nicht wenigstens zum wohle der Augen bestrichen, nein, sie wurden besprüht.

Dieser romantische Anblick gehört nun der Vergangenheit an
Wer nun die Halong Bucht bereist oder einen Ausflug auf die malerische Insel Cat Ba vor den Toren dieser unternimmt, wird somit eine Armada weisser "Schlachtschiffe" dort vorfinden.
Sieht wirklich nicht sonderlich prikelnd aus, war aber unbedingt notwendig!

Der künftige Anblick in der Hạ Long Bucht (Quelle: giaoduc.edu.vn)
-Zumindest der Auffassung eines Regierungstieres zu folge, der den neuen "Anstrich" in Auftrag gegeben hat.
Über seine Gründe, kann man derzeit nur spekulieren.
Vielleicht hat er sowas während eines Ausfluges an die Cote d`Azur oder so ähnlich gesehen und sich gedacht: "Au, das sieht ja heiss aus. Sowas brauchen wir auch!"
Man weiss es nicht.

Fakt ist jedoch, dass die schönen, rund 500 braunen Dschunken nun passé sind und uns nun künftig, einen "Hauch von Karibik" vermitteln werden!?

Wer noch schnell eines der gewohnten Schiffe in herkömmlicher brauner Farbe begutachten möchte,
der sollte Gas geben, denn bis Ende April muss der Beschluss umgesetzt - und alle Schiffe in strahlenden Weiss besprüht sein.

Sonntag, 15. April 2012

(CATINAT) - Heinz-Hugo und Erna

Sài Gòn : 
 
Das verwegene Flair der Metropole

Mit der ganzen Familie , Kind und Kegel, Altvordere und Jungvolk, mal chic und “aussergewoehnlich” Maritimes essen gehen in Sài Gòn .

Dabei vorbildlich und froehlich, herzerfrischend zuvorkommend und sehr, sehr aufmerksam bedient werden ? Und gleichzeitig so etwas wie natuerliches, ungezwungenes “Freilufttheater” auf einem grossen Platz , aehnlich wie in Rom ,geniessen, ein Teil des Theaters selbst sein , ohne Zwang , das Lachen der Gaeste wird von den “Bediensteten” ganz frei erwidert. 
 
Dann ist dies die richtige Adresse :


Das Essen : o.k. , gut.
Preise moderat : Fuer 4 erwachsene Personen - 380.000 Dong.
Das Schauspiel :




Ja, Sie sehen richtig. Sie befinden sich in der Obhut von lauter froehlichen , niemals dreisten Transvestitenkellner(inne)n . Mit Thailand hat das garnichts zu tun. Dies hier ist weltstaedtisch , eher Paris, Rom, Barcelona …


Unsere dorthin eingeladenen Gaeste finden es “einfach suess”. Aber ausser uns zwei Paaren nur noch ein weiteres mit Westler-Anteil heute abend . Da hinten ist’s scheinbar noch frei. Wird aber gleich , 20:00 Uhr , auch alles voll sein.
Man kann nichts anderes sagen : Speise und Atmosphaere beides geschmackvoll.
“Hier muessen wir wieder hin , Erna” - “Genau, Heinz-Hugo.”
“Ob ich hier auch mal auf’s Klo gehen kann , Heinz – Hugo ?” “Warte doch noch lieber bis wir im Hotel sind, Erna.”

Samstag, 14. April 2012

Mutiger Polizist aus Vietnam klammert sich an rasenden Bus

Nachdem ich mich zunächst hartnäckig geweigert habe,
dieses Video zu posten, seit ich es gestern Nacht das erste Mal
zu Gesicht bekommen hatte, komme ich nun nicht drum rum,
es doch zu tun, weil die ausländischen Medien (deutsche, österreichische,
amerikanische, usw) den Clip rauf und runter spielen.

Anfangs habe ich die Echtheit des Falles bezweifelt, weil in der
ursprünglichen Version die ich gesehen habe, der Polizist den
„Kameramann“ in aller seelenruhe frägt, ob dieser schon aufnehme
und erst im Anschluss darauf auf den Bus „steigt“.

Gerade habe ich es meiner „Stiftung vietnamesische Waren-Test“
(meinem Mann) gezeigt und vertrauend auf seine Testergebnis, dass
das Video bestimmt echt wäre -sprich nicht gestellt-, poste ich es nun
doch:




Zum Fall:

Der junge Polizist in der vietnamesischen Hauptstadt Hà Nội
wollte den Medienberichten zufolge die Papiere
dieses Busfahrers  kontrollieren.
Da der jedoch schon mal als Verursacher eines schweren Verkehrsunfalls
knappe 4 Jahre einsaß, hatte er wohl Panik ein weiteres
Mal verknackt- u. eingebuchtet zu werden und gab einfach Gas.

Der mutige Beamte wollte ihm das aber scheinbar nicht durchgehen
lassen und klammerte sich kurzerhand an die Scheibenwischer des Busses.

Gemeinsam fuhren die beiden dann rund eine halbe Meile bei
Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 31 KM/h (laut amerikanischer Medien) und
teilweise bis zu über 50 KM/h (laut deutschen und österreichischen Medien)..
(1A Recherche sag ich da nur)

Gefilmt wurden sie dabei von einer mobilen Streife und später dann von
beherzten Passanten und einer Polizeisperre gestoppt.

Dem Fahrer drohen nun erneute 3 Jahre Gefängnis für diesen kleinen
„Ausflug“ mit einem Hüter des Gesetzes an seiner Windschutzscheibe.

Und der hat übrigens Glück gehabt, dass es an diesem Tag nicht geregnet hat...

Mein Fazit:

Die Szene, in der Leonardo Di Caprio und Kate Winslet als Jack und Rose, in 
"Fliegerpose" in der neuen 3D Fassung von James Camerons "Titanic" am Bug des
Schiffes dem Sonnenuntergang entgegenfahren, ist nichts im Vergleich zu dieser
beherzten Einlage unseres Beamten 

(KEO) - Früh übt sich! Von kleinen Geschäftsfrauen..

Heute habe ich es "relativ" pünktlich zu meiner Geschenke-Übergabe-Audienz bei meiner Schwiegermutter geschafft.
Dem Himmel sei Dank, evtl. auch nur einer glücklichen Fügung des Schicksals (wie auch immer )...
aber auf jeden Fall hatte sie da gerade Besuch, was mir vermutlich einen deftigen Anpfiff für unser gestriges, geplatztes "Rendez-vous" erspart hat 

Und weil sie zudem so wahnsinnig ins Gespräch mit ihrem (übrigens ganz schrecklich schleimmigen) Gast vertieft war und daher mir wenig bis keine Aufmerksamkeit entgegenbringen konnte, habe ich vorerst mit meiner Kleinen Zuckerpuppe (meiner Stieftochter Hân) Vorliebe genommen.

Mit der habe ich mich dann auch gleich mal umgehend aus dem Staub gemacht.
Für sowas ist King Kông immer wieder ein klasse Vorwand.
"Ich bringe mal eben kurz den Hund raus. Der muss mal.."
Und schon waren wir draussen.

Frische Luft. Herrlich. Und es wird übrigens scheinbar endlich doch noch Sommer.
Ich hatte ja bereits nicht mehr daran geglaubt aber was soll ich sagen?!
Es beginnt wirklich langsam aber sicher schwül-warm zu werden.
Unser Heizkörper und der Ventilator haben sich quasi nahtlos und über Nacht (klamm-heimlich) abgelöst.

Nach der Kleinen Runde, auf der mir schon gross und breit Bi`s Waren angepriesen-, Geschäftsstrategien erläutert- und Verkaufskonzepte dargestellt wurden, musste ich sofort nach der "Wiedereinkehr" den Kunden mimen und mir ihre Schmuckschatulle -prall gefüllt- mit kleinen, bunten, glitzernden Perlen und Steinchen zeigen lassen, die "Buchhaltung" durchsehen und natürlich das wichtigste:
mir selbstgemachte Kettchen, Ringchen und Armbänderchen anlegen lassen.

So macht man potentielle Käufer heiss! Das hat die Kleine schon ganz fix durchschaut!

Denn unsere 10-Jährige ist unter die Businessmenschen gegangen!

Sie bastelt aus den vielen, winzigen Schmucksteinen die wir ihr mal in einem Set geschenkt haben eben diese -zwar im Grunde wertlosen- aber um ehrlich zu sein doch sehr schönen Stücke und verkauft sie nach Fertigstellung an Klassenkameraden, Freudinnen, die Besucher und Bekannten meiner Schwiegermutter und eben: an die Familie

Hinterher trägt sie den verkauften Gegenstand, mit exakter Produktbeschreibung, Preis und dem Namen der Person, die das Schmuckstück gekauft hat, ordentlich in ein gebundenes Büchlein ein und verwaltet das Geld (ist sogar nicht einmal wenig!) in einer separaten Börse.

Reschpeckt! Muss ich da doch glatt sagen!

Besonders in Anbetracht ihre Marketingkünste!
Denn ich als Familienmitglied habe selbstverständlich nicht einfach nur irgendwie so ein Teil angedreht bekommen sondern wurde über den Werbeslogan schlechthin geködert:
"Nur für Mitglieder der Familie, dass Kauf 1 erhalte 1 gratis!"

Da konnte ich ja gar nicht mehr "nein" sagen und hab dann gleich noch ein passendes Armband zu meinem wunderschönen Ring in Rosa-Pink in Auftrag gegeben..
Immerhin sind die Dinger mit rund 2-4.000 Đồng pro Stück ein echtes Schnäppchen - und das für Unikate, angefertigt in echter, vietnamesischer Handarbeit! 
(Ich hoffe ich kann demnächst noch ein Bild dazu einstellen, aber die Künstlerin muss sich und ihre Arbeit aus Gesetzesgründen bedeckt halten, damit ihr der "Laden" nicht dicht gemacht wird! )

Bleibt einzig zu hoffen, dass uns die Polizei nicht wegen der Kinderarbeit auf die Schliche kommt- und Pelle rückt, bevor meine Bestellware produziert ist.

Freitag, 13. April 2012

(KEO) - Begegnungen

Sie kommen immer genau dann, wenn ich wieder einmal an einem absoluten Tiefpunkt angelangt bin.
Wenn so richtig schöner Lagerkoller angesagt ist und ich mir denke, dass Vietnam mit all seinen Einwohnern mich mal am Allerwertesten kann, dann sind sie urplötzlich da:

Begegnungen.

Und diese "Begegnungen" hatte ich heute erneut. Gleich mehrmals innerhalb der zweieinhalb Stunden auf meiner Mitternachtstour mit King Kong.

So bin ich gerade des nächtens über den leeren Schienenstrang des Armenviertels geschlendert (es schien alles schlief tief und fest), als plötzlich eine Tür auf ging und ein bekanntes Gesicht erschien.
Ich kenne nicht mal ihren Namen, weiss lediglich, dass sie ihre beiden Hunde fast noch mehr liebt und verwöhnt als ich den meinen (falls das überhaupt noch möglich ist), sie ebenfalls raucht (und das als Frau und in aller Öffentlichkeit!), sich überhaupt nichts daraus zu machen scheint, ob sich jemand eventl. dran stört, dass sie es tut, dass sie ein richtig schön freches Mundwerk hat (was sie ebenso ungeniert, allzeit verlauten lässt) und das sie super nett und sympathisch ist und ich klasse mit ihr zurecht komme.

"Heyyyy wo warst du denn so lange?!?!" War das erste was ich vernommen habe und ehe ich mich versah, hatte sie sich schon bei mir untergehakt und in Richtung Strassenstand geschleift.

Der Strassenstand ist scheins DER Treffpunkt schlechthin für Nachtschwärmer aller Art.

Ich habe neulich (im Beitrag über die vietnamesische Variante des "Angelns") glaube ich schon mal über diesen Stand und seinen Besitzer -einen superlieben, älteren Mann den ich liebevoll "Opa" nenne- berichtet.

Die "coole Lady" meine Bekannte
Da sitzt alles auf den typisch-vietnamesisch styligen "Babyhocker" herum verteilt um den Stand, trinkt etwas, raucht eine und unterhält sich -der vorgezogenen Stunde zum Trotze- lautsark mit "Opa" und den anderen über Gott und die Welt.

Ich mag die komplette Bande ganz gerne und wurde auch vorbehalts-u.ausnahmslos von ihnen aufgenommen.
Dennoch halte ich für gewöhnlich nur einen kurzen Plausch im stehen und ziehe dann mit King Kông weiter.

Gestern wurde ich dann aber -bevor ich mich wieder vom Acker machen konnte- auf einen der Mini-Hocker katapultiert, hatte ein Getränk in der Hand und wurde in ein Gespräch vertieft, während der Hund meiner Bekannten und meiner einer tollend ihre Kreise um uns gezogen haben.

Das Lieblingsthema der Runde: Männer-Frauen / Frauen-Männer.
Wie wenig sich Vietnamesen doch manchmal vom Rest der Welt unterscheiden

Mein klener hübscher Mann
Nach rund einer halben Stunde habe ich mich dann trotzdem wieder auf den Weg gemacht und bin direkt den nächsten Bekannten in die Arme gelaufen.
Ebenfalls die Besitzer eines Nacht-Strassenstandes plus deren "Kundschaft".

Auch hier zunächst ein grosses "Hallo" warum ich mich so lange nicht habe blicken lassen und eine Einladung Platz zu nehmen, was ich auch einen kurzen Moment getan habe.
Den wenigen Gästen, die mich nicht kannten wurde auch sogleich erklärt, wie gut ich die vietnamesische Sprache drauf hätte und wie sehr ich doch einer Vietnamesin gleich käme, was einem riesen Lob gleich kommt.

Bubu`s süsse kleine Freundin
"Con bé này lói tiếng Việt giời giỏi lắm! Nó giống như người Việt Lam luôn!"
(Etwa: Die kleine spricht total perfekt Vietnamesisch! Sie ist genau wie eine Vietnamesin)

Das ging mir natürlich dann auch runter wie Öl.
Hatte ich ja eben noch Gott und die Welt, bzw stellvertretend die Vietnamesen gehasst.

Ganz ähnliche Sprüche habe ich auf dem Heimweg noch an 2 anderen Stellen vernommen und wurde hinterher sogar noch zum nächtlichen Kartenspielen auf offener Strasse eingeladen..

Da fällt es einem natürlich dann schwer, seinen "Hass" auf Land und Leute aufrecht zu erhalten

Gott sei Dank habe ich solche positiven Erlebnisse wirklich immer genau in dem Moment, wenn ich mich frage, was zur Hölle ich eigentlich hier verloren habe..
Und dann fällt es mir wieder ein: Ich LEBE hier!
Eben mit allem, was dazu gehört. Die guten, genauso wie die schlechten Tage..

Donnerstag, 12. April 2012

(CATINAT) - Wohin mit mir und den Kindern in Sài Gòn? Vorschlag 4 – Spiel(un)moeglichkeiten

Kinder, Kinder … wohin zum Spielen in der Stadt ? 
 
Es regnet. Normalerweise sieht es wochenendlich in unserem (Alters-):Heim dann so aus : 

 
Gemuetlich, nicht wahr ? Wie sich das anfuehlt , besonders unter den Fuessen, – beschrieben habe ich das schon.

Langweilig nach zwei Stunden. Tân Thịnh und Tân Thiên Phúc moechten jetzt toben, unter anderen Kindern sein , ohne Regen. Wohin ?

Verbinden koennen wir diesen Kinderwunsch mit unserem Interesse am Wochenendeinkauf , nicht weit entfernt von unserem Wohngebiet in Sài Gòn . 
 
Wellcome City-Market , 230 Nguyễn Trãi – Strasse ! “Big variety - great value.” 
 
Die Bedeutung des Strassennamens – nein , ich quaele nicht, weil schon gepostet : konfuzianischer Querdenker unter Le Loi . Alles klar ?

Wellcome” – der Prospekt auch ein bunter Quell der Sprachlernmoeglichkeiten :


Die Kids. Boese Zungen koennten behaupten, hier wuerden die Kinder fuer 70.00 Dong “abgestellt” werden. Waehrend sie (die Zungeninhaber und wir) zu Lotteria und diversen Kochnischen nach dem Einkauf essen gehen. 
 
Nein. Die Kleinen scheinen “Tiny World” zum Spielen zu nutzen. Der Eingang :


Und nach Unterbringung der Utensilien im verschliessbaren Schrank sich an die Regeln zu halten:


Das Spielangebot : Bruecken, Roehren, Leitern , Netze aus Schaum- und Kunststoff zum Turntoben oder Tobturnen. Aggressionen : leichte Plastikbaellchen zum Bewerfen.
Alles aehnlich wie fuer die anspruchsvollen Kids , Rafael und Nazifeh und Knut Wilhelm und … bei IKEA in Deutschland.
Fuer kulturell interessierte Vor- und Grundschulkinder : rechts unten eine bemattete Ruheecke mit Bilderbuechern der gehobenen Art. Die Ecke wird nicht nur von den Kindern genutzt. Auch die begleitende Oma ist da schon fuer ein Viertelstuendchen regelrecht eingepennt. Niemanden juckt es. Bis 21:30 Uhr. 
 
Opa muss jetzt mal muessen. Immer wieder gerne mit einem Vietnamesisch-Sprachlernkurs an der inneren Toilettenwand verbunden . Ein bilinguales Klo im “Wellcome”-Supermarkt sozusagen. So kann man dort sogar im Sitzen vietnamesisch lernen . Aber richtig ! - sitzen . Unter uns : die Betreiber haben recht . Bei “No” war mein Lernerfolg wirklich minimal.


Naechster und vorlaeufig letzter Kinderfreizeitspot : “Es regnet nicht. Wohin nun ?”

Mittwoch, 11. April 2012

Erste Anzeichen für sinkende Inflation

Nachdem wir im vorangegangenen Jahr eine spitzen Inflationsrate von über 20% Prozent hatten,
scheinen alle Zeichen nun auf einer Beruhigung der Situation zu stehen.

Nach der Höchstrate von bis zu 19,8 resp. 18,3 Prozent, die wir noch im November und Dezember 2011 verzeichnet haben, wurde im März nun ein Preisanstieg von "lediglich" 14,15 Prozent gemessen.

Dieses positiven Aussichten werden vom Chef der Zentralbank untermauert, der einen Rückgang des Leitzinses von jeweils 1% im Quartal angekündigt hat, sollte die Inflation tatsächlich weiter rückläufig sein.

Einziges Manko dieser guten Aussichten ist, dass die sinkende Inflationsrate auf einen Rückgang der Wirtschaftsleistung zurückzuführen ist.
Aktuell liegen wir mit einer Wachstumsdynamik von 4% pro Quartal, beim niedrigesten Wert innerhalb eines Jahres.
Zum Vergleich: Das ist weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Wirtschaftswachstums, den Vietnam in den Jahren vor der Finanzkrise erreicht hat.


Dies scheint nun allerdings die Grössenordnung zu sein, die Vietnam ohne weitere Inflation
bewältigen kann, wenn man bedenkt dass Vietnam weiterhin mit einem relativ geringen Produktivitätsfortschritt zu kämpfen hat.

Dieser wird verursacht durch eine hohe Zahl unrentabler Staatsunternehmen, die nach wie vor rund 40% des vietnamesischen BIP`s ausmachen.

Das verdeutlicht nochmal wie wichtig Strukturreformen für Vietnam wären!

Aber selbst die Einschätzung freier Analysten auf ein Potenzialwachstums von max. 5% und die Sorge eines erneuten Inflationsanstieges im Falle weitere Expansionen ohne produktivitätsfördernde Maßnahmen,
können scheinbar den Übermut der Anleger nicht dämpfen.

Diese haben nach den ersten Anzeichen einer rückläufigen Inflation und dem zusätzlichen Verprechungen des Chefs der Zentralbank ihren Focus nun voll und ganz auf eine Zinswende gerichtet.

Bleibt weiterhin mit Spannung zu erwarten, was daraus wird!

Informationsquelle: Finanznachrichten.de